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Ausgeprägte Repolarisationsstörungen im EKG bei Sportlern ohne strukturelle Herzkrankheit, 2008

Schlüsselwörter: Herz, Athlet, Fußballer, Sport, Herztod, EKG-Änderungen, Laufen, Joggen, Sportler, Radsport, Aortenstenose, Herzfehler, Repolarisationsstörungen, Reanimation, Herzrhythmusstörung, Athleten, Herzkrankheit, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Athleten mit Ausgeprägte Repolarisationsstörungen im EKG sollten regelmäßig klinisch untersucht werden.

Studie in NEJM (1):

Die Folgen ausgeprägter Repolarisationsstörungen im EKG bei Athleten  

Bei jungen trainierten Athleten können abnorme EKG-Ableitungen vorkommen, ohne dass ein Nachweis für eine strukturelle Herzerkrankung vorliegt. Ob solche EKG-Muster die ersten Anzeichen einer zugrunde liegenden Herzerkrankung mit potentiellen negativen Langzeitfolgen sind, ist bisher unbekannt. In einer Studie im „New English Journal of Medicine“ wurden Langzeitergebnisse von Athleten mit ausgeprägten Repolarisationsstörungen im EKG ausgewertet. Aus den Daten 12 550 trainierter Athleten wurden 81 mit diffus verteilten und tief negativen T-Wellen (> oder = 2 mm bei mindestens drei Ableitungen) identifiziert, die keine offensichtliche Herzerkrankung hatten und die sich in klinischen Studien, EKG-Untersuchungen und echokardiographischen Studien für eine mittlere Zeit von 9 +/- 7 Jahre unterzogen hatten. Vergleiche wurden mit 229 Kontrollathleten mit normalem EKG gemacht.  

Ergebnisse: Von den 81 Athleten mit pathologischem EKG hatten 5 (6%) nachgewiesenermaßen eine Kardiomyopathie, einschließlich eines Athleten, der im Alter von 24 Jahren plötzlich an einer klinisch unentdeckten arrythmogenen rechtsventrikulären Kardiomyopathie verstarb. Von den 80 überlebenden Athleten entwickelten drei nach 12 +/- 5 Jahren im Alter von 27, 32 und 50 Jahren klinische und phänotypische Züge einer hypertrophen Kardiomyopathie einschließlich eines Athleten, der nach einem Herzstillstand reanimiert wurde. Der fünfte Athlet zeigte eine dilatative Kardiomyopathie nach 9 Jahren Nachbeobachtungszeit. Hingegen trat bei keinem der 229 Athleten mit normalem EKG ein kardiales Ereignis auf oder wurde die Diagnose einer Kardiomyopathie 9 +/- 3 Jahre nach der Anfangsuntersuchung gestellt.  

Fazit: Ausgeprägte abnorme EKGs bei jungen und augenscheinlich gesunden Athleten können der erste Ausdruck einer zugrunde liegenden Kardiomyopathie sein, die sich erst viele Jahre später zeigt und die letztendlich mit negativen Folgen assoziiert sein kann. Athleten mit solchen EKG-Veränderungen sollten laufend klinisch überwacht werden.   

  1. Pelliccia A et al. Outcomes in athletes with marked ECG repolarization abnormalities. N Engl J Med 2008 Jan 10; 358:152.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013