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In
einer aktuellen randomisierten Studie (1) war
Stenting der linken Hauptstammarterie ähnlich
effektiv, wie Bypass-Operation. Die Fallzahl war
jedoch relativ klein und die Beobachtungszeit betrug
etwa 2 Jahre.
Eine
weitere nicht-randomisierte Vergleichsstudie (2), in
der
Stenting der linken Hauptstammarterie (PCI-Gruppe:
1102 Patienten) mit Bypass (1138 Patienten)
verglichen wurde, zeigte ebenfalls keine
signifikanten Outcome-Unterschiede zwischen beiden
Verfahren. Hier betrug die Nachbeobachtungszeit 3
Jahre.
Die
Autoren der Studie fordern größere randomisierte
Studien zur Validierung dieser Ergebnisse,
bevor
man
anhand dieser Daten die derzeitigen Vorgehensweisen
in der Praxis ändert.
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Akute
und späte Ergebnisse der Stentversorgung einer
Stenose der ungeschützten linken
Haupt-Koronararterie im Vergleich zu chirurgischer
Revaskularisierung
ZIELE:
Der Zweck dieser Studie war es, die kurz- und
langfristigen Ergebnisse perkutaner und
chirurgischer Revaskularisation der linken
Haupt-Koronararterien-Stenose miteinander zu
vergleichen. HINTERGRUND: Stentversorgung der
ungeschützten linken Haupt-Koronar-Arterie (engl.
ULMCA) wird als Alternative zur Bypass-Operation
untersucht.
METHODEN:
Es wurden 105 Patienten mit ULMCA randomisiert
entweder einer perkutanen Koronar-Intervention
(engl. PCI; 52 Patienten) oder einer
Koronararterien-Bypass-Transplantation (engl. CABG;
53 Patienten) zugeteilt. Der primäre Endpunkt war
die Veränderung der links-ventrikulären
Ejektions-Fraktion 12 Monate nach der Intervention.
Sekundäre Endpunkte waren u.a. nach 30 Tagen
bedeutende ungünstige Ereignisse (engl. MAE),
bedeutende ungünstige kardiale und zerebrovaskuläre
Ereignisse (engl. MACCE), Dauer des
Krankenhausaufenthaltes, Versagen des Ziel-Gefäßes
(engl. TVF), Grad der Angina und Belastungtoleranz
nach einem Jahr, sowie generelles bzw. MACCE-freies
Überleben.
ERGEBNISSE:
Ein bedeutsamer Anstieg der links-ventrikulären
Ejektions-Fraktion in der Nachuntersuchung nach 12
Monaten wurde nur in der PCI-Gruppe gefunden (3,3
+/- 6,7% nach PCI gegenüber 0,5 +/- 0,8% nach CABG;
p=0,047). In beiden Gruppen erreichten die Patienten
gleiche Ergebnisse in den Belastungstests, auch der
Grad der Angina verbesserte sich in beiden Gruppen
gleichermaßen. PCI war assoziiert mit einem
niedrigeren 30-Tage Risiko sowohl eines MAE
(p<0,006), eines MACCE (p=0,03), als auch mit
einem kürzeren Krankenhausaufenthalt (p=0,0007).
Das generelle wie auch das MACCE-freie 1-Jahres Überleben
war vergleichbar. Ziel-Gefäß-Versagen des linken
Hauptstamms war vergleichbar in beiden Gruppen. Während
der Nachuntersuchung nach 28,0 +/- 9,9 Monaten
wurden drei Todesfälle in der PCI-Gruppe sowie 7
Todesfälle in der CABG-Gruppe gefunden (p=0,08).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Patienten mit einer Erkrankung der ungeschützten
linken Haupt-Koronararterie, die mit PCI behandelt
wurden, hatten günstigere frühe Ergebnisse im
Vergleich zur CABG-Gruppe. Nach einem Jahr hatte
sich die links-ventrikuläre Ejektions-Fraktion nur
in der PCI-Gruppe bedeutend verbessert. Nach mehr
als zwei Jahren war das MACCE-freie Überleben in
beiden Gruppen ähnlich, doch war ein Trend
erkennbar zum verbesserten Überleben nach PCI.
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