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Ischias
durch einen lumbalen Bandscheibenvorfall: konservative Therapie
versus frühe Operation – Langzeit-Ergebnisse nach 2 Jahren, 2008
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| Schlüsselwörter:
Neurochirurgie, Schmerzen, Langzeit-Ergebnisse, Nervausfall,
Lumbalgie, Wirbelkörper-Gleiten, Wirbelsäulen-OP,
Bandscheibenvorfall, Ischialgie, Spondylolisthesis, Ischias,
Operation, Wirbelsäulenchirurgie, Langzeit-Ergebnisse, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Über
das richtige Vorgehen (konservativ vs. Operation)
bei Patienten mit bandscheibenbedingter Ischialgie
wird derzeit kontrovers diskutiert (2,3). Aktuelle
Studien (2,3) hatten gezeigt, dass
bandscheibenbedingte Ischialgie-Schmerzen bei
Patienten, die auch ohne Operation sich bessern
(Anmerkung: Patienten mit vorbestehendem
Cauda-equina-Syndrom oder anderen Störungen, die
eine sofortige Operation erfordern, waren von der
Teilnahme ausgeschlossen).
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Eine
neue randomisierte kontrollierte Studie im BMJ (1)
verglich jetzt frühe lumbale Bandscheibenoperation
mit einer längeren konservativen Therapie bei
Patienten mit Ischiasschmerzen über einen
Nachbobachtungszeitraum von 2 Jahren. Die Ergebnisse
zeigten, dass die Kurzzeit-Ergebnisse in den ersten
6 bis 12 Wochen zwar in der Operation-Gruppe besser
waren, die Langzeit-Ergebnisse nach 1 und nach 2
Jahren in beiden Gruppen jedoch ähnlich sind.
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Patienten
sollten vor der Therapie über diese Ergebnisse
informiert werden. Vermutlich wäre die Operation
mit kurzzeitiger Besserung der Schmerzen eine Option
für Patienten, die die Schmerzen nicht tolerieren können
oder wollen.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Längere
konservative Therapie versus frühe Operation bei
Patienten mit Ischiasschmerzen aufgrund eines
lumbalen Bandscheibenvorfalls
Eine
randomisierte kontrollierte Studie im „BMJ“
verglich den Effekt der frühen lumbalen
Bandscheibenoperation mit einer längeren
konservativen Behandlung bei Patienten mit
Ischiasschmerzen über einen Nachbobachtungszeitraum
von 2 Jahren. 283 Patienten aus 9 schottischen
Krankenhäusern mit 6 bis 12 Wochen andauernden
Ischiasbeschwerden wurden entweder für eine frühzeitige
Operation oder für eine geplante sechsmonatigen
konservative Therapie mit späterer chirurgischer
Intervention bei Bedarf randomisiert. Die primären
Zielparameter waren die Scores des „Roland
Disability Questionnaires“, der visuellen
Analogskala für Beinschmerzen und der
Likert-Selbsteinschätzungsskala für die selbst
empfundene Erholung.
Von
den 141 Patienten, die der Gruppe mit der frühen
Operation zugeteilt wurden, erhielten 125 (89%) eine
Mikrodiskektomie. Von den 142 Patienten, die der
konservativen Behandlung zugeteilt wurden, benötigten
62 (44%) eine chirurgische Therapie, sieben davon im
zweiten Nachbeobachtungsjahr. Während des
ersten Jahres gab es bei den Behinderungsscores
keinen signifikanten Gesamtunterschied zwischen den
beiden Therapiearmen. Eine Besserung der
Beinsschmerzen trat bei den Patienten mit der frühen
Operation schneller ein. Der kurzzeitige Nutzen der
frühen Operation war sechs Monate nach dem Eingriff
nicht mehr signifikant und die beiden Verfahren näherten
sich im Zeitraum zwischen sechs und 24 Monaten
einander an. Die Patientenzufriedenheit fiel in
beiden Gruppen nach einem und zwei Jahren leicht ab.
Nach zwei Jahren berichteten 20% aller Patienten über
ein unbefriedigendes Ergebnis.
Fazit:
Durch
die frühzeitige Operation wurde eine schnellere
Schmerzlinderung erzielt als durch die konservative
Therapie, die Ergebnisse nach einem Jahr waren
jedoch vergleichbar, was sich auch während des
zweiten Jahres nicht änderte.
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-
Peul
WC et al. Prolonged conservative care versus
early surgery in patients with sciatica caused
by lumbar disc herniation: Two year results of a
randomised controlled trial. BMJ 2008 Jun 14;
336:1355.
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Wirbelsäulen-OP:
Bei Ischialgie schneller aber nicht besser –
Vorteile bei der Spondylolisthesis, 31. Mai 2007
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US-Studie:
Besserung der bandscheibenbedingten
Ischialgie-Schmerzen auch ohne Operation, 22.
November 2006
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