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In
der Regel werden bei MRSA-Screening Haut- und
Schleimhaut-Abstriche abgenommen und Kulturen
angelegt. In einer aktuellen Studie wurde
PCR-Schnelltest (Ergebnis in einem Tag) mit
konventioneller Kultur-Untersuchung (Ergebnis in 2-3
Tagen) verglichen.
Der
Schnelltest auf MRSA ermöglichte rasche Ergebnisse,
ohne jedoch eine MRSA-Neubesiedelung signifikant zu
reduzieren. PCR-Schnelltest war mit höherem
Kosten verbunden.
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Einfluss
eines Schnelltests auf die Besiedelung mit
Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus: Eine
Cluster-randomisierte Cross-Over-Studie.
ZIEL:
Untersucht werden sollte, ob die Einführung eines
Schnelltests zum Screening auf
Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA)
die MRSA-Besiedelung auf Krankenstationen
verringert.
STUDIENDESIGN:
Cluster-randomisierte Cross-Over-Studie. ORT:
Stationen der Inneren Medizin, Chirurgie, Geriatrie
und Onkologie eines Londoner Lehrkrankenhauses mit
zwei Standorten. HAUPT-OUTCOME: Rate der
MRSA-Neubesiedelung, d.h. Anteil MRSA-negativer
Patienten, die im Verlauf positiv wurden.
TEILNEHMER: Alle Patienten der Studienstationen, die
bei Aufnahme MRSA-negativ waren und bei Entlassung
auf MRSA getestet wurden. METHODE: Ein auf
Polymerase-Kettenreaktion basierter Schnelltest zum
MRSA-Screening wurde mit klassischer Erregerkultur
verglichen.
ERGEBNISSE:
Von 9608 auf den Studienstationen aufgenommenen
Patienten entsprachen 8374 den Einschlusskriterien
und wiesen 6888 eine vollständige
Dokumentation auf (82,3%). Hiervon gehörten 3335
dem Kontrollarm und 3553 dem Studienarm mit
Schnelltest an. Bei Aufnahme waren 6,7% der
Patienten MRSA-Träger. Im Studienarm mit
Schnelltest lag der MRSA-Befund bereits 22 h nach
Aufnahme vor, im Kontrollarm dagegen erst nach
46 h (p < 0,001). Schnelltests führten auch zur
Verringerung der Fälle mit unnötiger präventiver
Isolation (Kontrollarm n = 399 versus Studienarm mit
Schnelltest n = 277, p < 0,001). Dies war mit
anderen Maßnahmen nicht erreicht worden. Bei 108
(3,2%) Patienten im Kontrollarm und bei 99 (2,8%)
Patienten im Studienarm mit Schnelltest wurde im
Verlauf eine Neubesiedelung mit MRSA festgestellt.
Unter Berücksichtigung definierter Fehlergrößen
lag die berechnete Odds Ratio bei 0,91
(95%-Konfidenzintervall 0,61 bis 1,234). Die Rate
der MRSA-Übertragung, Wundinfektion und Bakteriämie
war zwischen den zwei Studienarmen nicht statistisch
unterschiedlich.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Der Schnelltest auf MRSA ermöglichte rasche
Ergebnisse mit Einfluss auf die Bettenbelegung. Es
ergaben sich keine Hinweise einer signifikanten
Reduktion der MRSA-Neubesiedelung. Aus diesem Grund
ist es unwahrscheinlich, dass die höheren Kosten
des Schnelltests angesichts alternativer
MRSA-Nachweismethoden gerechtfertigt werden können.
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