|
| |
Akute
Lungenembolie: Sensitivität und Spezifität der Ventilations/Perfusions-Szintigraphie,
2008
|
| Schlüsselwörter:
Ventilations-Szintigraphie, Perfusions-Szintigraphie, Spirale
Computer-Tomographie, Lunge, Embolie, Akute Lungenembolie,
Sensitivität, Ventilationsszintigraphie, Perfusionsszintigraphie,
Spezifität, Ventilations/Perfusions-Szintigraphie PIOPED II Studie,
Thrombose,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
|
Eine
aktuelle Studie (1) untersuchte die Genauigkeit der
Ventilations/Perfusions-Szintigraphie (V/Q scanning)
bei der Diagnose der akuten Lungeembolie. Die
Ergebnisse ergaben, dass die Ventilations/Perfusions-Szintigraphie
eine exzellente Sensitivität und eine annehmbare
Spezifität aufweist, und somit für Patienten mit
v.a. Lungenembolie ein angemessenes diagnostisches
Verfahren ist, bei denen eine CT-Angiographie
entweder kontraindiziert oder nicht verfügbar ist.
|
|
Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
|
|
Akute
Lungenembolie: Sensitivität und Spezifität der
Ventilations/Perfusions-Szintigraphie in der PIOPED
II Studie.
ZIEL:
Anhand der Daten der Prospective Investigation of
Pulmonary Embolism Diagnosis (PIOPED) II Studie
sollten retrospektiv die Sensitivität und Spezifität
der Ventilations/Perfusions (V/Q)-Szintigraphie
analysiert werden. Eingesetzt wurden Daten von
Patienten, bei denen eine Kategorisierung in
LE-vorhanden oder LE-nicht-vorhanden möglich war.
Zusätzlich wurde der Anteil der kategorisierbaren
Patienten bestimmt.
MATERIAL
UND METHODEN: Die PIOPED II Studie sowie zukünftige
retrospektive Untersuchungen waren in allen
beteiligten Zentren vom Institutional Review Board
zugelassen und die Einverständniserklärung der
Patienten war vorhanden. Die Studie wurde
HIPAA-konform durchgeführt. Die Patienten der
PIOPED II Datenbank mit klinischen Daten und
Bildmaterial wurden in die Studie eingeschlossen,
wenn eine Diagnostik mittels CT-Angiographie,
Wells-Score und V/Q-Scanning erfolgt war. Die V/Q-Scans
wurden neu ausgewertet und eingeteilt in LE-positiv
(gemäß der PIOPED II Auswertung = hohe
Wahrscheinlichkeit einer LE), LE-negativ (gemäß
der PIOPED II Auswertung = sehr niedrige
Wahrscheinlichkeit einer LE oder Normalbefund) und
ohne Diagnose (gemäß der PIOPED II Auswertung =
niedrige oder mittlere Wahrscheinlichkeit einer LE).
Ein zusammengesetzter Referenzstandard bestand aus
den Ergebnissen der digitalen
Subtraktionsangiographie (DSA) oder bei unklarer DSA
aus den Ergebnissen der CT-Angiographie, die mit dem
Wells-Score übereinstimmten (z.B. positives
CT-Angiographie Ergebnis und Wells-Score > 2 oder
negatives CT-Angiographie-Ergebnis und Wells-Score
< 6). Die Sensitivität und Spezifität wurde
anhand der neu erstellten Auswertung berechnet.
ERGEBNISSE:
Bei Ausschluss der Patienten mit mittlerer oder
niedriger Wahrscheinlichkeit lag die Sensitivität
einer hohen Wahrscheinlichkeit eines LE-positiven
Scanbefundes bei 77,4% (95%-Konfidenzintervall [KI]:
69,7%, 85,0%). Die Spezifität einer sehr niedrigen
Wahrscheinlichkeit für LE oder eines Normalbefundes
lag bei 97,7% (95%-KI: 96,4%, 98,9%). Der
Prozentsatz der Patienten mit positivem oder
negativem LE-Scanbefund lag bei 73,5% (95%-KI:
70,7%, 76,4%).
SCHLUSSFOLGERUNG:
In einer Population vergleichbar der aus der PIOPED
II-Studie kann die V/Q-Szintigraphie für die
meisten Patienten relevante Aussagekraft zur
Diagnosestellung besitzen. Somit kann die Methode
als angemessenes bildgebendes Verfahren für die
Patienten gelten, bei denen eine CT-Angiographie
nicht möglich ist. (c) RSNA, 2008.
|
-
Sostman
HD et al. Acute pulmonary embolism: Sensitivity
and specificity of ventilation-perfusion
scintigraphy in PIOPED II study. Radiology 2008
Mar; 246:941.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|