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Prostatakrebs: Vergleich verschiedener Behandlungen bei lokal begrenztem Prostatakarzinom, 2008

Schlüsselwörter: Prostatektomie, Operation, Prostataenfernung, asymptomatisch, Prostatakarzinom, Prostatakrebs, Laparoskopie, Laparoskopische radikale Prostatektomie, Operation, minimalinvasive Therapie Endoskopie,Krebstherapie, Krebs, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Evidenzlage über Nutzen und Schaden verschiedener Behandlungen bei regional begrenztem Prostatakarzinom ist erstaunlich dünn. Derzeit wird die randomisierte PIVOT-Studie durchgeführt, die bei durch PSA-diagnostizierte Prostatakrebs „Beobachten und Warten“ mit „Operatives Vorgehen (Radikale Prostatektomie)“ vergleichen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Übersichtsartikel: Vergleich von Nutzen und Gefahr verschiedener Behandlungen bei lokal begrenztem Prostatakarzinom.

HINTERGRUND: Bisher gibt es kaum Vergleichsuntersuchungen zur Wirksamkeit verschiedener Behandlungsmethoden bei lokal begrenztem Prostatakarzinom. ZIEL: Nutzen und Gefahr verschiedener Behandlungsmethoden bei lokal begrenztem Prostatakarzinom sollten verglichen werden.

DATENQUELLEN: MEDLINE (bis September 2007), Cochrane Library (bis Ausgabe 3/2007) und Cochrane Review Group in Prostate Diseases and Urologic Malignancies registry (bis November 2007). STUDIENAUSWAHL: Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) ohne Sprachbeschränkung sowie Beobachtungsstudien in Englisch, in denen Behandlungsmethoden bei Prostatakarzinom beurteilt und der klinische oder biochemische Outcome dargestellt war, wurden ausgewählt. DATENERFASSUNG: Die Informationen über Studiendesign, Probencharakteristika, Eingriffe und Outcome wurden von zwei Studienärzten zusammengestellt.

ERGEBNISSE: 18 RCTs und 473 Beobachtungsstudien entsprachen den Einschlusskriterien der Studie. Eine der RCT schloss hauptsächlich Männer ein, deren Erkrankung unabhängig vom Prostataspezifischen Antigen (PSA) entdeckt worden war. Die Gesamtmortalität war bei radikaler Prostatektomie im Vergleich zu alleiniger, engmaschiger Überwachung gesenkt (24% vs. 30%; p= 0,04). Die Prostatakarzinom-bezogene Mortalität war nach 10 Jahren verringert (5% vs. 10%; p = 0.01) (p = 0,04).  Die Wirksamkeit beschränkte sich auf Männer unter 65 Jahren, zeigte aber keine Assoziation zum Gleason-Score oder zum PSA-Ausgangsspiegel. In einer älteren, kleineren Studie wurde kein signifikanter Unterschied im Gesamtüberleben beim Vergleich von radikaler Prostatektomie und alleiniger, engmaschiger Überwachung festgestellt (Risikounterschied 0% [95% KI, -19% bis 18%]). Eine weitere kleine Studie ergab für die radikale Prostatektomie im Vergleich zur transkutanen Bestrahlung eine verringerte Rezidivrate nach 5 Jahren (14% vs. 39%; Risikounterschied 21%; p = 0,04). Die verschiedenen transkutanen Bestrahlungsmethoden zeigten keinen Unterschied in der Reduktion der Mortalität. In keiner der Studien wurde der primäre Androgenentzug analysiert. Ein Androgenentzug adjuvant zur radikalen Prostatektomie brachte im Vergleich zur radikalen Prostatektomie allein keine Verbesserung der biochemischen Progression (Risikounterschied 0% [KI, -7% bis 7%]). Brachytherapie, Kryotherapie, roboterassistierte radikale Prostatektomie, Photonenstrahltherapie und intensitätsmodulierte Strahlentherapie wurden in randomisierten Studien nicht untersucht. Beobachtungsstudien ergaben eine breite, innerhalb und zwischen den Studien überlappende Wirksamkeit der Behandlungsmethoden. Die Definition von Nebenwirkungen und Schweregrad variierte stark. Gemäß der Prostate Cancer Outcomes Study traten Harninkontinenz (> oder = einmal täglich) bei radikaler Prostatektomie häufiger auf (35%) als bei Strahlentherapie (12%) oder Androgenentzug (11%). Akute Gastrointestinalbeschwerden fanden sich häufiger bei Strahlentherapie (3%) und Androgenentzug (3%) als bei radikaler Prostatektomie (1%). Erektile Funktionsstörung wurde bei allen Behandlungen häufig festgestellt (58% bei radikaler Prostatektomie, 43% bei  Strahlentherapie und 86% bei Androgenentzug). Ein höherer Risiko-Score, berechnet unter Einbeziehung von histologischem Grad, PSA-Spiegel und Tumorstadium, war unabhängig von der Behandlungsmethode mit einem erhöhten Risiko für Krankheitsprogression und Rezidiv assoziiert. EINSCHRÄNKUNGEN: Die Wirksamkeit der Primärbehandlungen untereinander wurde in lediglich drei randomisierten Studien verglichen. Keine der Studien schloss Patienten ein, deren Prostatakarzinom über einen PSA-Test festgestellt wurde.

SCHLUSSFOLGERUNG: Nutzen und Gefahr verschiedener Behandlungen bei lokal begrenztem Prostatakarzinom sind aufgrund eingeschränkter Ergebnislage schwierig zu vergleichen. 

  1. Wilt TJ et al. Systematic review: Comparative effectiveness and harms of treatments for clinically localized prostate cancer. Ann Intern Med 2008 Mar 18; 148:435.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013