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Sollten die Patienten nach einer großen oberen gastrointestinalen-Operation sofort essen? 2008

Schlüsselwörter:  Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studie (1): Zwischen enteraler Sondenkost und orale Nahrungsaufnahme gab es  keinen Unterschied hinsichtlich der postoperativen Komplikationen

Inzwischen gibt es immer mehr neuartige Behandlungskonzepte für Patienten, die sich einer großen Operation unterziehen. Die neuen Verfahren (Fast Track Rehabilitation) verfolgen das Ziel, die Versorgung und die Genesung der operierten Patienten zu optimieren, und vor allem zu beschleunigen (2,3). Mediziner aus Norwegen haben diesmal in einer aktuellen Studie die Frage der Nahrungskarenz nach oberen gastrointestinalen (GI) Operationen unter die Lupe genommen.

Methodik: Frühe orale Nahrungsaufnahme für Patienten, die sich einer unteren gastrointestinalen (GI-Operation) oder einer nicht-GI-Operation unterzogen hatten, wird allmählich das Standard-Vorgehensweise. Bei oberen GI-Operationen jedoch wird der Patient in der Regel postoperativ für mehrere Tage auf Nahrungskarenz gesetzt und parenteral ernährt. Wissenschaftler aus Norwegen untersuchten, ob dieses Vorgehen sinnvoll ist. Insgesamt 447 Patienten mit oberer GI-Operation (meistens Gastrektomie, Pankreatikoduodenektomie oder partielle Leberresektion) wurden entweder für frühe orale Nahrungsaufnahme (Per-Os-Gruppe) am ersten Tag nach Operation oder für enterale-Sonden-Ernährung (Sondenernährung-Gruppe) für 5 Tage randomisiert.

Ergebnisse: Die Beobachtungsphase betrug 8 Wochen. 34% der Per-Os-Gruppe-Patienten und 28% der Sondenernährung-Gruppe entwickelten schwere Komplikationen (wie Pneumonie, Anastomosenleck, intraabdominelle Abszesse, Sepsis). Es gab zwischen den beiden Gruppen also keinen signifikanten Unterschied bezüglich der schweren und leichten Komplikationen. Die Zeit bis zur ersten Gasabgang (Flatus) als Zeichen der wieder einsetzenden Darmtätigkeit dauerte in der Sondenernährung-Gruppe zwar länger (3 vs. 2,6 Tage), der Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant. Die Reoperation-Rate (15,9% vs. 13.2%) und die 30-Tagesmortalität (4,4% vs. 5%) und waren ebenfalls in beiden Gruppen ähnlich.

Fazit: Die Wissenschaftler ziehen die Schlussfolgerung, dass es bei Patienten mit oberer gastrointestinaler Operation zwischen „oraler Nahrungsaufnahme am ersten postoperativen Tag“ und „enteraler Sondenernährung für Mehrere Tage“ keinen Unterschied hinsichtlich der postoperativen Komplikationen gab. Anders ausgedrückt die orale Ernährung am ersten Tag nach Operation erhöht im Vergleich zu konventionellen Vorgehensweise nicht die Morbidität auch nicht die Mortalität.

Medknowledge-Anmerkung: Es scheint, ein weiterer Dogma der Medizin gerät nach diesen Ergebnissen ins Wanken. Also wie im Leben bleibt auch im Medizin alles in Bewegung (1,2,3). 

  1. Lassen K et al. Allowing normal food at will after major upper gastrointestinal surgery does not increase morbidity: A randomized multicenter trial. Ann Surg 2008 May; 247:721

  2. Operation: Fast Track Rehabilitation in Chirurgie 

  3. Verzicht auf Darmvorbereitung bei elektiven Darmoperationen möglich, 21. Dezember 2007 

Studien haben bereits gezeigt, dass der transjugulare intrahepatische portosystemische Shunt (TIPS) bei der Therapie des refraktären Aszites effektiver.

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Stand: 25. Mai 2013