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AT-Blocker, oder ACE-Hemmer, oder beides für Patienten mit hohem vaskulärem Risiko? 2008

Schlüsselwörter: Telmisartan, Micardis, Ramipril, Delix, ACE-Hemmer, Delix, Ramipril, Herzversagen, Herzinsuffizienz, Valsartan, Diovan, Provas, AT-Blocker, ACE-Hemmer, Hypertonie, Bluthochdruck, Blutdruck, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

ACE-Hemmer reduzieren das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen bei Patienten mit Herzinsuffienz, Gefäßkrankheiten und Hochrisiko-Diabetes. Jedoch blockieren die ACE-Hemmer Angiotensin-II nicht vollständig. In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler die Rolle der AT-Blocker bei Patienten mit Gefäßkrankheit oder Hochrisiko-Diabetes untersucht. Dabei wurden die AT-Blocker Telmisartan (Micardis), oder ACE-Hemmer Ramipril (Delix), oder beides eingesetzt.

Die Ergebnisse zeigten, dass AT-Hemmer in dieser Patientengruppe ähnlich effektiv wie ACE-Hemmer war. Die Kombinationstherapie zeigte jedoch keine Vorteile gegenüber der jeweiligen Monotherapie.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Telmisartan, Ramipril, oderr beides in Patienten mit hohem Risiko für vaskuläre Ereignisse.

HINTERGRUND: In Patienten mit Gefäßerkrankungen oder in Patienten mit Hochrisiko-Diabetes mellitus ohne Herzinsuffizienz vermindern Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer (ACE-Hemmer) sowohl die kardiovaskuläre Mortalität als auch die Morbidität. Jedoch ist die Rolle der Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARBs) in diesen Patienten nicht bekannt. In dieser Arbeit wurden der ACE-Hemmer Ramipril, der ARB Telmisartan sowie die Kombination beider Medikamente bei Patienten mit Gefäßerkrankungen oder Hochrisiko-Diabetes mellitus verglichen.

METHODEN: Nach einer 3-wöchigen, einfachblinden “Run-in”-Periode wurden die Patienten doppelblind randomisiert: 8576 erhielten 10 mg Ramipril pro Tag, 8542 erhielten 80 mg Telmisartan pro Tag und 8502 erhielten beide Medikamente (Kombinationstherapie). Der primäre Endpunkt war ein kombinierter Endpunkt der die kardiovaskuläre Mortalität sowie die Häufigkeit von Myokardinfarkt, Schlaganfall oder Hospitalisation wegen Herzinsuffizienz umfaßte.

ERGEBNISSE: Der mittlere Blutdruck war niedriger in der Telmisartan-Gruppe (eine um 0,9/0,6 mmHg größere Reduktion) sowie in der Kombinationstherapie-Gruppe (eine um 2,4/1,4 mmHg größere Reduktion) im Vergleich zur Ramipril-Gruppe. Nach 56 Monaten (Median) Nachbeobachtungszeit hatten 1412 Patienten in der Ramipril-Gruppe ein Ereignis (primärer Endpunkt: 16,5%) im Vergleich zu 1423 Patienten in der Telmisartan-Gruppe (primärer Endpunkt 16,7%; relatives Risiko, 1101; 95%-Konfidenzintervall [CI], 0,94-1,09). Im Vergleich zur Ramipril-Gruppe hatte die Telmisartan-Gruppe weniger häufig Husten (1,1% vs. 4,2%, P<0.001) und Angioedeme (0,1% vs. 0,3%, P=0.01) und eine größere Häufigkeit hypotensiver Symptome (2,6% vs. 1,7%, P<0,001). Die Häufigkeit von Synkopen war in beiden Gruppen gleich (0,2%). In der Kombinationstherapie-Gruppe trat das primäre-Endpunkt-Ereignis bei 1386 Patienten auf (16,3%; relatives Risiko, 0,99; 95% KI, 0,92 bis 1,07) im Vergleich mit der Ramiprilgruppe bestand ein höheres Risiko hypotensiver Symptome (4,8% vs. 1,7%, P<0,001), Synkope (0,3% vs. 0,2%, P=0,03) sowie renale Dysfunktion (13,5% vs. 10,2%, P<0.001).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Telmisartan war dem Ramipril gleichwertig in Patienten mit Gefäßerkrankungen oder Hochrisiko-Diabetes und war mit weniger Angioödemen assoziiert. Die Kombination beider Medikamente war mit mehr “adverse events” ohne therapeutischen Gewinn assoziert. 

  1. Yusuf S et al. for the ONTARGET Investigators. Telmisartan, ramipril, or both in patients at high risk for vascular events. N Engl J Med 2008 Apr 10; 358:1547.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013