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Routine-Screening
auf Helicobacter pylori (HP): ein 5-Jahres-Follow-up, 2008
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Lymphom, Ulkus, Magengeschwür, Magenkrebs-Prävention, Vorsorge,
Eradikationstherapie, Helicobacter Pylori-Screening,
Eradikationstherapie, Vorsorge, Eradikation, Magenulkus, HP,
Magenkarzinom, Adenokarzinom,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Aus
Dänemark wurden 12.000 Teilnehmer auf eine
HP-Screening-Gruppe für
Helicobacter-Pylori-Infektion oder auf eine
Non-Screening-Gruppe randomisiert. Helicobacter
pylori wurde mit einem Serum-Antikörper-Test
gesucht, bei positiven AK-Befund wurde zur Bestätigung
ein Atemtest durchgeführt. Etwa 18% der Teilnehmer
in der HP-Screening-Gruppe, die positiv getestet
wurden, erhielten eine Eradikationstherapie.
Lebensqualität,
Einsatz der Säurehemmer (PPIs) und Dyspepsie (Sodbrennen)-Rate
waren mit und ohne Screening ähnlich. Die Screening
führte zu einem Kostenanstieg.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Auswirkung
eines bevölkerungsweiten Screenings auf
Helicobacter pylori: ein 5-Jahres-Follow-up.
HINTERGRUND:
Durch Screening und Eradikation von Helicobacter
pylori (H. pylori) könnte die Inzidenz von
Magenkrebs, peptischem Ulkus und
Ulkus-Komplikationen reduziert werden. Des
Weiteren könnte bei einem kleinen Teil von
Patienten mit funktioneller Dyspepsie die
Symptomatik verringert werden. ZIELE: In der Studie
sollte untersucht werden, inwieweit ein bevölkerungsweites
Screening mit Behandlung von H. pylori die Prävalenz
einer Dyspepsie beeinflusst. Als sekundärer Outcome
sollte der Einfluss auf den Dyspepsie-bezogenen
Behandlungsbedarf und die Lebensqualität über 5
Jahre bestimmt werden. METHODEN: Von 1998-1999
wurden 40- bis 65-jährige Studienteilnehmer einer
H. pylori Screening- und Behandlungsgruppe
beziehungsweise einer Kontrollgruppe randomisiert
zugeteilt. Fünf Jahre später wurde ihnen ein
Fragebogen zugesandt, anhand dessen Dyspepsie-Prävalenz
und Lebensqualität bestimmt werden sollte. Zusätzlich
wurden Informationen zu Endoskopieuntersuchungen und
Arzneimittelverschreibungen zusammengetragen.
Parallel zur randomisierten Studie wurde eine
Wirtschaftlichkeitsbewertung durchgeführt.
ERGEBNISSE:
Von anfänglich 12530 Teilnehmern wurden 11065 (88%)
weiter verfolgt und zum 5-Jahres-Follow-up
kontaktiert. Die Rücklaufrate der Fragebogen lag
bei 94%. Zu Beginn der Studie wurden 17,5% der
Teilnehmer der Screening-Gruppe positiv für H.
pylori getestet. Die absolute Reduktion von
Dyspepsie im ersten Jahr betrug in der
Screening-Gruppe 4%, während in der Kontrollgruppe
ohne Screening keine Veränderung festgestellt
wurde. Diese Rate blieb während der folgenden vier
Jahre konstant. Die Lebensqualität blieb unverändert.
Ein kleiner Effekt zeigte sich bei der Häufigkeit
der Arztbesuche aufgrund von Dyspepsie und der
Krankheitstage, nicht aber bei der Verschreibung von
Ulkus-Medikamenten. Die Ulkus-Inzidenz zeigte sich
in der Screening-Gruppe um 33% gegenüber der
Kontrollgruppe gesenkt (107 Ulkus-Fälle vs. 148
Ulkus-Fälle).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Ein bevölkerungsweites H. pylori Screening- und
Behandlungs-Programm in einer Region mit niedriger
Prävalenz von H. pylori zeigte nur einen mäßigen,
nicht signifikanten Einfluss auf die Dyspepsie-Rate.
Die Häufigkeit von Arztbesuchen und Anzahl der
Krankheitstage aufgrund von Dyspepsie wurden mäßig
aber signifikant beeinflusst. Die Ulkus-Inzidenz war
verringert. Die Maßnahmen führten aufgrund von H.
pylori Screening und Behandlung insgesamt zu einem
Kostenanstieg.
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-
Hansen
JM et al. Effect of a community screening for
Helicobacter pylori: A 5-year follow-up study.
Am J Gastroenterol 2008 May; 103:1106
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