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Die
Behandlung mit Statinen zur Vorbeugung von Schlaganfällen:
Eine Meta-Analyse von 121.000 Patienten
ZIELSTELLUNG: Mehr als 120,000 Patienten haben
inzwischen an randomisierten Studien teilgenommen,
in denen eine Behandlung mit Statinen zur Vorbeugung
von Schlaganfällen untersucht wurde. Ziel der
vorliegenden Studie war es, eine umfassende Übersicht
über alle randomisierten Studien zu geben, um das
therapeutische Potential der Statine bei
Schlaganfall zu eruieren.
METHODEN:
In 10 elektronischen Datenbanken wurde im Zeitraum
bis Dezember 2006 nach entsprechenden Studien
gesucht. Zusätzlich wurden Studienautoren sowie
Autoren früherer Reviews kontaktiert. Aus den
vorhandenen Studiendaten konnten Daten zu Mortalität,
Schlaganfallinzidenz, zu den Formen der Schlaganfälle
sowie Cholesterin-Serum-Werte extrahiert werden.
Diese Daten wurden mittels eines “random-effects
model” zusammengführt und eine
Meta-Regressionsanalyse durchgeführt.
ERGEBNISSE:
Es wurden 42 Studien aufgenommen, in denen eine
Statintherapie hinsichtlich der Schlaganfall-Prävention
geprüft worden war (n=121.285). Das relative Risiko
(RR) betrug 0,84 (95% Konfidenzinterval [KI],
0,79-0,91). Das relative Risiko unter
Statinbehandlung hinsichtlich Mortalität
(n=116,080) betrug 0,88 (95% KI, 0,83-0,93). Jeder
Anstieg des “low-density lipoprotein” (LDL) um
eine Einheit resultierte in einem 0,3%igen Anstieg
der RR für Tod (P=,02). In 17 Studien wurde der
Einfluß der Statin-Behandlung auf die Häufigkeit
kardiovaskulär bedingter Todesfälle analysiert
(n=57.599, RR 0,81, 95% KI, 0,74-0,90) und in 11
Studien nichthämorrhagische zerebrovaskuläre
Ereignisse (n=58.604, RR 0,81, 95% KI, 0,69-0,94).
In 11 Studien wurde über die Häufigkeit hämorrhagischer
Schlaganfälle (Gesamt n=54.334, RR 0,94, 95% KI,
0,68-1,30) und in 21 Studien über tödliche
Schlaganfälle berichtet (Gesamt n=82.278, RR 0,99,
95% KI, 0,80-1,21). In einer Studie wurde über
Statinbehandlung zur Sekundärprävention berichtet.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Eine Behandlung mit Statinen verbessert sowohl
Mortalität als auch nicht-hämorrhagische Schlaganfälle.
Diese Übersicht zeigt die Notwendigkeit auf, eine
Langzeitbehandlung mit Statinen bei Patienten mit
hohem Risiko vaskulärer Ereignisse in Betracht zu
ziehen, jedoch ist Vorsicht geboten bei Patienten
mit hohem Risiko für Blutungen.
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