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Was kam zuerst, Nierenfunktionsstörung oder Hypertonie?

Schlüsselwörter: Zystatin C, Primäre Nierenfunktionsstörung, Dialyse, ACE-hemmer, AT-Blocker, Hypertonie, Bluthochdruck, Glomerulonephritis, Niere, Nierenentzündung, Cystatin C-Spiegel, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Renale Dysfunktion könnte bei einigen Patienten bei der Entstehung der essentiellen Hypertonie (Bluthochdruck ohne Ursache) eine Rolle spielen. In einer aktuellen Studie (1) hatten Patienten, die einen Cystatin C-Spiegel (Marker für Nierenfunktionsstörung) im höchsten Quartil aufwiesen, ein 31-prozent höheres Hypertonie-Risiko.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Unterschiede in der Nierenfunktion und neu auftretendem Bluthochdruck: Die Multi-ethnische Arteriosklerose-Studie.  

HINTERGRUND: Nierenkrankheiten und Bluthochdruck liegen oft gemeinsam vor, aber die Richtung dieser Verbindung wird immer noch diskutiert.

ZIEL: Es sollte untersucht werden, ob frühe Nieren-Funktionsstörungen - gemessen am Cystatin C-Spiegel im Serum und der Albuminausscheidung im Urin - einem Bluthochdruck vorausgehen, bei Erwachsenen ohne klinisch erkannte Nierenkrankheit oder kardiovaskuläre Krankheit.

DESIGN: Beobachtende Kohorten-Studie unter Benutzung von Daten der Jahre 2000 bis 2005.

UMFELD: Die MESA (Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis), eine bevölkerungsbezogene Studie subklinischer kardiovaskulärer Erkrankungen bei Patienten im Alter von 45 bis 84 Jahren.

TEILNEHMER: 2767 Teilnehmer an MESA, ohne vorhandenen Bluthochdruck, ohne kardiovaskuläre Erkrankung und ohne eine klinisch festgestellte Nierenfunktionsstörung (definiert als eine geschätzte glomeruläre Filtrationsrate unter 60 ml/min pro 1,73 m² oder eine vorhandene Mikroalbuminurie).

MESSUNGEN: Cystatin C wurde bestimmt durch Benutzung eines Nephelometers. Albumin und Kreatinin im Urin wurden im Morgenurin gemessen. Der Haupt-Endpunkt war ein neu auftretender Bluthochdruck, definiert als ein systolischer Blutdruck von mindestens 140 mmHg, einem diastolischen Blutdruck von mindestens 90 mmHg, oder der Benutzung eines antihypertensiven Medikaments.

ERGEBNISSE: Bei einer Follow-up-Untersuchung (im Median nach 3,1 Jahren), hatten 19,7% (545) der Teilnehmer Bluthochdruck entwickelt. Nach einer Adjustierung für etablierte Risiko-Faktoren für Bluthochdruck, wurde jeder 15 nmol/L-Anstieg des Cystatin C-Spiegels in Verbindung gebracht mit einer, statistisch bedeutsamen, 15% höheren Inzidenz für Bluthochdruck (P = 0,017). Das höchste geschlechts-spezifische Quartil des Albumin-Kreatinin-Quotienten im Urin war verbunden mit einer, statistisch unbedeutsamen, 16% höheren Inzidenz für Bluthochdruck (P = 0,192) im Vergleich zum niedrigsten Quartil. Es gab keine statistischen Befunde die auf eine multiplikative Interaktion hinwiesen.

EINSCHRÄNKUNGEN: Durch nicht gemessene Werte wurde die beobachtete Verbindung von Nieren-Parametern und Bluthochdruck eventuell verwechselt. Die Follow-up Untersuchung fand relativ früh statt. Patienten mit Bluthochdruck, welcher nur zwischen den Untersuchungen im Rahmen der Studie vorhanden war, oder der durch die Standard-Manschettenmessung nicht gefunden wurde, wurden eventuell übersehen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Unterschiede in der Nierenfunktion, angezeigt durch Cystatin C-Spiegel, sind verbunden mit neu auftretendem Bluthochdruck bei Patienten ohne klinische Nieren- oder kardiovaskuläre Erkrankung. Diese bevölkerungsbezogenen Ergebnisse ergänzen weitere experimentelle Arbeiten, welche frühe Nierenschäden in die Pathogenese der essentiellen Hypertonie mit einschließen.

  1. Kestenbaum B et al. Differences in kidney function and incident hypertension: The Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis. Ann Intern Med 2008 Apr 1; 148:501.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013