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Schilddrüse: Was ist der obere Referenzbereich für TSH? 2008

Schlüsselwörter:  Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Über den TSH-Referenzbereich wird derzeit kontrovers diskutiert. Manche Endokrinologen schlagen für die obere TSH-Grenze sogar Werte um  2.5 µIU/mL (derzeit um 4-5 µIU/mL).

In einer aktuellen Studie aus den USA (1) wurde bei 1861 zufällig ausgesuchten Personen mittleren Alters die TSH-Werte untersucht. Alle Probanden mit bekannten Schilddrüsen-Krankheiten, laborchemischen oder sonographischen Auffälligkeiten wurden von der Studie ausgeschlossen. Nach der Analyse der Daten schlagen die Untersucher einen oberen Referenzbereich um 4.0 µIU/mL für normale TSH-Serum-Werte vor.

Wir hatten bereits im Februar 2008 eine Studie über Interpretation von leicht erhöhten TSH-Werten bei älteren Patienten rezensiert (2)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Thyreotropin-Spiegel bei Patienten ohne Hinweise durch Autoantikörper, Ultraschall-Untersuchungen oder klinische Zeichen auf eine Schilddrüsen-Erkrankung: Bedeutung für die Diagnose einer subklinischen Hypothyreose.  

KONTEXT: Die aktuelle Diskussion, den oberen Grenzwert des TSH-Referenzbereiches auf 2,5 µU/ml zu erniedrigen, hat potentiell bedeutsame Auswirkungen auf die Diagnose und Behandlung der subklinischen Hypothyreose weltweit.

ZIEL: Die Autoren berichten von der Untersuchung der TSH-Spiegel, in einer Population ohne Hinweis auf eine Schilddrüsen-Erkrankung, u.a. belegt durch eine reguläre Schilddrüse in der Ultraschall-Untersuchung.

GESTALTUNG: Eine Untergruppe der Hanford Thyroid Disease Study-Kohorte wurde verwandt, um die Verteilung von TSH-Werten zu untersuchen, bei einer Population ohne Hinweis auf eine Schilddrüsenerkrankung, mit einem seronegativen Befund für Schilddrüsen-Autoantikörper, sowie einer regulären Schilddrüse in der Ultraschall-Untersuchung. Die Verteilungsform der TSH-Werte wurde verglichen mit der Gauß-Verteilung, sowie mit der logarithmischen Normalverteilung.

UMFELD: Diese Studie wurde in der allgemeinen Bevölkerung durchgeführt. TEILNEHMER: Von 1861 Teilnehmern an der Hanford Thyroid Disease Study, bei denen sowohl TSH durch ELISA gemessen wurde als auch auf Thyreoperoxidase-Antikörper getestet wurde, bildeten 766 die normale Referenzgruppe 3 (NRG-3), ohne Hinweis auf eine Schilddrüsen-Erkrankung, mit negativem Antikörper-Befund und regulärer Schilddrüse in der Ultraschall-Untersuchung.

HAUPT-ZIEL-KRITERIUM: Der TSH-Spiegel wurde gemessen.

ERGEBNISSE: Die Verteilung der TSH-Werte in NRG-3 war rechts schief und folgte annähernd einer logarithmischen Normalverteilung. Die beste Schätzung für die 97,5te Perzentile, den Prozentsatz über 2,5 µU/ml und den Prozentsatz über 3,0 µU/ml für TSH bei einem immunochemiluminometrischen Test war jeweils 4,1 µU/ml, 20% beziehungsweise 10,2%.

SCHLUSSFOLGERUNG: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Referenzbereich für TSH-Werte verengt werden sollte, und unterstützen einen Wert von ungefähr 4,0 als oberen Referenz-Wert.

  1. Hamilton TE et al. Thyrotropin levels in a population with no clinical, autoantibody, or ultrasonographic evidence of thyroid disease: Implications for the diagnosis of subclinical hypothyroidism. J Clin Endocrinol Metab 2008 Apr; 93:1224.  

  2. Hypothyreose: Interpretation von leicht erhöhten TSH-Werten bei älteren Patienten, 2008

 

 

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Stand: 25. Mai 2013