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Über
die Prävalenz des inzidenten Prostatakarzinoms bei
der Allgemeinbevölkerung
Die Inzidenz des Prostatakarzinoms ist in den letzen
Jahren dramatisch angestiegen, da es verbesserte
Screening-Maßnahmen und Diagnosetechniken gibt.
Bedeutendes Interesse kam auch der gestiegenen
Inzidenz des Prostatakarzinoms bei jüngeren Männern
zu, was ebenfalls mit dem verbesserten Screening
zusammenhängen könnte. In einer Studie im
„Journal of Urology“ wurden Daten analysiert,
die von einem Projekt stammten, das Prostatagewebe für
Forschungszwecke von gesunden, vorwiegend weißen
Organspendern anzüchtete.
Es
waren keine Informationen über bisher durchgeführte
Prostatakrebs-Screeninguntersuchungen in dieser
Kohorte erhältlich. Weiterhin gab es in der
Vorgeschichte dieser Population keine
Interventionen bezüglich einer benignen oder
malignen Prostataerkrankung. Die Fallkohorte bestand
aus 340 Prostatapräparaten, die für
Forschungszwecke von Organspendern, die zwischen
August 1994 und April 2007 plötzlich verstarben,
gesammelt wurden. Schlaganfall, Motorradunfall,
Schusswunde am Kopf aus suizidaler oder homizidaler
Ursache, Herz-Kreislaufstillstand sowie Trauma waren
zu mehr als 90% die Todesursachen der Spender.
Bei
der Untersuchung der Prostatagewebeschnitte wurde
bei 12 % der Fälle ein Adenokarzinom mit oder ohne
hochgradige intraepitheliale Neoplasie entdeckt.
Eine hochgradige intraepitheliale Prostataneoplasie
alleine trat bei 10,6 % der Spender auf.
Es
gab einen altersabhängigen Anstieg der hochgradigen
intraepithelialen Prostataneoplasie vom 4.
Lebensjahrzehnt an. Die Häufigkeit des
Adenokarzinoms der Prostata stieg ab dem 5.
Lebensjahrzehnt sprunghaft an, danach betrug die
Wahrscheinlichkeit Träger eines inzidenten
Karzinoms zu sein bei den 60 bis 69-jährigen 1:3,
bei den 70 bis 81-jährigen 46%.
Diese
Studie liefert Einsicht in die Prävalenz des
Adenokarzinoms der Prostata und der hochgradigen
intraepithelialen Neoplasie bei der gesunden Bevölkerung.
Zusammenhängende Themen wie das Alter, in dem mit
dem Screening begonnen werden sollte und die vom
Spender übertragene Malignität werden ebenfalls
diskutiert.
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