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Akute Cholezystitis: Tokio-Leitlinien zur Management anhand der Schweregrad-Einteilung, 2007/2008

Hintergrundinformation: Akute Cholezystitis ist eine plötzliche Entzündung der Gallenblase. Die Ursache ist meistens eine Gallestau, die in der Regel druch Gallensteine bedingt sind, die den Abfluss der Galle aus der Gallenblase behindern.

Die Tokio-Leitlinien (1), die 2007 zum ersten Mal veröffentlicht wurden, geben Empfehlungen zum  differenzierten Management bei akuter Cholezystitis. Die Vorgehensweise richtet sich vorwiegend an den Schweregrad der akuten Cholezystitis.

Grad-1 – Milde Verlaufsform: 

Akute Cholezystitis, die die Kriterien für schwere Gallenblasenentzündung (siehe Grad-2) nicht erfüllt. Keine Organdysfunktion.

Grad-I-Management

Frühe Laparoskopische Cholezystektomie empfohlen.

Grad-2 – Mittlere Verlaufsform

Vorhandensein von einem oder mehreren der folgenden Kriterien:

  • Erhöhte Leukozytenzahl (>18.000)

  • Palpable schmerzhafte Masse am rechten Oberbauch

  • Dauer > 72 Stunden

  • lokalisierte Entzündung einschließlich biliäre Peritonitis, pericholezystischer Abszeß, Leberabszeß, gangranöse Cholezystitis oder  emphysematöse Cholezystitis

Grad-2-Management

Laparoskopische Cholezystektomie oder elektiv verzögerte Cholezystektomie nach Abklingen der Entzündungssymptomatik unter konservativer Therapie (Antibiotika, Nahrungskarenz usw. ). 

Frühe Laparoskopische Cholezystektomie bei Grad-2 sollte nur von erfahrenen Chirurgen vorgenommen werden, und sollte bei Schwierigkeiten oder Komplikationen sofort in offene  Cholezystektomie umgewandelt werden. 

Grad-3 – Schwere Verlaufsform mit Organdysfunktion:

Vorhandensein von einem oder mehreren der folgenden Risikofaktoren:

  • Kardiovaskuläre Instabilität

  • Neurologische Instabilität (wie Bewusstseinsstrübung)

  • Respiratorische Insuffienz

  • Nierenfunktionsstörung (Oligurie, Kreatinine >2)

  • Leberfunktionsstörung (wie herabgesetzte Gerinnung)

  • Hämatologische Dysfunktion (wie Thrombozyten < 100.000)

Grad-3-Management

Grundsätzlich konservative Vorgehensweise mit Antibiotikatherapie.

Bei sehr akuten Fällen kann zusätzlich eine perkutane Cholezystostomie (Eröffnung und Ausräumung der steingefüllten Gallenblase mittels ultraschallgesteuerten Katheters) zur Entlastung durchgeführt werden.

Eine Operation wird nur bei Patienten empfohlen, bei denen diese Therapien versagen.

  1. Yamashita et al: Surgical treatment of patients with acute cholecystitis: Tokyo Guidelines.. J Hepatobiliary Pancreat Surg. 2007;14(1):91-7.  

Schlüsselwörter: Gallenblase, Akute Cholezystitis, Gallenblasenentzündung, Laparoskopische Cholezystektomie, Operationen, Minimal Invasive Chirurgie, Gallenblasenperforation, Ileus, Peritonitis, Tokio-Guideline, acute cholecystitis, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013