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MRSA-Screening durch PCR-Schnelltest, 2008

Schlüsselwörter: Test, MRSA-Screening, Vorsorge, infektion, PCR- Schnelltest, Klinik, Chirurgie, Operation, Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, nosokomiale Infektionen, MRSA-Isolierung, Komplextherapie, Abstrich, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

In der Regel werden bei MRSA-Screening Haut- und Schleimhaut-Abstriche abgenommen und Kulturen angelegt. In einer aktuellen Studie wurde PCR-Schnelltest (Ergebnis in einem Tag) mit konventioneller Kultur-Untersuchung (Ergebnis in 2-3 Tagen) verglichen.

Der Schnelltest auf MRSA ermöglichte rasche Ergebnisse, ohne jedoch eine MRSA-Neubesiedelung signifikant zu reduzieren.  PCR-Schnelltest war mit höherem Kosten verbunden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einfluss eines Schnelltests auf die Besiedelung mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus: Eine Cluster-randomisierte Cross-Over-Studie.

ZIEL: Untersucht werden sollte, ob die Einführung eines Schnelltests zum Screening auf Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) die MRSA-Besiedelung auf Krankenstationen verringert.

STUDIENDESIGN: Cluster-randomisierte Cross-Over-Studie. ORT: Stationen der Inneren Medizin, Chirurgie, Geriatrie und Onkologie eines Londoner Lehrkrankenhauses mit zwei Standorten. HAUPT-OUTCOME: Rate der MRSA-Neubesiedelung, d.h. Anteil MRSA-negativer Patienten, die im Verlauf positiv wurden. TEILNEHMER: Alle Patienten der Studienstationen, die bei Aufnahme MRSA-negativ waren und bei Entlassung auf MRSA getestet wurden. METHODE: Ein auf Polymerase-Kettenreaktion basierter Schnelltest zum MRSA-Screening wurde mit klassischer Erregerkultur verglichen.

ERGEBNISSE: Von 9608 auf den Studienstationen aufgenommenen Patienten entsprachen 8374 den Einschlusskriterien und  wiesen 6888 eine vollständige Dokumentation auf (82,3%). Hiervon gehörten 3335 dem Kontrollarm und 3553 dem Studienarm mit Schnelltest an. Bei Aufnahme waren 6,7% der Patienten MRSA-Träger. Im Studienarm mit Schnelltest lag der MRSA-Befund bereits 22 h nach Aufnahme vor, im Kontrollarm dagegen erst nach  46 h (p < 0,001). Schnelltests führten auch zur Verringerung der Fälle mit unnötiger präventiver Isolation (Kontrollarm n = 399 versus Studienarm mit Schnelltest n = 277, p < 0,001). Dies war mit anderen Maßnahmen nicht erreicht worden. Bei 108 (3,2%) Patienten im Kontrollarm und bei 99 (2,8%) Patienten im Studienarm mit Schnelltest wurde im Verlauf eine Neubesiedelung mit MRSA festgestellt. Unter Berücksichtigung definierter Fehlergrößen lag die berechnete Odds Ratio bei 0,91 (95%-Konfidenzintervall 0,61 bis 1,234). Die Rate der MRSA-Übertragung, Wundinfektion und Bakteriämie war zwischen den zwei Studienarmen nicht statistisch unterschiedlich.

SCHLUSSFOLGERUNG: Der Schnelltest auf MRSA ermöglichte rasche Ergebnisse mit Einfluss auf die Bettenbelegung. Es ergaben sich keine Hinweise einer signifikanten Reduktion der MRSA-Neubesiedelung. Aus diesem Grund ist es unwahrscheinlich, dass die höheren Kosten des Schnelltests angesichts alternativer MRSA-Nachweismethoden gerechtfertigt werden können.

  1. Jeyaratnam D et al. Impact of rapid screening tests on acquisition of meticillin resistant Staphylococcus aureus: Cluster randomised crossover trial. BMJ 2008 Apr 26; 336:927.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013