Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Maßnahmen gegen Neuroleptika-induzierte Gewichtszunahme, 2008

Schlüsselwörter: Antipsychotika, Psychose, Schizophrenie, Haldol, Haloperidol, Atypische Neuroleptika, Metabolisches Syndrom, Clozapin, Leponex, Olanzapin, Perphenazin, Quetiapin, Risperidon, Ziprasidon, Adipositas, Übergewicht, Hypertonie, Dyslipoproteinämie, Stammfettsucht, Insulinresistenz, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Lebensstilintervention (Ernährungsberatung, körperliche Bewegung) und Metformin waren zusammen zur Behandlung der durch Antipsychotika induzierten Gewichtszunahme am wirksamsten

Studie in JAMA (1)

Lebensstilintervention und Metformin zur Behandlung einer durch Antipsychotika induzierten Gewichtszunahme  

Die Gewichtszunahme ist als häufige unerwünschte Nebenwirkung einer antipsychotischen Behandlung assoziiert mit medizinischen Komorbiditäten bei psychiatrischen Patienten. Das Ziel einer randomisierten und kontrollierten Studie im JAMA war, die Wirksamkeit einer Lebensstilintervention und Metformin jeweils alleine oder in Kombination als Therapie für eine durch Antipsychotika induzierte Gewichtszunahme und eine verminderte  Insulinempfänglichkeit zu untersuchen.  

Von 128 Patienten mit Schizophrenie in einer psychiatrischen Universitätsklinik in China  wurden diejenigen, die mehr als 10% ihres Körpergewichts vor der medikamentösen Therapie zunahmen, in eine von vier Behandlungsgruppen eingeordnet. Die Patienten fuhren mit ihrer antipsychotischen Medikation fort und wurden 12 Wochen entweder mit einem Placebo oder mit 750 mg Metformin/Tag, mit 750 mg Metformin/Tag plus Lebensstilintervention oder mit einer alleinigen Lebensstilintervention behandelt. Primäre Zielparameter waren der Body Mass Index (BMI), der Taillenumfang, die Insulinwerte und der Insulinresistenz-Index.  

Ergebnisse: Bei allen 128 Patienten mit einer erstmalig aufgetretenen Schizophrenie konnte eine stabile  Verbesserung des psychiatrischen Befundes erreicht werden. Bei der „Lebensstil plus Metformin-Gruppe“ betrug die mittlere Abnahme des BMI 1,8, die der Insulinresistenz 3,6 und die Abnahme des Taillenumfangs 2,0 cm. Bei der „Metformin-Gruppe“ betrug die mittlere Abnahme des BMI 1,2, die des Insulinresistenz-Index 3,5 und der Taillenumfang nahm um 1,3 cm ab. Die „Lebensstilveränderung plus Placebo-Gruppe“ verzeichnete einen mittleren Rückgang des BMI um 0,5 und des Insulinresistenz-Index um 1,0. Jedoch hatte die Placebogruppe einen mittleren Rückgang des BMI um 1,2, des Insulinresistenz-Index um 0,4 und des Taillenumfangs um 2,2 cm. Das „Lebensstilintervention plus Metformin“-Konzept war dem Metformin sowie dem „Lebensstil plus Placebo“-Konzept signifikant überlegen hinsichtlich des Gewichts, des BMI und der Reduktion des Taillenumfangs.  

Fazit: Eine Lebensstilintervention und Metformin für sich und in Kombination bewiesen Wirksamkeit bei der Behandlung der durch Antipsychotika induzierten Gewichtszunahme.    

Eine Lebensstilintervention in Kombination mit Metformin zeigte den größten Effekt hinsichtlich des Gewichtsverlustes. Metformin alleine war effektiver bezüglich des Gewichtsverlusts und der Verbesserung der Insulinsensitivität als eine Lebensstilintervention alleine.  

  1. Wu R-R et al. Lifestyle intervention and metformin for treatment of antipsychotic-induced weight gain: A randomized controlled trial. JAMA 2008 Jan 9; 299:185.

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013