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Wie häufig ist der asymptomatische Prostatakrebs bei der Allgemeinbevölkerung? 2008

Schlüsselwörter: Zufällig, asymptomatisch, Prostatakarzinom, Prostatakrebs, Laparoskopie, Laparoskopische radikale Prostatektomie, Operation, minimalinvasive Therapie Endoskopie und Krebstherapie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Autopsie-Studien haben gezeigt, dass asymptomatischer lokalisierter Prostatakrebs bei Männern, die an anderen Krankheiten gestorben sind, relativ häufig vorkommt. Diese Beobachtung hat wiederum die Diskussion ausgelöst, ob Prostatakrebs-Screening häufig zur Entdeckung asymptomatischer Prosatakrebs und damit oft zu unnötig aggressiven Therapien führt.

 

Eine aktuelle Studie (1) zu diesem Thema fand heraus, dass Männer älter als 50 Jahre bei der Autopsie sehr häufig einen bis dahin unentdeckten asymptomatischen Prostatakrebs hatten: im Alter 50–59 23% und im Alter 60–69 35%.

 

Anhand dieser Ergebnisse kann man natürlich folgern, dass Prostata-Screening bei Männern über 50 Jahre wichtig ist. Eine vielleicht andere Interpretation dieser Daten wäre, dass der „stille“ Prostatakrebs in der Allgemeinbevölkerung relativ häufig vorkommt und der Stellenwert und Nutzen der Prostatakrebs-Screening mittels PSA-Bestimmung im Hinblick auf die Lebensverlängerung und Lebensqualität der betroffenen Menschen noch unklar ist. Hier sind randomisierte Studien notwendig, um diese Fragen zu klären. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Über die Prävalenz des inzidenten Prostatakarzinoms bei der Allgemeinbevölkerung

Die Inzidenz des Prostatakarzinoms ist in den letzen Jahren dramatisch angestiegen, da es verbesserte Screening-Maßnahmen und Diagnosetechniken gibt. Bedeutendes Interesse kam auch der gestiegenen Inzidenz des Prostatakarzinoms bei jüngeren Männern zu, was ebenfalls mit dem verbesserten Screening zusammenhängen könnte. In einer Studie im „Journal of Urology“ wurden Daten analysiert, die von einem Projekt stammten, das Prostatagewebe für Forschungszwecke von gesunden, vorwiegend weißen Organspendern anzüchtete.

 

Es waren keine Informationen über bisher durchgeführte Prostatakrebs-Screeninguntersuchungen in dieser Kohorte erhältlich. Weiterhin gab es in der Vorgeschichte dieser Population  keine Interventionen bezüglich einer benignen oder malignen Prostataerkrankung. Die Fallkohorte bestand aus 340 Prostatapräparaten, die für Forschungszwecke von Organspendern, die zwischen August 1994 und April 2007 plötzlich verstarben, gesammelt wurden. Schlaganfall, Motorradunfall, Schusswunde am Kopf aus suizidaler oder homizidaler Ursache, Herz-Kreislaufstillstand sowie Trauma waren zu mehr als 90% die Todesursachen der Spender.

 

Bei der Untersuchung der Prostatagewebeschnitte wurde bei 12 % der Fälle ein Adenokarzinom mit oder ohne hochgradige intraepitheliale Neoplasie entdeckt. Eine hochgradige intraepitheliale Prostataneoplasie alleine trat bei 10,6 % der Spender auf.       

Es gab einen altersabhängigen Anstieg der hochgradigen intraepithelialen Prostataneoplasie vom 4. Lebensjahrzehnt an. Die Häufigkeit des Adenokarzinoms der Prostata stieg ab dem 5. Lebensjahrzehnt sprunghaft an, danach betrug die Wahrscheinlichkeit Träger eines inzidenten Karzinoms zu sein bei den 60 bis 69-jährigen 1:3, bei den 70 bis 81-jährigen 46%.

 

Diese Studie liefert Einsicht in die Prävalenz des Adenokarzinoms der Prostata und der hochgradigen intraepithelialen Neoplasie bei der gesunden Bevölkerung. Zusammenhängende Themen wie das Alter, in dem mit dem Screening begonnen werden sollte und die vom Spender übertragene Malignität werden ebenfalls diskutiert.  

  1. Yin M et al. Prevalence of incidental prostate cancer in the general population: A study of healthy organ donors. J Urol 2008 Mar; 179:892.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013