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Multiple Biomarker als Prädiktoren für kardiovaskuläre Mortalität, 2008

Schlüsselwörter: Multiple Biomarker, Prädiktoren, kardiovaskuläre Mortalität, Herzinfarkt, Adipositas, Übergewicht, kardiovaskulärer Risikofaktor, Hypertonie, Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin, Troponin-I-Test, N-terminales Pro-BNP, Nierenversagen, Cystatin-C, Zystatin-C, Herzinsuffienz, Nierenversagen, Niereninsuffienz, Entzündung, CRP, C-Reaktives Protein, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Für die kardiovaskuläre Risikostratifizierung gibt es anerkannte traditionelle Risikofaktoren (wie Hypertonie, Rauchen, Diabetes, Adipositas, Hypercholesterinämie).

In einer aktuellen Studie (1) haben Wissenschafter überprüft, ob das Einbeziehen verschiedener Biomarker zu den traditionelle Risikofaktoren die Vorhersagekraft für kardiovaskuläre Komplikationen verbessert. In der  Studie wurden vier Biomarker überprüft,  die auf myokardiale Zellschaden (Troponin-I, N-terminales Pro-BNP), Nierenversagen (Cystatin-C) und Entzündung (CRP: C-Reaktives Protein) hinweisen.

Die Studienergebnisse ergaben, dass Berücksichtigung der Vier Biomarker die Risikostratifizierung und Voraussage für einen Tod durch kardiovaskuläre Ursachen bei älteren Männern verbessert. Direkte therapeutischen Implikationen lassen sich daraus noch nicht ableiten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Benutzung verschiedener Biomarker verbessert die Vorhersage eines Todes durch kardiovaskuläre Ursachen  

HINTERGRUND: Der Nutzen des Einbeziehens verschiedener Biomarker, für unterschiedliche Krankheiten, bei der Vorhersage eines Todes durch kardiovaskuläre Ursachen bei älteren Menschen, wurde nach dem Wissen der Autoren dieses Artikels nicht untersucht.

METHODEN: Es wurden Daten der Längsschnitt-Studie erwachsener Männer aus Uppsala (engl. ULSAM), eine Bevölkerungs-basierte Kohorte älterer Männer,  benutzt, um zu untersuchen, ob eine Kombination von Biomarkern, die auf myokardialen Zellschaden, Nierenversagen und Entzündung hinweisen (Troponin I, N-terminales Pro-BNP, Cystatin C bzw. C-Reaktives Protein), die Risikostratifizierung einer Person, über die etablierten Faktoren für kardiovaskuläre Krankheiten (Alter, systolischer Blutdruck, Benutzung antihypertensiver Therapie, Gesamt-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Benutzung Lipid-senkender Therapie, Vorhandensein eines Diabetes, Rauchen, Body-Mass-Index) hinaus, verbessern kann.

ERGEBNISSE: Zum Zeitpunkt des Follow-Ups (Median nach 10,0 Jahren) waren 315 der 1135 Teilnehmer der Studie verstorben (durchschnittliches Ausgangs-Alter: 71 Jahre). 136 dieser Todesfälle waren kardiovaskulär verursacht. In einem Gefahren-Verhältnis-Modell nach Cox, welches für die etablierten Risikofaktoren adjustiert wurde, sagten alle Biomarker das Todesrisiko durch kardiovaskuläre Ursachen bedeutsam voraus. Die C-Statistik erhöhte sich bedeutsam wenn die vier Biomarker in ein Modell mit den etablierten Risikofaktoren eingebunden wurden, sowohl in der ganzen Kohorte (C-Statistik mit Biomarkern verglichen zur Nicht-Berücksichtigung der Biomarker: 0,766 verglichen zu 0,664; p<0,001) als auch in der Gruppe von 661 Teilnehmern die am Ausgangspunkt der Studie keine kardiovaskuläre Krankheit  aufwiesen (0,748 bzw. 0,688; p=0,03). Die Verbesserung der Risiko-Bestimmung blieb bedeutsam auch wenn sie durch andere statistische Bemessungen eingeschätzt wurde.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Daten deuten darauf hin, dass bei älteren Männern, mit oder ohne vorhandene kardiovaskuläre Krankheit, die gleichzeitige Berücksichtigung verschiedener Biomarker für kardiovaskuläre und renale Schäden, die Risikostratifizierung für einen Tod durch kardiovaskuläre Ursachen verbessert. Die Verbesserung der Risiko-Einschätzung geht über ein Modell, welches lediglich die etablierten Risiko-Faktoren einbezieht, hinaus.

  1. Zethelius B et al. Use of multiple biomarkers to improve the prediction of death from cardiovascular causes. N Engl J Med 2008 May 15; 358:2107

 

 

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Stand: 25. Mai 2013