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Kognitive
Fähigkeiten sechs Jahre nach chirurgischer oder
internistischer Therapie einer koronaren
Herzerkrankung
Die Wahl einer koronaren Bypass-OP wurde durch die
Bedenken wegen eines postoperativen Abbaus der
kognitiven Fähigkeiten überschattet. Es wurde über
einen Langzeitabbau der kognitiven Fähigkeiten nach
Koronarbypass-OP berichtet, ohne geeignete Kontrollfälle
kann jedoch nicht beurteilt werden, ob dieser Abbau
spezifisch für die Bypass-OP ist oder mit anderen
Faktoren wie einer zerebrovaskulären Erkrankung
zusammenhängt.
Eine
prospektive Studie in den „Annals of Neurology“
verglich 152 Patienten nach einer Bypass-OP wegen
einer koronaren Herzerkrankung mit 92
nichtchirurgischen Vergleichspatienten derselben
Institution. Der primäre Zielparameter war die Veränderung
der kognitiven Fähigkeiten in acht kognitiven
Bereichen im Zeitraum zwischen Therapiebeginn bis 12
Monate danach bzw. bis 72 Monate danach.
Eine
leichte Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten
wurde in beiden Gruppen beobachtet. Trotz 80%iger Fähigkeit,
eine Standardabweichung von 0,2 zu erkennen, gab es
in keinem der Bereiche statistisch signifikante
Unterschiede zwischen den chirurgischen und den
nichtchirurgischen Patienten beim Grad der Veränderung
nach 12 bis 72 Monaten. Es gab auch keine
Unterschiede zwischen den beiden Gruppen vom
Therapiebeginn bis 72 Monate danach oder bei der
Anzahl der Patienten mit einer klinisch verbesserten
Mini-Mental-State-Examination (MMSE, Folstein-Test)
nach 72 Monaten.
Fazit:
Ein
später kognitiver Abbau tritt bei Patienten nach
einer Bypass-Op zwar auf, der Grad dieses Abbaus
unterscheidet sich jedoch nicht von demjenigen bei
Patienten ähnlichen Alters, die keine
Bypass-Op hatten. Demzufolge ist ein später
kognitiver Abbau keine spezifische Folge einer
kardiopulmonalen Bypass-OP.
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