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Telmisartan,
Ramipril, oderr beides in Patienten mit hohem Risiko
für vaskuläre Ereignisse.
HINTERGRUND:
In Patienten mit Gefäßerkrankungen oder in
Patienten mit Hochrisiko-Diabetes mellitus ohne
Herzinsuffizienz vermindern
Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer (ACE-Hemmer)
sowohl die kardiovaskuläre Mortalität als auch die
Morbidität. Jedoch ist die Rolle der
Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARBs) in diesen
Patienten nicht bekannt. In dieser Arbeit wurden der
ACE-Hemmer Ramipril, der ARB Telmisartan sowie die
Kombination beider Medikamente bei Patienten mit Gefäßerkrankungen
oder Hochrisiko-Diabetes mellitus verglichen.
METHODEN:
Nach einer 3-wöchigen, einfachblinden “Run-in”-Periode
wurden die Patienten doppelblind randomisiert: 8576
erhielten 10 mg Ramipril pro Tag, 8542 erhielten 80
mg Telmisartan pro Tag und 8502 erhielten beide
Medikamente (Kombinationstherapie). Der primäre
Endpunkt war ein kombinierter Endpunkt der die
kardiovaskuläre Mortalität sowie die Häufigkeit
von Myokardinfarkt, Schlaganfall oder
Hospitalisation wegen Herzinsuffizienz umfaßte.
ERGEBNISSE:
Der mittlere Blutdruck war niedriger in der
Telmisartan-Gruppe (eine um 0,9/0,6 mmHg größere
Reduktion) sowie in der Kombinationstherapie-Gruppe
(eine um 2,4/1,4 mmHg größere Reduktion) im
Vergleich zur Ramipril-Gruppe. Nach 56 Monaten
(Median) Nachbeobachtungszeit hatten 1412 Patienten
in der Ramipril-Gruppe ein Ereignis (primärer
Endpunkt: 16,5%) im Vergleich zu 1423 Patienten in
der Telmisartan-Gruppe (primärer Endpunkt 16,7%;
relatives Risiko, 1101; 95%-Konfidenzintervall [CI],
0,94-1,09). Im Vergleich zur Ramipril-Gruppe hatte
die Telmisartan-Gruppe weniger häufig Husten (1,1%
vs. 4,2%, P<0.001) und Angioedeme (0,1% vs. 0,3%,
P=0.01) und eine größere Häufigkeit hypotensiver
Symptome (2,6% vs. 1,7%, P<0,001). Die Häufigkeit
von Synkopen war in beiden Gruppen gleich (0,2%). In
der Kombinationstherapie-Gruppe trat das primäre-Endpunkt-Ereignis
bei 1386 Patienten auf (16,3%; relatives Risiko,
0,99; 95% KI, 0,92 bis 1,07) im Vergleich mit der
Ramiprilgruppe bestand ein höheres Risiko
hypotensiver Symptome (4,8% vs. 1,7%, P<0,001),
Synkope (0,3% vs. 0,2%, P=0,03) sowie renale
Dysfunktion (13,5% vs. 10,2%, P<0.001).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Telmisartan war dem Ramipril gleichwertig in
Patienten mit Gefäßerkrankungen oder
Hochrisiko-Diabetes und war mit weniger Angioödemen
assoziiert. Die Kombination beider Medikamente war
mit mehr “adverse events” ohne therapeutischen
Gewinn assoziert.
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