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Prävalenz
der hypertrophen Kardiomyopathie bei
hoch-trainierten Athleten: Bedeutung für ein
Screening vor der Teilnahme an Wettkämpfen
ZIEL:
Diese Studie hatte als Ziel, die Prävalenz der
hypertrophen Kardiomyopathie (engl. HCM) bei
Elite-Athleten bestimmen. HINTERGRUND: Hypertrophe
Kardiomyopathie wird als häufigste Ursache eines
trainings-bezogenen plötzlichen Todes bei jungen
Athleten angesehen. Von der Prävalenz der HCM bei
Elite-Athleten wurde nie berichtet, aber sie hat
wichtige Auswirkungen in Bezug auf ein Screening auf
diese Krankheit vor der Teilnahme an Wettkämpfen.
METHODEN:
Zwischen 1996 und 2006 wurden 3.500 asymptomatische
Elite-Athleten, (75% männlich) mit einem
Durchschnittsalter von 20,5 (Standardabweichung 5,8
Jahre, Bereich von 14 bis 35 Jahren), einem
12-Kanal-EKG sowie einer zweidimensionalen
Echokardiographie unterzogen. Keine davon hatten
eine bekannte Familienanamnese für HCM.
ERGEBNISSE:
Von den 3.500 Athleten hatten 53 (1,5%) eine
links-ventrikuläre Hypertrophie (Durchschnitt 13,6
[Standardabweichung 0,9, Bereich von 13 bis 16]),
und von diesen hatten 50 einen dilatierten linken
Ventrikel mit normaler diastolischer Funktion, was
auf eine physiologische links-ventrikuläre
Hypertrophie hinwies. Drei (0,08%) Athleten mit
links-ventrikulärer Hypertrophie wiesen einen
nicht-dilatierten linken Ventrikel, und eine damit
verbundene tiefe T-Wellen Inversion auf, welche zu
einer HCM passen könnte. Dennoch hatte keiner
dieser drei Athleten bei weiteren nicht-invasiven
Tests andere phänotypische Merkmale einer HCM, und
keiner hatte Verwandte ersten Grades mit Merkmalen
einer HCM. Von den drei Athleten stimmte ein Athlet
einer 12-wöchigen Trainingspause zu. Dabei zeigte
sich eine Auflösung der Veränderungen im EKG und
in der Echokardiographie, so dass eine
physiologische links-ventrikuläre Hypertrophie bestätigt
wurde.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die Prävalenz von HCM bei hoch-trainierten Athleten
ist extrem selten. Strukturelle und funktionelle Veränderungen,
die mit einer HCM assoziiert sind, führen zu einer
Auslese der Individuen für Wettkampf-Sportarten.
Athleten mit Hilfe der Echokardiographie zu screenen
ist nicht kosteneffizient. Trotzdem kann das EKG
hilfreich dabei sein, die Personen mit einer möglicherweise
pathologischen links-ventrikulären Hypertrophie für
eine darauf folgende Echokardiographie-Untersuchung
auszuwählen.
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