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Nicht-invasive Beatmung (CPAP, NIPPV) bei einem akuten kardiogenen Lungenödem, 2008

Schlüsselwörter:Herzinfarkt, Ödem, Lunge, Herzinsuffienz, Herzversagen, Nicht-invasive Beatmung, NIV, CPAP, nicht invasive Positivdruckbeatmung, Beatmung, evidenzbasierte Medizin, Therapiekonzept, ARDS, respiratorische Insuffizienz, Lungenödem, Lungenerkrankung, Intubation, Extubation, Anästhesie, Pneumonie, Chronisch obstruktive lungenkrankheit, COPD, Lungenentzündung, Herzinsuffienz,  Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

In einer grossen randomisierten Studie (1) hatte die Nicht-invasive-Beatmung keine Auswirkung auf die Überlebensrate der Patienten mit akutem kardiogenen Lungenödem.

HINTERGRUND: Nicht-invasive Beatmung (Kontinuierlicher, positiver Luftwegdruck [engl. CPAP], oder nicht-invasive intermittierend Druck-positive Beatmung [engl. NIPPV]) scheint in der unmittelbaren Behandlung von Patienten mit einem akutem kardiogenen Lungenödem von Vorteil zu sein, und kann eventuell die Mortalität reduzieren.

Die Autoren führten eine Studie durch, um festzustellen, ob nichtinvasive Beatmung die Sterblichkeit verringert, und ob es wichtige Unterschiede im Verlauf gibt, die mit der Behandlungsmethode (CPAP oder NIPPV) assoziiert sind.

METHODEN: In einer multizentrischen, offenen, prospektiven, randomisierten und kontrollierten Studie wurden Patienten entweder einer Standard-Sauerstoff-Therapie, einer CPAP- (5 bis 15 cm Wassersäule) oder NIPPV-Beatmung (inspiratorischer Druck: 8 bis 20 cm Wassersäule; exspiratorischer Druck: 4 bis 10 cm Wassersäule) zugeteilt. Der primäre Endpunkt für den Vergleich zwischen nicht-invasiver Beatmung und Standard-Sauerstoff-Therapie war das Versterben des Patienten innerhalb von 7 Tagen nach Beginn der Behandlung, der primäre Endpunkt für den Vergleich zwischen NIPPV und CPAP war das Versterben oder die Intubation des Patienten innerhalb von 7 Tagen.

ERGEBNISSE: Insgesamt wurden 1069 Patienten (Durchschnittliches Alter: 77,7 Jahre, Standardabweichung: 9,7 Jahre, Anteil weiblicher Patienten: 56,9%) entweder einer Standard-Sauerstoff-Therapie (367 Patienten), einer CPAP- (346 Patienten) oder einer NIPPV-Beatmung (356 Patienten) zugeteilt. Es gab keinen bedeutsamen Unterschied in der Mortalität innerhalb von 7 Tagen zwischen den Patienten, die eine Standard-Sauerstoff-Therapie erhielten (9,8%) und den Patienten, die eine nicht-invasive Beatmung erhielten (9,5%, P=0,87). Es gab keinen bedeutsamen Unterschied in dem kombinierten Endpunkt Tod oder Intubation innerhalb von sieben Tagen zwischen den zwei Patientengruppen mit nicht-invasiver Beatmung (11,7% bei CPAP und 11,1% bei NIPPV, P=0,81). Verglichen mit der Standard-Sauerstoff-Therapie, wurde nicht-invasive Beatmung assoziiert mit einer größeren durchschnittlichen Verbesserung der subjektiven Dyspnoe des Patienten innerhalb der ersten Stunde nach Beginn der Behandlung (Behandlungs-Unterschied 0,7 auf einer Visuell-Analog Skala von 1 bis 10, 95% Konfidenz-Intervall 0,2 bis 1,3; P=0,008), der Herzfrequenz (Behandlungs-Unterschied 4 Schläge/Minute, 95% Konfidenzintervall von 1 bis 6; P=0,004), der Azidose (Behandlungs-Unterschied pH 0,03 bei einem 95% Konfidenzintervall von 0,02 bis 0,04; P<0,001), und der Hyperkapnie (Behandlungs-Unterschied 0,7 kPa [5,2 mm Hg], 95% Konfidenzintervall 0,4 bis 0,9; P<0,001). Es gab keine auf die Behandlung bezogenen ungünstigen Ereignisse.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Patienten mit akutem kardiogenen Lungenödem induziert die nicht-invasive Beatmung eine schnellere Verbesserung der respiratorischen und metabolischen Störung als die Standard-Sauerstoff-Therapie, sie hat aber keine Auswirkung auf die kurzfristige Mortalität.

  1. Alasdair Gray et al: Noninvasive Ventilation in Acute Cardiogenic Pulmonary Edema, NEJM 2008, Volume 359:142-151

 

 

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Stand: 25. Mai 2013