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Rückgang
der Herzinfarkt-Häufigkeit und kardiovaskuläre Risikofaktoren,
2008
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| Schlüsselwörter:
BMI, Adipositas, Herzinfarkt, Myokardinfarkt, Non-HDL-Cholesterin,
Lipide, LDL, VLDL, IDL, Body-Mass-Index, Rauchen, Nikotin,
Risikofaktor, Lipid-Parameter, kardiovaskuläre Risikofaktoren,
Sekundärprophylaxe, Prophylaxe, Vorsorge, Angioplastie,
Bypass-Operation, Übergewicht, Bypass Angioplasty Revascularization
Investigation (BARI) und Angina Pectoris, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Studie
(1): Das altersbezogene Risiko für Herzinfarkt ging
bei britischen Männern, die für 25 Jahre
beobachtet wurden, um 62% zurück. Dabei wurden
folgende Beobachtungen gemacht:
Hinsichtlich
des Alkoholkonsumverhaltens sowie des
Diabetes-Vorkommens wurden keine Veränderungen
festgestellt. Verringerung vom Nikotinkonsum war
Verantwortlich für ca. 23-prozentige
Reduktion der Herzinfarkt-Inzidenz, Verbesserung der
Blutdruckwerte für 13%, Erhöhungen des
HDL-Cholesterins für 12%, und Reduktionen des
nicht-HDL-Cholesterins für 10%. Körperliche
Aktivität und Alkoholkonsum hatten überraschenderweise
auf die Herzinfarktrate keine Effekte.
Anscheinend
können geringe Verbesserungen bestimmter
Risikofaktoren das Herzinfarktrisiko verringern. Die
Adipositas-„Epidemie“, die sich in den
Industrieländern um sich greift, kann jedoch diese
positiven Effekte konterkarieren.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Welchen
Anteil haben Veränderungen kardiovaskulärer
Risikofaktoren am Rückgang der Herzinfarkthäufigkeit
britischer Männer ? Ergebnisse einer prospektiven
Populationsstudie, 2008
HINTERGRUND:
Die Inzidenz des Myokardinfarktes (MI) in
Grossbritannien ist in den letzten Jahren deutlich
zurückgegangen. Nur wenige Studien haben
untersucht, inwieweit diese Abnahme durch eine Veränderung
kardiovaskulärer Risikofaktoren zurückzuführen
ist.
METHODEN
UND ERGEBNISSE: Die “British Regional Heart Study”
untersuchte Veränderungen kardiovaskulärer
Risikofaktoren und die MI-Inzidenz über 25 Jahre
seit 1978 in einer Kohorte von 7735 Männern. Während
dieser Zeit nahm das altersadjustierte MI-Risiko um
3,8% ab (95% Konfidenzintervall: 2,6% bis 5,0%) pro
Jahr. Das entspricht einer Abnahme um 62% über 25
Jahre. Gleichzeitig sanken altersadjustierte die Häufigkeit
des Rauchens, der systolische Blutdruck sowie das
Serum-Nicht-HDL-Cholesterin, wohingegen das
HDL-Cholesterin, der Body-Mass-Index und die körperliche
Aktivität anstiegen. Es gab keine signifikanten Änderungen
der Alkoholkonsumption. Die Abnahme des
Zigarettenrauchens hatte den größten Anteil (23%)
an der Abnahme der Herzinfarkthäufigkeit, gefolgt
von Änderungen des Blutdruckes (13%), des
HDL-Cholesterins (12%) und des
Nicht-HDL-Cholesterins (10%). In ihrer Kombination,
46% der Abnahme der Herzinfarkthäufigkeit konnte
durch diese Veränderungen der Risikofaktoren erklärt
werden (ungefähres 95%iges Konfidenzintervall 23%
bis 164%). Körperliche Aktivität und
Alkoholkonsumption hatten wenig Einfluß, wohingegen
die Zunahme des Body-Mass-Index eine Zunahme des
Herzinfarktrisikos bewirken würde.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Moderate günstige Veränderungen der kardiovaskulären
Risikofaktoren scheinen deutlich zur Abnahme der
Herzinfarkthäufigkeit beigetragen zu haben. Das
unterstreicht den potentiellen Nutzen von bevölkerungsweiten
Maßnahmen, um diese Risikofaktoren zu verringern,
zur Prävention der koronaren Herzkrankheit.
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Hardoon
SL et al. How much of the recent decline in the
incidence of myocardial infarction in British
men can be explained by changes in
cardiovascular risk factors? Evidence from a
prospective population-based study. Circulation
2008 Feb 5; 117:598.
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