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Effekte
von Statinen bei der Behandlung von Patienten mit
chronischer Niereninsuffizienz: Meta-Analyse und
Meta-Regression von kontrollierten randomisierten
Studien
Ziel:
Analyse der Vor- und Nachteile von Statinen bei der
Behandlung von Patienten mit chronischer
Niereninsuffizienz (noch nicht dialysepflichtige,
dialysepflichtige und nierentransplantierte
Kollektive)
Design:
Meta-Analyse
Datenquellen:
Cochrane Central Register of Controlled Trials,
Medline, Embase and Renal Health Library (July
2006).
Studienauswahl:
Kontrollierte Studien (randomisiert oder
quasi-randomisiert) zur Behandlung der chronischen
Niereninsuffizienz mit Statinen im Vergleich zur
Behandlung mit Placebo oder anderen Statinen.
Datengewinnung
und -analyse: Zwei Gutachter bewerteten unabhängig
voneinander die Einschlußkriterien für Studien,
werteten Daten aus und bewerteten die Studienqualität.
Unterschiedliche Bewertungen wurden übereinstimmend
geklärt. Die Auswirkungen der Behandlung wurden
zusammengefasst als relative Risiken oder gewichtet
als mittlere Unterschiede (mit einem 95%
Konfidenzintervall), wobei das
„random-effects-model“ angewandt wurde.
Ergebnisse:
Fünfzig Studien (mit 30144 Patienten) wurden
eingeschlossen. Statine senkten deutlich
-
das Gesamtcholesterin (42 Studien mit insgesamt 6390
Patienten; gewichteter mittlerer Unterschied –
42,28 mg/dl (1,10mmol/l); 95%
Konfidenzintervall von -47,25 bis -37,32),
-
das LDL (39 Studien mit insgesamt 6216 Patienten;
-43,12mg/dl (1,12 mmol/l); -47,85 bis -38,40)
-
und die Proteinurie (6 Studien mit insgesamt
311 Patienten; -0,73g/24 Std.; -0,95 bis 0,52), jedoch
verbesserten Statine die glomeruläre
Filtrationsrate nicht (11 Studien mit 548
Patienten;1,48 ml/min (0,02ml/sek); -2,32 bis 5,28
).
Tödliche
kardiovasculäre Ereignisse (43 Studien mit
insgesamt 23266 Patienten; relative risk 0,81; 073
bis 0,90) und nicht-tödliche kardiovaskuläre
Ereignisse (8 Studien mit insgesamt 22863 Patienten;
0,78; 0,73 bis 0,84) wurden durch die Statine
verringert, jedoch hatten Statine keine signifikante
Auswirkung auf die Gesamt-Sterblichkeit (44 Studien
mit insgesamt 23665 Patienten; 0,92; 0,82 bis 1,03).
Die
Meta-Regressions-Analyse zeigte, dass sich die
Auswirkungen der Behandlung in den verschiedenen
Stadien der chronischen Niereninsuffizienz nicht
signifikant voneinander unterschieden.Das
Nebenwirkungsprofil der Statine war ähnlich dem der
Placebo.
Die
meisten der verfügbaren Studien waren klein und von
der Qualität her nicht optimal; Daten bezüglich
der Sterblichkeit lieferten nur wenige große
Studien.
Schlußfolgerung:
Statine vermindern – unabhängig vom Stadium der
Erkrankung - signifikant die Lipidkonzentration und
die kardiovaskulären „Endpunkte“ (wie
Herzinfarkt) bei Patienten mit chronischer
Niereninsuffizienz, jedoch wurde kein Vorteil in
Bezug auf die Gesamt-Sterblichkeit oder Primärprävention
nachgewiesen.
Wegen
der relativ spärlichen Datenlage und der sich möglicherweise
noch herausstellenden systematischen Verzerrung
sind die reno-protektiven Auswirkungen der Statine
unsicher.
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