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Diabetes: Glitazone und das Frakturrisiko, 2008 / UPDATE 2010

Hintergrundinformation zu Glitazonen: Glitazone steigern die Empfindlichkeit der Zellen auf Insulin und soll damit die Insulin-Resistenz (daher der Name Insulin-Sensitizer) vermindern. Sie werden gegen Diabetes eingesetzt. Die bekanntesten Vertreter dieser Substanzklasse sind Rosiglitazon (Avandia®) und Pioglitazon (Actos®). Aufgrund der potentiellen vaskulären und hepatotoxischen Nebenwirkungen der Glitazone gibt es in der Fachwelt derzeit konträre Meinungen und Diskussionen zu dieser Substanzgruppe.
Medknowledge-Nachtrag: Inzwischen ist eine aktuelle Studie (2), die noch mehr Daten zum Thema enthält, im März 2010 in der Fachzeitschrift "Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism" erschienen. Sie zeigte, dass das Risiko insbesondere bei alten Frauen hoch war.

Studie aus dem Jahr 2008 (1): In einer Beobachtungsstudie war das Fraktur-Risiko unter den Glitazonen häufiger als anderer Antidibetika

Ausführlichere Daten der 2008-Studie (1): 

Benutzung von Glitazonen und das Risiko einer Fraktur

HINTERGRUND: Glitazone können die Knochen negativ beeinflussen, aufgrund von verringerter Knochenbildung, sowie beschleunigtem Abbau von Knochen.

METHODEN: Diese Studie untersuchte die Verbindung zwischen der Benutzung von Glitazonen oder anderen oralen Antidiabetika, und dem Fraktur-Risiko. Diese verschachtelte Fall-Kontroll-Studie benutzte die UK General Practice Research Database. Die Fallpatienten waren zwischen 30 und 89 Jahre alt, und bei ihnen wurde zwischen Januar 1994 und Dezember 2005 eine Fraktur diagnostiziert. Als Kontrollpatienten wurden jeweils Patienten ausgewählt, die den Fallpatienten in Alter, Geschlecht, Zeitraum, und der besuchten allgemeinmedizinischen Praxis entsprachen. Es wurden die Wahrscheinlichkeits-Verhältnisse (engl. OR) untersucht, eine Fraktur zu erleiden, in Verbindung mit der Einnahme von Rosiglitazon, Pioglitazon, anderen oralen Antidiabetika oder Insulin.

ERGEBNISSE: Bei 1020 Fallpatienten ereignete sich eine Fraktur nach einem leichten Unfall, diesen Patienten wurden 3728 Kontrollpatienten zugeordnet. Nach einer Adjustierung für Alter, Body Mass Index, anderen Antidiabetika, weiterer Medikation sowie Komorbiditäten wurde eine OR für Patienten, die bereits 8 oder mehr Rezepte für Glitazone erhalten hatten (entspricht einer Therapiedauer von 12-18 Monaten), im Vergleich zu Patienten ohne Einnahme dieses Medikaments von 2,43 bestimmt (95% Konfidenz-Intervall [KI] 1,49-3,95). Rosiglitazon (OR 2,38; 95% KI 1,39-4,09) und Pioglitazon (OR 2,59; 95% KI 0,96-7,01) wurden häufiger eingenommen von Fallpatienten mit einer Fraktur (vornehmlich Hüft- und Handgelenks-Frakturen) als von Kontrollpatienten. Diese Verbindung war unabhängig vom Alter und Geschlecht des Patienten und tendierte dazu, mit zunehmender Glitazon-Dosis größer zu werden. Es wurde kein erheblich verändertes relatives Fraktur-Risiko in Verbindung mit der Einnahme anderer Antidiabetika gefunden.

SCHLUSSFOLGERUNG: Diese Untersuchung erbringt weitere Beweise für die mögliche Verbindung zwischen einer Langzeit-Benutzung von Glitazonen und Frakturen, insbesondere der Hüfte und des Handgelenks, bei Patienten mit Diabetes mellitus.

  1. Meier C et al. Use of thiazolidinediones and fracture risk. Arch Intern Med 2008 Apr 28; 168:820.

  2. Habib ZA et al. Thiazolidinedione use and the longitudinal risk of fractures in patients with type 2 diabetes mellitus. J Clin Endocrinol Metab 2010 Feb; 95:592.

Schlüsselwörter: Fraktur, Knochenschwund, Osteoporose, Bruch, Antidiabetika, Glitazon, Diastolische Dysfunktion, Ejektionsfraktion, Glitazone, Avandia, Actos, Herzinfarkt, Kardiologie, Pioglitazon, Rosiglitazon, antidiabetische Substanz, Hypertoniek Bluthochdruck, Niere, Nephropathie, kardiovaskuläres Risiko, Kardioprotektion, Vorsorge, Prophylaxe, Insulinresistenz, Diabetes Mellitus, Herzinsuffienz, Metformin,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013