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Basalinsulin bei Diabetes-Typ-II genauso effektiv wie präprandial-schnellwirkendes Insulin Lispro, 2008

Schlüsselwörter: Novorapid, altinsulin, langwirksames Insulin, Diabetes-Mellitus-Typ-II, Typ-I, Basalinsulin, Krankheit, Therapie, Behandlung, Medikament, Exenatide, Byetta, Lantus, Insulin Glargin, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 
Studie: Basalinsulin und Insulin Lispro hatten ähnliche Effekte auf den HbA1C-Spiegel, Patienten zogen jedoch Basalinsulin vor.
Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einmal-tägliche Gabe von basalem Insulin Glargin gegenüber dreimal-täglicher Gabe von Insulin Lispro zu den Mahlzeiten bei Typ-2 Diabetes-Patienten unter oraler Antidiabetika-Therapie: Eine offene, randomisierte, kontrollierte Studie.  

HINTERGRUND: Mit dem Fortschreiten des Typ-2 Diabetes reichen orale Antidiabetika oft nicht mehr aus, um den Blut-Glukose-Spiegel zu kontrollieren, so dass die Gabe von Insulin notwendig wird. Die Forscher untersuchten, ob die zusätzliche, einmal-tägliche Gabe von Insulin Glargin, der dreimal täglichen Gabe von Insulin Lispro zu den Mahlzeiten nicht unterlegen ist in der Kontrolle des Blut-Glukose-Spiegels bei Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2 Diabetes mellitus, die orale Antidiabetika einnehmen.

METHODEN: Diese 44-wöchige, parallele und offene Studie wurde an 69 Orten in Europa und Australien durchgeführt. 418 Patienten mit Typ-2 Diabetes, welcher durch orale Antidiabetika unzureichend eingestellt waren, wurde randomisiert entweder einmal täglich zur jeweils gleichen Tageszeit Insulin Glargin oder dreimal täglich Insulin Lispro verabreicht. Das Hauptziel war es, die Veränderungen des HbA1c vom Beginn bis zum Endpunkt der Studie nach 44 Wochen zwischen den beiden Gruppen zu vergleichen. Die Randomisierung wurde von einem zentralen Randomisierungs-Dienst vorgenommen. Die Analyse wurde Per Protocol durchgeführt. Die Studie wurde bei ClinicalTrials.gov unter der Nummer NCT00311818 registriert.

ERGEBNISSE: 205 Patienten wurden randomisiert dem Insulin Glargin zugeteilt, 210 Patienten dem Insulin Lispro. Die durchschnittliche Reduzierung des HbA1c in der Insulin Glargin-Gruppe war -1,7% (von 8,7% [Standardabweichung 1,0] auf 7,0% [0,7]) und -1,9% in der Insulin Lispro-Gruppe (von 8,7% [1,0%] auf 6,8% [0,9]). Die Differenz zwischen den beiden Gruppen lag damit unter der vorher definierten Grenze von 0,4% der Nicht-Unterlegenheit von Insulin Glargin (Unterschied = 0,157; 95% Konfidenzintervall von -0,008 bis 0,322). 106 Patienten (57%) erreichten HbA1c-Werte von 7% oder darunter in der Insulin Glargin-Gruppe und 131 Patienten (69%) erreichten diese Werte in der Insulin Lispro-Gruppe. In der Glargin-Gruppe war der Abfall des durchschnittlichen Blut-Glukose-Spiegels (-4,3 [Standardabweichung 2,3] mmol/L gegenüber -1,8 [2,3] mmol/L; p< 0,0001) und des nächtlichen Blut-Glukose-Spiegels (-3,3 [2,8] mmol/L gegenüber -2,6 [2,9] mmol/L; p=0,0041) besser als in der Insulin Lispro-Gruppe. Andererseits kontrollierte Insulin Lispro die postprandialen Blut-Glukose-Spiegel tagsüber besser (p<0,0001). Hypoglykämische Ereignisse waren unter Insulin Glargin mit 5,2 [95% Konfidenzintervall von 1,9 bis 8,9] Ereignissen pro Patient und Jahr unter Insulin Glargin seltener als unter Insulin Lispro mit 24,0 [95 % Konfidenzintervall von 21 bis 28] Ereignissen (p<0,0001). Die jeweilige durchschnittliche Gewichtszunahme war 3,01 (Standardabweichung 4,33) kg unter Insulin Glargin und 3,54 (4,48) kg unter Insulin Lispro. Die Verbesserung der Zufriedenheit mit der Behandlung war für Insulin Glargin größer als für Insulin Lispro (durchschnittlicher Unterschied 3,13; 95% Konfidenzintervall  von 2,04 bis 4,22).

INTERPRETATION: Ein Therapie-Schema in dem zusätzlich entweder basale oder prandiale Insulin-Analoga gegeben werden ist jeweils gleich wirksam in der Reduzierung des HbA1c. Die Forscher schließen daraus, dass Insulin Glargin eine einfache und wirksame Option im Beginn einer Insulin-Therapie darstellt, welche für Patienten zufrieden stellender ist, da sie mit einem niedrigeren Risiko einer Hypoglykämie, weniger Injektionen, selteneren Selbst-Kontrollen der Blut-Glukose und einer größeren Zufriedenheit des Patienten verbunden ist.

FINANZIERUNG: Sanofi-Aventis.

  1. Bretzel RG et al. Once-daily basal insulin glargine versus thrice-daily prandial insulin lispro in people with type 2 diabetes on oral hypoglycaemic agents (APOLLO): An open randomised controlled trial. Lancet 2008 Mar 29; 371:1073.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013