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Lungenembolie-Diagnose
mit der Multidetektor-Computertomographie alleine
oder in Kombination mit der Sonographie des tiefen
Beinvenensystems
Die
Mehrschicht-Spiral-Computertomographie (Multislice-CT,
MSCT)) kombiniert mit der Messung der D-Dimere kann
eine Lungenembolie bei Patienten mit einer niedrigen
bis mittleren klinischen Wahrscheinlichkeit für
diese Krankheit sicher ausschließen. In einer
randomisierten non-inferiority-Studie im „Lancet“
wurde diese Kombination verglichen mit einer
Strategie, bei der eine negative
Ultraschalluntersuchung der tiefen Beinvenen und zusätzlich
eine negative MSCT zum Ausschluss einer
Lungenembolie gefordert wurden.
1819
aufeinander folgende ambulante Patienten mit der
klinischen Verdachtsdiagnose Lungenembolie wurden in
eine multizentrische randomisierte
non-inferiority-Studie eingeschlossen, bei der zwei
Strategien verglichen wurden: Klinische
Wahrscheinlichkeitseinschätzung und entweder
D-Dimer-Messung und MSCT oder D-Dimer-Messung,
Ultraschalluntersuchung der Beinvenen und MSCT.
Patienten
mit einer hohen klinischen Wahrscheinlichkeit nach
dem Revised-Geneva-Score und einem negativen Abklärungsergebnis
wurden in beiden Gruppen weiter untersucht. Der primäre
Zielparameter war das Thromboembolierisiko nach 3
Monaten bei Patienten, die aufgrund eines
Lungenembolie-Auschlusses mit Hilfe einer
diagnostischen Strategie keine weitere Behandlung
erhielten.
Ergebnisse:
Die Prävalenz der Lungenembolie betrug 20,6% bei
beiden Gruppen. Wir analysierten 855 Patienten der
DD-US-CT Gruppe und 838 der DD-CT-Gruppe. Das
3-Monats-Thromboembolierisiko betrug 0,3 % bei der
DD-US-CT-Gruppe und 0,3% bei der DD-CT-Gruppe. In
der DD-US-CT-Gruppe zeigte die
Ultraschalluntersuchung bei 53 von 574 Patienten
(9%) eine Thrombose der tiefen Beinvenen, somit
wurde keine MSCT durchgeführt.
Fazit:
Die Kombination aus D-Dimer-Test und MS-CT ist zum
Ausschluss einer Lungenembolie ebenso sicher wie die
Kombination aus D-Dimer-Test, Sonographie der
Beinvenen und MS-CT. Die Sonographie könnte bei
Patienten mit Kontraindikationen für eine
Computertomographie von Nutzen sein.
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