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Lungenembolie-Diagnose: Multidetektor-Computertomographie macht Ultraschall-Untersuchtung der Beine unnötig, 2008

Schlüsselwörter: Multislice-CT, Multidetektor-Computertomographie Pulmonale Embolie, Therapie, Behandlung, Medikament, Spirale Computer-Tomographie, CT, Lungenszintigraphie, Beinvenen-Doppler-Sonographie, Pulmonale Angiographie, Embolie, D-Dimer-Test, Thrombose, Lungenembolie, Beinvenenthrombose und Ultraschalluntersuchung, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studie (1): Eine vereinfachte Vorgehensweise mit Multidetektor-CT war wirksam und kostenfeffektiv, diese bestand aus der direkten Durchführung von Multidetektor-CT bei Hochrisiko-Patienten. Patienten mit hoher klinischer Wahrscheinlichkeit (2, 3) für eine Lungenembolie, oder mit niedriger Wahrscheinlichkeit aber positivem D-Dimer-Test wurden als Hochrisiko-Patienten angesehen. Bei dieser Patientengruppe konnte man weitgehend auf die Sonographie der Beinvenen verzichten.

Die Sonographie könnte bei Patienten mit Kontraindikationen für eine Computertomographie (wie Konrastmittellallergie) oder mit klinischen Symptomen einer Beinvenenthrombose von Nutzen sein.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Lungenembolie-Diagnose mit der Multidetektor-Computertomographie alleine oder in Kombination mit der Sonographie des tiefen Beinvenensystems

Die Mehrschicht-Spiral-Computertomographie (Multislice-CT, MSCT)) kombiniert mit der Messung der D-Dimere kann eine Lungenembolie bei Patienten mit einer niedrigen bis mittleren klinischen Wahrscheinlichkeit für diese Krankheit sicher ausschließen. In einer randomisierten non-inferiority-Studie im „Lancet“ wurde diese Kombination verglichen mit einer Strategie, bei der eine negative Ultraschalluntersuchung der tiefen Beinvenen und zusätzlich eine negative  MSCT zum Ausschluss einer Lungenembolie gefordert wurden. 

 

1819 aufeinander folgende ambulante Patienten mit der klinischen Verdachtsdiagnose Lungenembolie wurden in eine multizentrische randomisierte non-inferiority-Studie eingeschlossen, bei der zwei Strategien verglichen wurden: Klinische Wahrscheinlichkeitseinschätzung und entweder D-Dimer-Messung und MSCT oder D-Dimer-Messung, Ultraschalluntersuchung der Beinvenen und MSCT.

Patienten mit einer hohen klinischen Wahrscheinlichkeit nach dem Revised-Geneva-Score und einem negativen Abklärungsergebnis wurden in beiden Gruppen weiter untersucht. Der primäre Zielparameter war das Thromboembolierisiko nach 3 Monaten bei Patienten, die aufgrund eines Lungenembolie-Auschlusses mit Hilfe einer diagnostischen Strategie keine weitere Behandlung erhielten.

 

Ergebnisse: Die Prävalenz der Lungenembolie betrug 20,6% bei beiden Gruppen. Wir analysierten 855 Patienten der DD-US-CT Gruppe und 838 der DD-CT-Gruppe. Das 3-Monats-Thromboembolierisiko betrug 0,3 % bei der DD-US-CT-Gruppe und 0,3% bei der DD-CT-Gruppe. In der DD-US-CT-Gruppe zeigte die Ultraschalluntersuchung bei 53 von 574 Patienten (9%) eine Thrombose der tiefen Beinvenen, somit wurde keine MSCT durchgeführt.

 

Fazit: Die Kombination aus D-Dimer-Test und MS-CT ist zum Ausschluss einer Lungenembolie ebenso sicher wie die Kombination aus D-Dimer-Test, Sonographie der Beinvenen und MS-CT. Die Sonographie könnte bei Patienten mit Kontraindikationen für eine Computertomographie von Nutzen sein.  

  1. Righini M et al. Diagnosis of pulmonary embolism by multidetector CT alone or combined with venous ultrasonography of the leg: A randomised non-inferiority trial. Lancet 2008 Apr 19; 371:1343

  2. Lungenembolie-Diagnostik: Praktische Algorithmen, JAMA 2006

  3. Thrombose-Ausschluss ohne Ultraschall-Doppleruntersuchung - Wells Score

 

 

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Stand: 25. Mai 2013