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Antibabypille:
kontinuierlicher vs. zyklischer Einnahme, 2008
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Antibabypille, Zyklus, Blutung, Mens, Schwangerschaft, Frau, Kind,
Orale Kontrazeptiva, Anti-baby-pille Babypille, Verhütung: Pille,
kontinuierlicher, zyklischer Einnahme, Kontrazeption, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Inzwischen
gibt es neue „low-dose“ orale Kontrazeptiva, die
länger als die standard 21-Tage-Pille verschrieben
werden können. Diese kontinuierliche Einnahme soll
die Anzahl der Tage mit Menstruationsblutung
reduzieren, und die Effektivität der Verhütung und
die Lebensqualität verbessern. Eine aktuelle Studie
(1) verglich die beiden Regimes, und kam zu der
Schlussfolgerung, dass die kontinuierliche Einnahme
die Tage der Blutungen nicht reduziert, aber die
Symptome signifikant bessert. Zudem traten mittlere
bis schwere Blutungen häufiger in der
Zyklische-Einnahme-Gruppe auf.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Ein
Vergleich von kontinuierlicher und zyklischer
Einnahme oraler Kontrazeptiva: eine randomisierte
kontrollierte Studie zur Wirkung.
HINTERGRUND:
Die ovariale und endometriale Aktivität kann durch
kontinuierlich eingenommene orale Kontrazeptiva
besser supprimiert werden, weshalb sich ihr Einsatz
auch bei anderen medizinischen Indikationen
anbietet.
ZIEL:
Die Wirkung von kontinuierlich versus zyklisch
eingenommenen oralen Kontrazeptiva sollte untersucht
werden. STUDIENDESIGN: Randomisierte
Doppelblindstudie. ORT: Die Studie wurde am Academic
Medical Center in Pennsylvania durchgeführt.
TEILNEHMERINNEN: Insgesamt wurden 62 gesunde Frauen
mit regelmäßigem Menstruationszyklus in die Studie
eingeschlossen. BEHANDLUNG: Die Behandlung erfolgte
mit einem monophasischen oralen Kontrazeptivum (20µg
Ethinylestradiol und 1 mg Norethindronazetat).
Verglichen wurde die zyklische orale Einnahme (21
Tage Verum und 7 Tage Placebo, eingenommen über 6
aufeinander folgende 28-Tage-Zyklen) mit der
kontinuierlichen Einnahme (168 Tage Verum).
OUTCOME-BESTIMMUNG: Als primärer Outcome wurde die
vaginale Blutung bestimmt, als sekundärer Outcome
der Hormonstatus, ein Beckenultraschall sowie
Lebensqualität und Sicherheit.
ERGEBNISSE:
Zwischen den Gruppen ergaben sich keine statistisch
signifikanten Unterschiede in der Gesamtzahl der
Blutungstage. Allerdings traten mäßige und starke
Blutungen signifikant häufiger beim zyklischen
Regime auf (Mittelwert 11,0 Tage, SD 8,5) als bei
kontinuierlicher Einnahme (5,2 Tage, SD 6,8) [p=
0,005]. Bei beiden Gruppen nahmen diese im Verlauf
ab. Die über 6 Zyklen gemessenen Östrogenspiegel
in Serum und Harn lagen in der kontinuierlichen
Gruppe signifikant niedriger als in der zyklischen
Gruppe (p = 0,02 beziehungsweise 0,04). In seriellen
Ultraschalluntersuchungen während der Studie wurden
bei den Teilnehmerinnen mit kontinuierlicher
Einnahme kleinere Ovar-Volumina und kleinere
Graafsche Follikel festgestellt. Der „Moos
Menstrual Distress”-Fragebogen ergab für Frauen
mit kontinuierlicher Einnahme weniger
menstruationsbedingte Schmerzen (p= 0,01) und ein
verbessertes Lebensgefühl (p = 0,04) während der
prämenstruellen Phase.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Die kontinuierliche Einnahme oraler Kontrazeptiva
bewirkte während des Beobachtungszeitraums von 168
Tagen keine Verringerung der Blutungstage.
Allerdings zeigte sich eine verstärkte Suppression
der ovarialen und endometrialen Aktivität, was mit
einem verbesserten Wohlbefinden der Patientinnen
einherging.
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-
Legro
RS et al. Effects of continuous versus cyclical
oral contraception: A randomized controlled
trial. J Clin Endocrinol Metab 2008 Feb; 93:420.
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