Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Intensive Blutdruck-Senkung nach akuter zerebraler Blutung: Wann und Wie weit? 2008

Schlüsselwörter: Apoplex, Intensive Blutdruck-Senkung, akute zerebrale Blutung, Gehirn, Bltung, Hypertonie, Bluthochdruck, Blutdruck senken, Hirnblutung, Blutdrucksenkung, Vorsorge, Prävention, Sekundärprävention, Schlaganfall,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studie: Intensive Blutdruck-Senkung (Ziel-Blutdruck 140 mmHg) nach akuter Hirnblutung war dem Standard-Therapie des Blutdrucks (Ziel-Blutdruck 180 mmHg) zwar nicht überlegen, wurde aber insgesamt gut toleriert.

Vermutlich sind weder sehr hohe noch niedrige Blutdruckwerte für Patienten optimal. Mäßige Senkung des Blutdruckes um die 150 mm Hg wäre hier möglicherweise die bessere Vorgehensweise. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Intensive Blutdruck-Reduktion in einer Studie zur akuten zerebralen Blutung (INTERACT): eine randomisierte Pilot-Studie  

HINTERGRUND: Über die Auswirkungen der frühen Reduktion eines erhöhten Blutdrucks nach einer akuten intrazerebralen Blutung existieren viele Unsicherheiten. Das Ziel der Autoren war es, im Rahmen einer Einstiegs-Untersuchung in eine größere Studie, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Behandlung zu bemessen.

METHODEN: Patienten, bei denen innerhalb von 6 Stunden nach einer akuten, spontanen intrazerebralen Blutung die Diagnose durch eine CT-Untersuchung gesichert werden konnte, die weiterhin einen erhöhten systolischen Blutdruck (150-220 mmHg) hatten, und keine absolute Indikation oder Kontraindikation für die Behandlung besaßen, wurden randomisiert entweder einer frühen intensiven Reduzierung des Blutdrucks (Ziel-Blutdruck 140 mmHg systolisch; n=203) oder einer auf den Leitlinien basierenden Standard-Therapie des Blutdrucks (Ziel-Blutdruck 180 mmHg; n=201) zugeführt. Der Haupt-Wirksamkeits-Endpunkt war die relative Veränderung des Hämatom-Volumens nach 24 Stunden, sekundäre Wirksamkeits-Endpunkte bestanden u.a. aus weiteren Messungen des Hämatom-Volumens. Sicherheit und klinische Ergebnisse wurden über 90 Tage hinweg untersucht. Die Analyse war per Intention-To-Treat. Diese Studie wurde bei ClinicalTrials.gov unter der Nummer NCT00226096 registriert.

ERGEBNISSE: Die Ausgangs-Eigenschaften der Patienten waren in beiden Gruppen ähnlich, allerdings war das durchschnittliche Hämatom-Volumen in der Leitlinien-Gruppe geringer (12,7 ml, Standardabweichung 11,6) als in der Intensiv-Gruppe (14,3 ml, SA 14,5). Innerhalb der ersten Stunde nach der Randomisierung war der durchschnittliche systolische Blutdruck in der Intensiv-Gruppe 153 mmHg und in der Leitlinien-Gruppe 167 mmHg (Differenz 13,3 mmHg, 95% Konfidenz-Intervall 8,9-17,6 mmHg; p<0,0001). Zwischen der ersten und der 24. Stunde war der Blutdruck 146 mmHg in der Intensiv-Gruppe und 157 mmHg in der Leitlinien-Gruppe (Differenz 10,8 mmHg, 95% Konfidenzintervall 7,7-13,9 mmHg; p<0,0001). Das durchschnittliche relative Hämatom-Wachstum nach 24 Stunden war 36,3% in der Leitlinien-Gruppe und 13,7% in der Intensiv-Gruppe (Unterschied 22,6%, 95% Konfidenzintervall 0,6-44,5%; p=0,04). Nach einer Adjustierung für das initiale Hämatom-Volumen, und für die Zeit vom Ereignis bis zur CT-Untersuchung, unterschied sich das mediane Hämatom-Wachstum zwischen den Gruppen mit p=0,06. Die absolute Volumen-Differenz zwischen den Gruppen war 1,7 ml (95% Konfidenzintervall -0,5 bis 3,9, p=0,13). Das relative Risiko eines Hämatom-Wachstums von >/=33% oder >/=12,5 ml war in der Intensiv-Gruppe um 36% geringer (95% Konfidenzintervall 0-59%, p=0,05) als in der Leitlinien-Gruppe. Die absolute Risiko-Reduktion war 8% (95% Konfidenzintervall von -1,0 bis 17%, p=0,05). Die Therapie zur intensiven Reduzierung des Blutdrucks veränderte das Risiko für ungünstige Ereignisse oder sekundäre klinische Ergebnisse nach 90 Tagen nicht.

INTERPRETATION: Eine frühe und intensive Reduktion des Blutdrucks ist klinisch praktikabel, wird gut toleriert und scheint das Wachstum eines Hämatoms bei einer intrazerebralen Blutung zu reduzieren. Eine große randomisierte Studie wird benötigt um bei einer großen Breite von Patienten mit einer intrazerebralen Blutung die Auswirkungen auf die klinischen Ergebnisse festzustellen.

FINANZIERUNG: National Health and Medical Research Council of Australia .

  1. Anderson CS et al. Intensive blood pressure reduction in acute cerebral haemorrhage trial (INTERACT): A randomised pilot trial. Lancet Neurol 2008 May; 7:391.

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013