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Triple-Therapie:
Blutungen unter Marcumar plus Antithrombotika, 2008
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Antithrombotika, Antikoagulation, Gehirn-Blutung, Triple-Therapie,
Gastrointestinalblutungen, Darm-Blutungen, Magenblutung, ASS,
Aspirin, Hirnblutung, NSAID, tödliche Darmblutungen, Magen,
Blutung, Diclofenac, Ibuprofen, Clopidogrel, Plavix, Iscover,
Marcumar, Krankheit, duale antithrombotische Therapie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und
Studien. |
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Immer
häufiger erhalten Patienten Antithrombotika plus
Marcumar (beispielsweise Marcumar für
Vorhofflimmern, plus ASS für KHK, plus Clopidogrel
für Stenting). Zwei aktuelle Studien untersuchten
das Blutungsrisiko bei diesen Patienten.
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In
einer Studie aus Italien wurden 127 Patienten für 6
Monate beobachtet. Sie waren bereits mit Warfarin
(in Deutschland Marcumar) zur Antikoagulation (für
Vorhofflimmern oder Herzklappenersatz) eingestellt,
und hatten nach einer perkutanen koronaren
Intervention (PCI) mit Stent-Implantation zusätzlich
ASS und Clodipogrel erhalten. Also eine
Triple-Therapie. In der Beobachtungszeit erfuhren 6
Patienten schwere Blutungen, die infolge von
Hirnblutungen zu 3 Todesfällen führten.
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In
einer weiteren Studie aus den USA wurden die
Blutungskomplikationen bei 2560 Patienten 6 Monate
lang evaluiert, die nur Warfarin (also in
Deutschland Marcumar®) erhalten. Die
Vergleichsgruppe bildeten 1623 Patienten, die
Warfarin plus ein antithrombotisches Medikament
(vorwiegend ASS) bekamen. Schwere Blutungen hatten
1% der Patienten in der Warfarin-Alleine-Gruppe und
2% in der Kombinationstherapie-Gruppe. Also das
Risiko für schwere Blutungen war in der
Kombinationsgruppe doppelt zu hoch.
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Fazit
der beiden Studien: Wie erwartet zeigten
die beiden Studien, dass Marcumar plus
Antithrombotika das Blutungsrisiko erheblich
steigern. Eine frühere Studie, die wir bei
Medknowledge ebenfalls rezensiert hatten, ergab
ebenfalls ähnliche Ergebnisse (3), dass
Kombinationen von antithrombotischen und
antiphlogistischen Medikamenten zu einem höheren
GI-Blutungsrisiko als Monotherapie führt.
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Die
entscheidende Frage ist natürlich, ob das Nutzen
der Kombinationstherapie den Schaden überwiegt.
Diese Frage ist bisher nicht eindeutig geklärt. Bis
dahin können die Ärzte bei der Verordnung der
Kombinationstherapie Vorsicht walten lassen. Zwei
Fragen sind hier besonders wichtig:
-Zwingende
Indikation?
-Schwere
Blutungen in der Vorgeschichte der Patienten?
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Eine
Triple-Therapie [Marcumar® + ASS + Clopidogrel (Plavix®)]
kann besonders riskant sein. Die Triple-Therapie
wird vor allem bei Patienten eingesetzt, die
kontinuierlich Marcumar (häufig wegen vorhofflimern
oder Herzklappenersatz) einnehmen und akut einen
Medikamenten-Stent erhalten haben. Bei
Stent-Patienten wird derzeit eine duale
antithrombotische Therapie (ASS+ Clopidogrel) 3 bis
6 Monate nach Stent-Anlage empfohlen (4). Hier
sollte es vor allem bei Patienten mit einem
niedrigen Risiko für Vorhofflimmern (5) überprüft
werden, ob die Antikoagulation mit Marcumar® vorübergehend
pausiert werden könnte. Zum anderen sollten die Ärzte
darauf achten, dass die Patienten die duale
antithrombotische Therapie mit ASS und Clopidogrel
nur so kurz wie notwendig erhalten.
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Rogacka
R et al. Dual antiplatelet therapy after
percutaneous coronary intervention with stent
implantation in patients taking chronic oral
anticoagulation. J Am Coll Cardiol Intv 2008 Feb
1; 1:56
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Johnson
SG et al. Outcomes associated with combined
antiplatelet and anticoagulant therapy. Chest
2008 Apr; 133:948
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GI-Blutungen
unter antithrombotischer Kombinationstherapie,
2007
-
US-Leitlinie:
Längere duale antithrombotische Therapie soll
Medikamenten-Stents sicherer machen, 17. Januar
2007
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Neu
diagnostiziertes Vorhofflimmern (Absolute
Arrhythmie): NEJM-Überblick - Leitlinien 2004
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