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Polypen
sind gutartige gestielte Wucherungen der
Darmschleimhaut, und gelten als Vorstufe des
Darmkrebs. Die meisten Darmkrebs-Vorsorge-Maßnahmen
konzentrieren sich mehr auf polypöse Neoplasien als
die nicht-polypösen (flache Wucherungen).
Nicht-polypöse Neoplasien wurden bisher als selten
und weniger malign angesehen.
Eine
aktuelle US-Studie (1) lieferte in dieser
Hinsicht überraschende Ergebnisse: Bei der
Koloskopie-Untersuchung der asymptomatischen und
symptomatischen Patienten traten die nicht-polypösen
Neoplasien (NP-CRN) häufiger und maligner auf, als
die polypösen.
Diese
Ergebnisse dürften Auswirkungen auf die Technik und
Durchführung der Koloskopien haben. Die Daten
stellen zudem den Stellenwert der neuen sich auf dem
Vormarsch befindenden virtuellen Koloskopie in
Frage, bei der flache Läsionen insgesamt
schwieriger zu beurteilen sind, zumindest bei deren
jetzigen Entwicklungsstufe.
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Die
Prävalenz nicht-polypöser (flacher und
komprimierter Typ) kolorektaler Neoplasien bei
asymptomatischen und symptomatischen Patienten
Das
kolorektale Karzinom ist die zweithäufigste
Todesursache in den Vereinigten Staaten. Die Prävention
hat ihren Fokus auf der Entdeckung und der
Entfernung polypöser Neoplasien. Die Daten über
die Bedeutung der nicht-polypösen kolorektalen
Neoplasien (NP-CRNs) sind jedoch bisher begrenzt.
Das
Ziel einer Querschnittsstudie im JAMA war es,
die Prävalenz der NP-CRNs bei 1819 Patienten der
Veterans Affairs-Klinik in Palo Alto (Kalifornien),
die sich von Juli 2003 bis Juni 2004 einer elektiven
Koloskopie unterzogen, zu bestimmen und die
Assoziation zum kolorektalen Karzinom zu
untersuchen. Die Hauptzielparameter waren die
endoskopische Erscheinungsform, Lokalisation, Größe,
Histologie, und Invasionstiefe der Neoplasien.
Ergebnisse:
Die Gesamtprävalenz der NP-CRNs war 9,35%. Die Prävalenz
der NP-CRNs bei den Patienten mit
Screening-Koloskopie, Überwachungskoloskopie und
Koloskopie aus klinischer Indikation waren 5,84%,
15,44% bzw. 6,01%. Die Gesamtprävalenz der NP-CRNs
mit Carcinoma in situ- oder invasivem Karzinom der
Submucosa war 0,82%, bei der Gruppe mit
Screenings-Koloskopie war die Prävalenz 0,32%.
Insgesamt war es wahrscheinlicher, dass NP-CRNs ein
Karzinom enthielten als die polypösen Läsionen und
zwar unabhängig von ihrer Größe. Die positive
Assoziation der NP-CRNs mit einem Carcinoma in situ
oder einem invasivem Karzinom der Submucosa wurde
auch bei den Gruppen mit Screenings-Koloskopien und
Überwachungs-Koloskopien beobachtet. Das höchste
Risiko bestand beim komprimierten Typ (depressed
type). Nicht polypöse kolorektale Neoplasien, die
ein Karzinom enthielten, waren im Durchmesser
kleiner verglichen mit den polypösen
Schleimhautveränderungen.
Fazit:
Bei dieser Patientengruppe wurden NP-CRNs relativ häufig
während einer routinemäßigen durchgeführten
Koloskopie diagnostiziert. Sie waren unabhängig von
ihrer Größe häufiger mit Karzinomen
assoziiert als polypöse Neoplasien.
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