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Venöse Thromboembolien und Prädiktoren für okkulte Malignome, 2008

Schlüsselwörter: Thromboembolie, Thrombose, Embolie, okkultes Malignom, Krebs, Tumor, VTE, Thromboembolie, Leukämie, Lungenkrebs, Algorithmus, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Prediktoren für okkulte Malignome bei Patienten mit venösen Thromboembolien (VTE) waren: hohes Alter, unprovozierte VTEs, bilaterale tiefe Venenthrombose und Anämie

Wenn venöse Thrombosen bei bis dahin gesunden alten Menschen (Alter ≥60) auftreten, könnten bisher nicht entdecktes Krebsleiden (okkultes Malignom) die Ursache sein. Tumorzellen streuen, und setzen viele Prokoagulanzien (gerinnungfördernde Substanzen), die zu oberflächlichen und tiefen venösen Thrombosen führen können. 

Eine aktuelle Studie (1) ging der Frage nach, ob die Inzidenzrate der okkulten Malignomen bei Patienten mit VTE eine extensive diagnostische Suche nach Tumoren gerechtfertigt. Die weitere Fragen, die sich daraus ergeben, sind: Wenn ein Tumor diagnostiziert und behandelt wird, ist das Risiko für rezidivierende Thromboembolien bei diesen Patienten geringer, und wird das Überlebensrate verlängert? Anders gesagt wird die Prognose dieser Patienten besser?

Die Beobachtungsstudie aus Spain wertete die Daten von Patienten mit dokumentierter VTE aus mehreren Kliniken aus. Die Mediziner verglichen die 3-Monats-Outcome der Patienten mit okkultem Malignom, mit dem der Patienten, bei denen kein Malignom diagnostiziert wurde.

Von den insgesamt 17,475 Patienten mit akuter VTE wurden bei 2852 (16%) war eine Krebskrankheit bekannt, bevor VTE festgestellt wurde.

Bei 178 (1.2%) der verbleibenden 14,623 Patienten wurde ein bis dahin nicht bekannter Krebs diagnostiziert.  Die meisten diagnostizierten Krebsarten bei diesen Patienten waren: Lungenkrebs (16%), Kolorektalkarzinom (11%) und hämatologische Malignome. Bei 51% der Patienten hatten sich die Tumoren zum Diagnose-Zeitpunkt bereits metastasiert. Verglichen mit Patienten ohne Krebs hatten Patienten mit okkultem Malignom signifikant höhere Inzidenzraten für rezidivierende VTEs, schwere Blutungen und Mortalität.

Prediktoren (Voraussage-Indikatoren) für okkulte Malignome bei Patienten mit venösen Thromboembolien (VTE) waren: Alter (>60 Jahre), unprovozierte VTEs (z.B. keine vorausgegangene Operation oder Immobilität), bilaterale tiefe Venenthrombose und Anämie.

Fazit: Patienten mit venösen Thromboembolien (VTE) und okkultem Malignom (nicht-diagnostizierter bösartiger Tumor) haben während der ersten 3-Monate der Thrombosetherapie eine signifikant erhöhte Inzidenz für wiederkehrende VTEs, schwere Blutungen oder Mortalität.  

Vier einfache Faktoren (Alter > 60J, , unprovozierte VTEs, bilaterale tiefe Venenthrombose und Anämie) könnten helfen, die Subgruppe der VTE-Patienten herauszufinden, die ein hohes Risiko für okkulte Malignome haben.

Die Ergebnisse sind auch einwenig entmutigend, da mehr als die Hälfte der Patienten mit VTE und okkultem Malignom zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen hatten. Daher ist es fraglich, wie weit intensive Suche für Malignität bei diesen Patienten die Prognose gebessert hatte. Die Studie liefert jedoch für Ärzte und Patienten, die eine Ursache für die plötzlich aufgetretenen venösen Thromboembolien suchen, einfache Prädiktoren für die Entscheidungshilfe über das weitere diagnostische Vorgehen. 

Wenn bei Patienten mit VTE ein maligner Tumor festgestellt wird, müsste zusätzlich zur Krebstherapie auch VTE behandelt werden. In diesem Fall sind niedermolekulare Heparine (NM) dem oralen Antikoagulant Marcumar vorzuziehen. Bei dieser spezifischen Patientengruppe kann es unter Marcumar im Vergleich zu niedermolekularen Heparinen häufiger zu Thrombose-Rezidiven und anti-koagulant-assoziierten Blutungen kommen. 

  1. Trujillo-Santos J et al. Clinical outcome in patients with venous thromboembolism and hidden cancer: Findings from the RIETE Registry. J Thromb Haemost 2008 Feb; 6:251.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013