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Placebo-Effekt und Reizdarmsyndrom (Colon Irritabile), 2008

Schlüsselwörter: Placebo-Effekt, Reizdarmsyndrom, Colon Irritabile, Akupunktur, Placebo, Reizdarm, syndrom, Krankheit, Krankheitsbewältigung, coping, arzt-Patienten-Verhältnis, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Ein unterstützendes Arzt-Patienten-Verhältnis kann die Wirkung der Plazebo verstärken.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Bestandteile des Placebo-Effekts: randomisierte, kontrollierte Studie mit Patienten die am Reizkolon-Syndrom leiden.

Ziel: Die Untersuchung, ob “Placebo-Effekte” experimentell

in die Reaktion auf drei Bestandteile

- Beurteilung und Beobachtung

- therapeutische Gewohnheit („Scheinbehandlung“) und

- unterstützende Patienten-Arzt-Beziehung

aufgeteilt werden können und ob dann -kombiniert angewandt- eine klinische Verbesserung bei Patienten mit Reizkolon-Syndrom  zu erreichen ist.

Bestimmung der relativen Bedeutung dieser einzelnen Bestandteile.

Design: Einfach blinde, dreiarmige, randomisierte und kontrollierte Studie über 6 Wochen.

Studienort: Akademisches Lehrkrankenhaus.

Teilnehmer: 262 Erwachsene (davon 76% Frauen), Durchschnittsalter 39 (SD(=Standard-abweichung)14), mit einem Wert von mindestens 150 auf der Symptomen-Schweregrad-Skala („symptom severity scale“) nach den Rome II- Kriterien.

Interventionen: Für drei Wochen waren die Patienten entweder auf der Warteliste (Beobachtungsgruppe), wurden zum Schein akupunktiert („begrenzte“Gruppe) oder zum Schein akupunktiert in einem Patient-Arzt-Verhältnis, das von Wärme ,Aufmerksamkeit und Vertrauen geprägt war („verstärkte“ Gruppe). Nach drei Wochen wurde mit der Hälfte der Patienten (randomisiert zugeteilt) die Studie für weitere drei Wochen fortgeführt,

wobei sie in ihrer ursprünglichen Gruppe verblieben.    

Hauptmessparameter: Gesamtverbesserungs-Skala (Werte von 1-7), entsprechende Verbesserung der Symptome, Wert auf der Symptomen-Schweregrad-Skala  und die Lebensqualität .

Ergebnisse: Nach drei Wochen waren die Werte auf der Gesamtverbesserungs-Skala 3.8 (SD 1.0) in der Beobachtungsgruppe, 4.3 (SD1.4) in der „begrenzten“ Gruppe und 5.0 (SD1.3) in der „verstärkten“ Gruppe, entsprechend P<0.001 im Verlauf. Der Anteil derer, die eine entsprechende Verbesserung ihrer Symptome angaben, zeigte ein ähnliches Muster: 28% der Beobachtungsgruppe, 44% der „begrenzten“ Gruppe und 62% der „verstärkten“ Gruppe (P<0.001 im Verlauf). Die nächsten Messparameter wurden ähnlich bewertet , und zwar mit Werten auf der Symptomen-Schweregrad-Skala von 30 (63) bzw. 42 (67) bzw. 82 (89), P<0.001 und die Lebensqualität mit Werten von 3.6 (8.1) bzw. 4.1 (9.4) bzw. 9.3 (14), P>0.001.

Alle paarweise Vergleiche zwischen „begrenzter“ und „verstärkter“ Gruppe waren signifikant: Gesamtverbesserungs-Skala (P<0.001), entsprechende Verbesserung der Symptome (P<0.001), Werte auf der Symptomen-Schweregrad-Skala   (P=0.007) und die  Lebensqualität (P=0.01). Ähnliche Ergebnisse zeigten sich in der Nachuntersuchung nach 6 Wochen

Schlussfolgerung: Faktoren, die dem Placebo-Effekt zugeschrieben werden, können zunehmend in einer Art kombiniert werden, die einer stufenweise Dosissteigerung gleichen. Unspezifische Effekte können statistisch und klinisch zu signifikanten Therapieergebnissen führen und das Patienten-Arzt-Verhältnis hat daran den stärksten Anteil.  

  1. Kaptchuk TJ et al. Components of placebo effect: Randomised controlled trial in patients with irritable bowel syndrome. BMJ 2008 Apr 3

  2. Siehe auch: Studie: Akupunktur beim Reizdarmsyndrom (Colon Irritabile) weitgehend ein Placebo-Effekt, 10. Mai 2006 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013