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Plötzlicher
Herzstillstand durch idiopathisches Kammerflimmern im Zusammenhang
mit vorzeitiger Repolarisation im EKG, 2008
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| Schlüsselwörter:
Herzrhythmusstörungen, Defi, Frührepolarisation Ventrikuläre
Tachykardie, Defibrillation, Herzstillstand, idiopathisches
Kammerflimmern Früh-Repolarisation im EKG, herzrhythmusstörung,
defibrillieren, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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In
einer Fall-Kontrollstudie (1) zeigten etwa ein
Drittel der Patienten, die einen plötzlichen
Herzstillstand durch idiopathisches Kammerflimmern
überlebt hatten, eine ausgeprägte vorzeitige
Repolarisation im EKG. Die Studie liefert jedoch
keine Antwort auf die sich drängende Frage, wie man
Personen, die lediglich im EKG eine frühe
Repolarisation haben, weiter medizinisch betreuen
sollte.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Plötzlicher
Herzstillstand im Zusammenhang mit vorzeitiger
Repolarisation im EKG
Die
vorzeitige oder frühe Repolarisation ist ein häufiger
elektrokardiographischer Befund und wird üblicherweise
als gutartig angesehen wird. Die Hypothese, dass
eine frühe Repolarisation die Ursache für kardiale
Arrhythmien sein könnte, wurde in experimentellen
Studien aufgestellt, es ist jedoch nicht bekannt, ob
ein klinischer Zusammenhang zum plötzlichen Herztod
existiert.
In
einer Studie im „New England Journal of Medicine“
wurden Daten von 206 Fällen aus 22 Zentren
nachuntersucht, bei denen eine Reanimation wegen plötzlichem
Herzstillstand aufgrund eines idiopathischen
Kammerflimmerns durchgeführt wurde und die Prävalenz
der frühen Repolarisation im EKG bewertet. Letztere
war definiert als Hebung der ST-Strecke um
mindestens 0,1 mV in der inferioren oder lateralen
Ableitung, die sich als QRS-Knotung („slurring“
und „notching“) darstellt. Die Kontrollgruppe
umfasste 412 Teilnehmer ohne Herzerkrankung, die
nach Alter, Geschlecht, Rasse und körperlichem
Aktivitätsgrad angepasst wurden.
Nachbeobachtungsdaten mit den Monitoring-Ergebnissen
eines implanierbaren Defibrillators waren für alle
Probanden erhältlich.
Ergebnisse:
Unter
den Probanden mit idiopathischem Kammerflimmern war
eine vorzeitige Repolarisation häufiger zu finden
als bei den Kontrollpersonen (31% versus 5%). Die
Probanden mit einer frühen Repolarisation waren mit
höherer Wahrscheinlichkeit männlich und hatten häufiger
eine Synkope oder einen plötzlichen Herzstillstand
im Schlaf in der Vorgeschichte als diejenigen ohne
frühe Repolarisation. Bei acht Probanden wurde der
Ursprung der Ektopie, die die ventrikulären
Arrhythmien auslöste, an Stellen lokalisiert, die
konkordant zu denen einer Repolarisationsabnormität
waren. Während einer mittleren Nachbobachtungszeit
von 61 +/- 50 Monaten zeigte das
Defibrillatormonitoring eine höhere Inzidenz an
rezidivierendem Kammerflimmern bei den Probanden mit
einer Repolarisationsabnormität als bei denjenigen
ohne eine solche.
Fazit:
Unter
den Patienten mit idiopathischem Kammerflimmern in
der Vorgeschichte ist die Prävalenz für die frühe
Repolarisation erhöht.
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Haïssaguerre
M et al. Sudden cardiac arrest associated with
early repolarization.
N Engl
J Med 2008 May 8; 358:2016.
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