Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Schlaganfall: Prävention von Depressionen, 2008

Schlüsselwörter: Prävention von Depressionen, Suizid, Selbstmord, Krankheit, Schlaganfall, Apoplex, Therapie, Antidepressiva, Prognose, Sterberisiko und Major-Depression, Vorsorge, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Escitalopram (SSRI Cipralex®) und Problemlösungs-Therapie zur Prävention von Depressionen nach einem Schlaganfall war effektiv. Sollte man nach diesen Ergebnissen alle Post-Schlaganfall-Patienten antidepressiv behandeln? Oder wäre es nicht ratsamer, gezielt nach gefährdeten Patienten suchen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Escitalopram (Cipralex®) und Problemlösungs-Therapie zur Prävention von Depressionen nach einem Schlaganfall: Eine randomisierte kontrollierte Studie.
 KONTEXT: Depressionen treten bei mehr als der Hälfte der Patienten nach einem Schlaganfall auf. Depressionen nach einem Schlaganfall sind sowohl mit einem schlechteren Heilungsverlauf als auch mit schlechterer Wiederkehr der Alltagsaktivitäten sowie mit erhöhter Mortalität assoziiert. Die Prävention von Depressionen ist somit ein potentiell wichtiges Therapieziel.

ZIELSTELLUNG: Ziel war es zu untersuchen, ob eine Behandlung mit Escitalopram oder Problemlösungs-Therapie im Vergleich zu Placebo über das erste Jahr nach einem akuten Schlaganfall die Zahl der Fälle mit sich entwickelnden Depressionen verringern kann. STUDIENDESIGN UND _TEILNEHMER: Es wurde eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie zur Prävention von Depressionen bei 176 Patienten ohne Depressionen im Zeitraum 3 Monate nach einem akuten Schlaganfall (9. Juli 2003 bis zum 1. Oktober 2007) durchgeführt. Die 12-monatige Studie hatte 3 Studienarme: Einen doppelblinden Placebo-kontrollierten Vergleich von Escitalopram (n = 59) mit Placebo (n = 58) sowie eine nichtverblindete Problemlösungs-Therapie-Gruppe (n = 59). HAUPTENDPUNKT: Der Hauptendpunkt war die Entwicklung einer größeren oder milderen Depression nach Schlaganfall beurteilt nach Symptomen anhand der “Structured Clinical Interview for the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (Fourth Edition) (DSM-IV)” sowie den diagnostischen Kriterien von DSM-IV für Depressionen aufgrund eines Schlaganfalles mit größeren depressiven Episoden oder milderer Depression (dies war ein exploratives Kriterium).

ERGEBNISSE: Patienten, die Placebo erhielten, entwickelten mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit Depressionen als diejenigen Individuen, die Escitalopram erhielten (11 Fälle mit größerer und 2 Fälle mit milderer Depression [22,4%] versus 3 Fälle mit größerer und 2 Fälle mit milderer Depression [8,5%], adjustierte “Hazard Ratio” [HR], 4,5; 95% Konfidenzintervall [KI] 2,4-8,2; P < ,001). Die Wahrscheinlichkeit für Depressionen war unter Placebo höher als bei Individuen unter Problemlösungs-Therapie (5 Fälle mit größerer und 2 Fälle mit milderer Depression [11,9%], adjustierte “Hazard Ratio”, 2,2; 95% KI, 1,4-3,5; P < ,001). Diese Ergebnisse wurden statistisch gemäss der jeweiligen Krankengeschichte (Depressive Erkrankungen) adjustiert: Die Signifikanz im statistischen Modell blieb nach Berücksichtigung von möglichen Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Behandlungsort und Krankheitsschwere bestehen. Das Ergebnis der “Intention-to-treat”-Analyse zeigte, dass Escitalopram besser war als Placebo (23,1% versus 34,5%; adjustierte HR, 2,2; 95% KI, 1,2-3,9; P =,007), während Problemlösungs-Therapie nicht signifikant besser war als Placebo (30,5% versus 34,5%; adjustierte HR, 1,1; 95% KI, 0,8-1,5; P = ,51). Die konservative “Intention-to-treat”-Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass die 27 Patienten, die die randomisierte Behandlungsphase nicht begannen, Depressionen entwickelt hätten. Unerwünschte Ereignisse einschliesslich von Krankenhauseinweisungen (alle Ursachen), Übelkeit sowie unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit Escitalopram waren nicht-signifikant verschieden zwischen den 3 Behandlungsgruppen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: In dieser Studie an nichtdepressiven Patienten mit gerade durchgemachtem Schlaganfall bewirkt Escitalopram oder Problemlösungs-Therapie-Gruppe eine signifikant geringere Inzidenz von Depressionen über 12 Monate Behandlung im Vergleich mit Placebo. Jedoch führte eine Problemlösungs-Therapie nicht zu signifikant besseren Ergebnissen als Placebo in der konservativen “Intention-to-treat”-Analyse.

  1. Robinson RG et al. Escitalopram and problem-solving therapy for prevention of poststroke depression: A randomized controlled trial. JAMA 2008 May 28; 299:2391.  

  2. Siehe auch: Depression nach Schlaganfall: Therapie mit Antidepressiva

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013