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Ergebnisse
einer aktuellen Studie (1) ergaben, dass die Veränderungen
der Lipid-Werte in den ersten vier Tagen nach
einem akuten Koronar-Syndrom weniger ausgeprägt
sind, als frühere Arbeiten gezeigt hatten. Somit können
die anfänglichen Lipid-Spiegel (vor allem
LDL-Cholesterin) dafür benutzt werden, falls
notwendig eine Therapie mit Lipid-Senkern
(vorwiegende Statine) einzuleiten.
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Lipid-Spiegel
nach akutem Koronar-Syndrom
ZIEL:
Diese Analyse der LUNAR-Studie untersuchte die Veränderungen
der Lipid-Werte, zwischen dem 1. und dem 4. Tag nach
einem akuten Koronar-Syndrom, jeweils vor dem Beginn
einer Behandlung im Rahmen der Studie.
HINTERGRUND:
Frühere Untersuchungen weisen darauf hin, dass der
Cholesterin-Spiegel nach einem akuten
Koronar-Syndrom bedeutsam sinkt. Allerdings waren
die meisten dieser Untersuchungen klein, oder in
ihnen wurde das LDL-Cholesterin nicht direkt
gemessen. Viele benutzten auch retrospektive Daten,
oder Messwerte von nicht-nüchternen Patienten. Vor
kurzem durchgeführte Untersuchungen weisen darauf
hin, dass die Veränderungen der Cholesterin-Spiegel
nach einem akuten Koronar-Syndrom weniger ausgeprägt
sind.
METHODEN:
Die LUNAR-Studie ist eine prospektive,
multizentrische, randomisierte Open-Label-Studie an
Erwachsenen die aufgrund eines Myokard-Infarktes mit
(STEMI) oder ohne (non-STEMI) ST-Strecken-Erhöhung,
oder einer instabilen Angina in ein Krankenhaus
aufgenommen wurden. Blut-Proben wurden jeweils
median 26 Stunden (Tag 1, nüchterne oder nicht-nüchterne
Probe), 43 Stunden (Tag 2, nüchterne Probe) und 84
Stunden (Tag 4, nüchterne Probe) nach dem Beginn
der akuten Koronar-Syndrom-Symptomatik abgenommen.
An diesen Proben wurde eine direkte Messung der
Serum-Lipid-Spiegel durchgeführt, bevor eine
Behandlung im Rahmen der Studie begonnen wurde.
ERGEBNISSE:
Von den 507 Patienten, die der Analyse zur Verfügung
standen, wurden 212 mit einer STEMI-Diagnose, 176
mit einer non-STEMI-Diagnose und 119 mit der
Diagnose einer instabilen Angina in ein Krankenhaus
aufgenommen. Die durchschnittlichen
LDL-Cholesterin-Werte sanken in den ersten 24
Stunden nach der Aufnahme ins Krankenhaus von 136,2
auf 133,5 mg/dl, gefolgt von einem Anstieg über die
folgenden zwei Tage auf 141,8 mg/dl. Diese Veränderungen
scheinen klinisch bdeutungslos. Das
Gesamt-Cholesterin veränderte sich ähnlich,
kleinere Veränderungen wurden beim HDL-Cholesterin
beobachtet. Die nüchternen Triglycerid-Spiegel veränderten
sich nicht.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die durchschnittlichen Lipid-Spiegel verändern sich
in den ersten vier Tagen nach einem akuten
Koronar-Syndrom relativ wenig und können daher
benutzt werden, um eine Therapie mit Lipid-Senkern
auszuwählen.
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