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Zervixkarzinom-Vorsorge:
Dünnschicht- Zervixzytologie (Liquid-based cytology, LBC) versus
Pap-Test, 2008/2009
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Dünnschicht-
Cervixzytologie (Liquid-based cytology, LBC) wird
zunehmend zur Preservation und Analyse der Zellen,
die beim Zervix (Gebärmutterhals) mit einem
Spatel-oder Bürstenabstrich entnommen werden,
eingesetzt. Bei der LBC-Methode werden die Zellen in
einer Flüssigkeit fixiert, konzentriert und
anschließend auf einen Objektträger gebracht, und
untersucht. LBC ist wesentlich teuerer als die
konventionelle Cervixzytologie.
Eine
aktuelle Studie (1) ging der Frage nach, ob LBC
besser als die konventionelle Methode ist. Die
Mediziner kamen anhand der Ergebnisse zu der
Schlussfolgerung, dass Die Dünnschicht-
Cervixzytologie (LBC) bei der Entdeckung von höhergradigen
zervikalen intraepithelialen Neoplasien weder
sensitiver noch spezifischer als der konventionelle
Pap-Test ist. Also, warum sollte man die teurere
Methode bevorzugen?
Medknowledge-Nachtrag:
Inzwischen hat
eine weitere Studie in JAMA 2009 (2) gezeigt, dass Dünnschicht-
Zervixzytologie (Liquid-based cytology, LBC) genauso
sensitiv und spefizisch wie PAP-Test ist.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Dünnschicht-Cervixzytologie
im Vergleich mit der konventionellen Cervixzytologie:
Ein systematischer Review und eine Metaanalyse.
ZIEL: Verleich des konventionellen Pap-Tests mit der
Leistungsfähigkeit der Testung flüssigkeitsbasierter
zervikaler Zytologieproben. DATENQUELLEN: Geeignete
Studien, zwischen 1991 und 2007 publiziert, wurden
mittels PubMed/EmBase-Suche und ergänzend
mittels anderer Quellen durchgesehen, um komplette
Informationen zu erhalten.
METHODEN
DER STUDIENAUSWAHL: Es wurden solche Studien gewählt,
in denen von der gleichen Patientin sowohl eine
konventionelle als auch eine flüssigkeitsbasierte
zytologische Probe entnommen wurden oder wenn der
eine oder der andere Entnahmetyp von verschiedenen
aber ähnlichen Kohorten stammte. Der hier
vorliegende systematische Review sowie die
Metaanalyse basieren nur auf solchen Studien, in
denen alle Patientinnen zusätzlich mittels
der Goldstandard-Methode überprüft wurden, also
basierend auf der Histologie mittels Kolposkopie
entnommener Biopsien. Dies erlaubte die Ermittlung
der absoluten und relativen Testvalidität bei der
Erkennung zervikaler intraepithelialer Neoplasien
des Grades 2 oder höher. Es wurden randomisierte
Studien ausgewählt und alle test-positiven Fälle
wurden mittels desselben Goldstandards verifiziert.
Dies erlaubte die Berechnung der relativen
Sensitivität. Auswirkungen der Studienmerkmale auf
die Genauigkeit wurden mittels
Subgruppen-Metaanalysen, Metaregression und „receiver
operating characteristic curve regression“
bestimmt.
TABULATION,
INTEGRATION, UND ERGEBNISSE: Die relative Sensitivität,
extrahiert aus acht Studien, mit Validierung gemäß
Verifikation anhand des Goldstandards sowie aus
einer randomisierten klinischen Studie unterschieden
sich nicht. Außerdem war die Spezifität unter Berücksichtigung
höhergradiger und niedriggradiger squamöser
intraepithelialer Läsionen als cutoff bei
konventioneller und Flüssigkeitszytologie ähnlich.
Jedoch wurde eine geringere Spezifitäz für die flüssigkeitsbasierte
Zytologie gefunden, wenn die Anwesenheit atypischer
squamöser Zellen ungeklärter Relevanz als cutoff
festgelegt wurde (Verhältnis 0,91; 95%
Konfidenzintervall 0,84-0,98). Unterschiede der
Studiencharacteristik konnten die Heterogenität der
Studien nicht erklären.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die flüssigkeitsbasierte zervikale Zytologie ist
weder sensitiver noch spezifischer bei der
Entdeckung von höhergradigen zervikalen
intraepithelialen Neoplasien verglichen mit dem
konventionellen Pap-Test.
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Arbyn
M et al. Liquid compared with conventional
cervical cytology: A systematic review and
meta-analysis. Obstet Gynecol 2008 Jan; 111:167
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Siebers
AG et al. Comparison of liquid-based cytology
with conventional cytology for detection of
cervical cancer precursors: A randomized
controlled trial. JAMA 2009 Oct 28; 302:1757.
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| Schlüsselwörter:
Zervixkarzinom-Vorsorge, Dünnschicht-Cervixzytologie, Liquid-based
cytology, LBC, Pap-Test, Krebs, Zervixzytologie,
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