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Cholesterin-Senkung
bei KHK: Wie oft sollten die Serumcholesterin-Werte kontrolliert
werden? 2008
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| Schlüsselwörter:
Pravastatin, Lipide, Fette, Schlaganfall, Statine,
Cholesterin-Werte, Herzinfarkt-Risiko, Ältere, Primärprophylaxe,
Sekundärprophylaxe, Vorsorge, Mortalität, LDL, HDL,
hypercholesterinämie, Lipid, Cholesterin-Messung-Screening, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und
Studien. |
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Studie
mit KHK-Patienten, deren Cholesterin mit Pravastatin
(Pravasin) gesenkt wurde - Bei complianten Patienten
mit zufrieden stellenden Cholesterin-Werten reicht
es die Serumcholesterin-Werte alle 3-5 Jahre zu
kontrollieren
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Laufende
Kontrollen der Serumcholesterin-Werte: Messfehler
oder wahre Veränderungen?
HINTERGRUND: Laufende Kontrollen der
Serumcholesterin-Werte sind eine verbreitete
Massnahme jedoch ist der optimale Zeitabstand
zwischen den Messungen nicht bekannt, daher gibt es
keine einheitliche tägliche Praxis. ZIELSTELLUNG:
Ziel war es, in Patienten unter cholesterinsenkender
medikamentöser Behandlung die Variabilität im
initialen Ansprechen auf die Behandlung, weiterhin
den Langzeiteffekt im Vergleich zum initialen Effekt
sowie die Langzeitveränderungen des “on-treatment”-Cholesterinspiegels
("signal") trotz der kurzfristigen
intraiindividuellen Variabilität
("Hintergrundrauschen") zu messen.
STUDIENDESIGN: Analyse der Cholesterin-Messwerte aus
der LIPID (Long-Term Intervention with Pravastatin
in Ischaemic Disease) Studie: Randomisierte,
placebo-kontrollierte Studie in Australien und
Neuseeland (Juni 1990 bis Mai 1997). PATIENTEN: 9014
Patienten mit bekannter koronarer Herzkrankheit,
welche randomisiert entweder Pravastatin oder
Placebo erhielten. MESSMETHODIK: Seriell wurden
Cholesterinkoncentrationen zum Zeitpunkt der
Randomisierung, nach 6 Monaten und nach 12 Monaten,
danach dann jährlich über 5 Jahre gemessen.
ERGEBNISSE:
Sowohl die Placebo- als auch die Pravastatingruppe
zeigten geringe Anstiege in der intraindividuellen
Variabilität über die Zeit. Die geschätzte
intraindividuelle Standardabweichung SD stieg von
0,40 mmol/L (15 mg/dL) (Variationskoeffizient, 7%)
auf 0,60 mmol/L (23 mg/dL) (Variationskoeffizient,
11%). Jedoch dauerte es fast 4 Jahre, bis die
Langzeitvariabilität die Langzeitvariabilität übertraf.
Dieser langsame Anstieg der Variabilität sowie der
moderate Anstieg des mittleren Cholesterinspiegels
(ca. 2% pro Jahr) machen es wahrscheinlich, dass der
größte Teil der Variabilität auf der sowohl
biologischen und analytischen Kurzzeitvariabilität
beruhen. Unsere Berechnungen legen nahe, dass bei
Patienten mit Cholesterinspiegeln 0,5 mmol/L oder
mehr unterm Zielwert (> oder =19 mg/dL), laufende
Kontrollen der Serumcholesterin-Werte eher mehr
falsch-positive Ergebnisse als richtig-positive über
mindestens die ersten 3 Jahre nach Therapiebeginn
detektieren. EINSCHRÄNKUNGEN: Patienten mögen
unterschiedlich auf
Nicht-Pravastatin-Cholesterin-Senker ansprechen. Zukünftige
Werte für nichtadherente Patienten wurden
angerechnet.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Das Signal-Rausch-Verhältnis beim
Cholesterin-Monitoring ist schwach. Das Signal eines
kleinen Anstieges des Serum-Cholesterin-Spiegels ist
schwer zu detektieren gegenüber dem Hintergrund
einer Kurzzeit-Variabilität von 7%. Bei jährlichen
Wiederholungsmessungen bei adhärenten Patienten
erschienen viele scheinbare Cholesterin-Anstiege
falsch-positiv. Unabhängig vom jeweiligen
Terminplan zur Einbestellung könnten die Zeitabstände
für Cholesterin-Serum-Messungen für Patienten
unter einer dauerhaften cholesterin-senkenden
Behandlung vergrössert werden.
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-
Glasziou
PP et al. for the Lipid Study Investigators.
Monitoring cholesterol levels: Measurement error
or true change? Ann Intern Med 2008 May 6;
148:656
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