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Aliskiren
(Rasilez®) kombiniert mit Losartan (Lorzaar®) bei Diabetes
mellitus Typ II und Nephropathie, 2008
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| Schlüsselwörter:
Losartan, Lorzaar, diabetische Nephropathie, Proteinurie, Diabetes
mellitus Typ II, Kombinationstherapie, AT-Blocker, ACE-Hemmer,
Rasilez, Tekturna, Medikament, Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
Aliskiren, Reninhemmer, ACE-Hemmer, AT-Hemmer, Hypertonie,
Bluthochdruck, Renin-Angiotensin-Aldosteron-System,RAAS, Krankheit, Studie, Therapie,
Behandlung, Medikament und Studien. |
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In
den neunziger Jahren wurden die ACE-Hemmer und später
AT-Blocker zur Therapie der arteriellen Hypertonie
eingeführt. Beide Substanzgruppen entfalten ihre
Wirkung über das
Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS). Jetzt
ist mit Aliskiren
(Rasilez® von Novartis) ein neue Substanz
ebenfalls zur Hemmung des RAAS aber mit einem neuen
Wirkprinzip seit September 2007 auf dem Markt.
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In
einer aktuellen Studie (1) hatte Aliskiren (Rasilez®)
in Kombination mit dem AT-Blocker Losartan (Lorzaar®)
lediglich einen moderaten additiven Effekt bei der
Reduktion der Proteinurie bei Patienten mit
diabetischer Nephropathie. Die Studiendauer war
zudem zu kurz, um den Einfluß auf die klinischen
Endpunkte (wie Progression der Nephropathie) zu
untersuchen. Daher scheint es, noch zu früh zu
sein, Aliskiren (Rasilez®) lediglich für die
Indikation Renoprotektion bei Diabetikern
einzusetzen.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Aliskiren
kombiniert mit Losartan bei Diabetes mellitus Typ II
und Nephropathie
Die
diabetische Nephropathie ist die Hauptursache für
das Endstadium einer Nierenerkrankung in den
Industrienationen. In einer Studie, die im „New
England Journal of Medicine“ erschien, wurde der
renoprotektive Effekt einer zweifachen Blockade des
Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems untersucht,
indem der Behandlung mit der maximal empfohlenen
Dosis Losartan (100 mg/Tag) Aliskiren, ein oraler
direkter Renininhibitor, hinzugefügt sowie eine
optimale Hochdrucktherapie bei Patienten mit
Hypertonie und Diabetes mellitus Typ II durchgeführt
wurde.
Es
wurden 599 Patienten in die multinationale
randomisierte Doppelblindstudie eingeschrieben.
Nach einer dreimonatigen open-label
(informationsoffenen) Run-in-Phase, während
der die Patienten 100 mg Losartan am Tag erhielten,
wurden sie zusätzlich zum Losartan entweder zu
einer sechsmonatigen Aliskirengabe (150 mg/Tag für
drei Monate gefolgt von einer Dosissteigerung bis
300 mg/Tag für weitere drei Monate) oder zu einer
Placebogabe randomisiert. Der primäre Zielparameter
war eine Reduktion des Albumin/Kreatinin-Quotienten
gemessen in einer Morgenurinprobe nach 6 Monaten.
Ergebnisse:
Die
Merkmale beider Gruppen vor Therapiebeginn waren
vergleichbar. Die Behandlung mit 300 mg Aliskiren am
Tag reduzierte den mittleren Albumin/Kreatinin-Quotienten
im Vergleich zum Placebo um 20%. Bei 24,7% der
Patienten, die Aliskiren erhielten, konnte der
Quotienten um 50% oder mehr reduziert werden, bei
den Patienten, die ein Placebo erhielten, war das
nur bei 12,5% der Fall. Bei den Blutdruckwerten
konnte am Ende der Studie ein geringfügiger
Unterschied zwischen den Gruppen beobachtet werden (systolischer
Wert um 2 mmHg und diastolischer Wert um 1 mm Hg
niedriger bei der Aliskirengruppe). Die Gesamtrate
an unerwünschten und schweren unerwünschten
Ereignissen war in beiden Gruppen gleich.
Fazit:
Aliskiren
könnte bei Patienten mit Hypertonie, Diabetes
mellitus Typ II und Nephropathie, die die empfohlene
renoprotektive Behandlung erhalten, unabhängig von
seiner blutdrucksenkenden Wirkung zusätzliche
renoprotektive Effekte haben.
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Parving
H-H et al. Aliskiren combined with losartan in
type 2 diabetes and nephropathy.
N Engl
J Med 2008 Jun 5; 358:2433.
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