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Krankenhaus-Qualitätsmanagement:
Verbessert die Veröffentlichung der Leistungsdaten der Kliniken die
Patientenversorgung? 2008
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| Schlüsselwörter:
QM, QS, Qualitätssicherung, Klinik, Krankenhaus,
Qualitätsmanagement, Veröffentlichung, Kliniken-Daten,
Patientenversorgung, public reporting, Qualitätsbericht, Internet,
quality of care, QOC, Therapie, Operation, Behandlung, Fallzahlen,
Mindeszahl, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Theoretisch
sollte die Veröffentlichung der Leistungsdaten der
Kliniken -wie Zahl der durchgeführten
Interventionen und dazugehörige Komplikationen
(z.B. Fallzahlen bei Herzbypass-Operation und
Mortalität) – die Qualität der
Patientenversorgung verbessern. Vor allem in den USA
ist diese „public reporting on quality of care (QOC)
verbreitet.
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In
einer Studienübersicht (1) haben Mediziner aus den
USA überprüft, ob diese Annahme tatsächlich
stimmt. Sie analysierten 45 Studien, die den
Einfluss von Publik Machen der Leistungsdaten
der Krankenhäuser auf die Versorgungsqualität
untersuchten.
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Fazit:
Die Investigatoren der Studie kommen zu dem Schluss,
dass die Evidenzlage bezüglich der Veröffentlichung
der Leistungsdaten der Kliniken und der
Behandlungsqualität der Patienten sehr spärlich
ist. Die Daten zeigten, dass die Veröffentlichung
der Krankenhausdaten vor allem die Qualität der
Versorgung in den Kliniken besserten, jedoch weniger
die klinischen Endpunkte (wie Morbidität oder
Mortalität).
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Kritische
Medknowledge-Anmerkungen
zur QS in Deutschland:
In Deutschland befinden sich die Maßnahmen zur
Qualitätssicherung in den Krankenhäusern noch in
den Kinderschuhen.
Seit neuem müssen die Kliniken jährliche
Qualitätsberichte mit ihren Daten im Internet veröffentlichen.
Die Qualitätsberichte waren jedoch bisher für die
Patienten alles andere als Hilfreich, die Qualität
der einzelnen Kliniken bei bestimmten Prozeduren zu
beurteilen. Die Berichte sind unübersichtlich, mit
vielen unnötigen Daten überladen. Selbst für die
Mediziner, geschweige der Patienten, ist es
schwierig, daraus einen Überblick über die
Leistungen einer Klinik zu schaffen. Hier würde würde
eine Vereinfachung und Fokussierung auf wenige
wichtige Daten für mehr Klarheit sorgen.
Ein
anderer Punkt ist die QS-Filter-Dokumentation
von BQS,
die die Krankenhäuser in Deutschland seit 2004 für
verschiedene Indikationen wie ambulante Pneumonie
oder Dekubitus durchführen müssen. Der Aufwand
für Krankenhäuser ist enorm, Ärzte und
Pflegepersonal müssen wertvolle Zeit für die
Dokumentation verwenden. Der Nutzen für die
Krankenhäuser ist jedoch bisher nicht sichtbar. Es
gibt keine Kontroll-Daten oder Studien, die zeigen,
dass die bisherige QS-Filter-Dokumentation
zu einer Verbesserung der Patientenversorgung in den
Kliniken geführt hat.
In
den nächsten Jahren wird es des Weiteren in Deutschland zu einer
wahren Flut von Qualitätssicherungs-Maßnahmen
kommen, weil Qualität der Krankenhäuser ein
wichtiges Maßstab bei der Planung der Länder
und Kassen sein wird. Derzeit werden
Q-Indikatoren für diesen Zweck entwickelt. Bevor
man jedoch hier zu Lande größere Summen für
ungezielte Maßnahmen zur Qualitätssicherung im
Krankenhaus investiert, die man vielleicht
anderweitig besser verwenden könnte, sollten klare
Ziele und Prioritäten definiert werden.
Anzahl
der durchgeführten Eingriffe und Operationen bei
bestimmten Krankheitsbilder pro Jahr ist einer der
wenigen aussagefähigen Qualitätsindikatoren
im Gesundheitsbereich. Die verbindlichen Mindestmengen-Vereinbarungen, die in den letzten
Jahren für bestimmte Eingriffe (wie
Knieprothesen-Operationen) getroffen sind, könnten
sich als eine praktische Hilfe für mehr Qualität
in Medizin in Deutschland erweisen.
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Fung
CH et al. Systematic review: The evidence that
publishing patient care performance data
improves quality of care. Ann Intern Med 2008
Jan 15; 148:111.
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