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Perkutane Kryoablation von kleinen Nierentumoren bei älteren Patienten, 2008

Schlüsselwörter: Perkutane Kryoablation, niere, Tumor, operation, Chirurgie, Radiofrequenzablation, kryoablation, ice ball, alte Patienten, Nierenkrebs, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Vor allem bei älteren Patienten werden solide Nierentumoren zufällig durch bildgebende Verfahren festgestellt. Oft ist der klinische Verlauf indolent, obwohl diese Raumforderungen häufig maligne (bösartig) sind. Eine therapeutische Option für ältere Patienten, bei denen eine Operation nicht Frage kommt, ist perkutane Kryoablation.

Kryoablation ist ähnlich wie Radiofrequenzablation. Mittels einer Sonde wird Energie direkt in den Tumor geleitet. Anstatt wie bei Radiofrequenzablation mit Hitze die Tumorzellen zu vernichten, wird bei Kryoablation ein extrem kaltes Gas (sogenannte „ice ball“) verwendet, um den Tumor abzutöten.

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) zeigte, Kryoablation ist technisch

durchführbar und für die Patienten mit zufällig entdeckten Nierentumoren relativ sicher, die für eine operative Entfernung nicht geeignet sind.

Die Rate für ernste Komplikationen war jedoch nicht zu vernächlässigen, und betrug 6%. Viele Nierentumoren wachsen bei älteren Patienten oft langsam, daher wäre die aktive Beobachtung in dieser Patientengruppe eine weitere Option.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Perkutane Kryoablation der Niere: Erfahrungen der Behandlung von 115 Tumoren.  

ZIEL: Die technische Durchführbarkeit, die Sicherheit, und die kurzfristigen Ergebnisse einer perkutanen Kryoablation der Niere sollten untersucht werden.

MATERIALIEN UND METHODEN: Es wurde eine retrospektive Analyse von 115 Tumoren der Niere bei 110 Patienten durchgeführt, die mit einer perkutanen Kryoablation behandelt wurden. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei den Tumor-Eigenschaften, dem Verlauf im Krankenhaus, eventuellen Komplikationen, dem technischen Erfolg sowie – basierend auf bildgebenden Kontroll-Untersuchungen – dem Behandlungserfolg gewidmet.

ERGEBNISSE: Die durchschnittliche Tumor-Größe betrug 3,3 cm (Bereich von 1,5 bis 7,3), davon hatten 29 Tumore eine Größe von 4,0 cm oder größer. 21 Tumoren befanden sich im anterioren Teil der Niere. Von 90 durchgeführten Nierengewebs-Biopsien zeigten 52 (58%) ein Nierenzell-Karzinom. Alle Patienten wurden für die Kryoablation stationär aufgenommen, die meisten Patienten (87%) konnten am nächsten Tag nach Hause entlassen werden (Bereich der Dauer des Krankenhausaufenthaltes von 1 bis 12 Tagen). Es gab 7 ernste Komplikationen, die mit den 113 Kryoablationen (6%) assoziiert waren. Technisch erfolgreich war die Maßnahme bei 112 der 115 behandelten Tumoren (97%). In einer bildgebenden Kontrolluntersuchung nach 3 Monaten wurden 3 Residual-Tumore beobachtet. Bei 80 Tumoren gab es kein lokales Fortschreiten (100% Behandlungs-Erfolg) in einem Zeitraum von 3 Monaten oder länger (durchschnittlich 13,3 Monate).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Perkutane Kryoablation der Niere ist technisch durchführbar und relativ sicher. Mit Erfahrung können viele Tumore im vorderen Teil der Niere und Tumore, die größer als 4 cm sind, erfolgreich behandelt werden. Eine langfristige Folge-Untersuchung bleibt notwendig, um die Beständigkeit des Behandlungserfolges zu sichern.

  1. Atwell TD et al. Percutaneous renal cryoablation: Experience treating 115 tumors. J Urol 2008 Jun; 179:2136.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013