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Alfuzosin-Therapie
zur Ausscheidung eines Harnsteins im distalen
Ureter: Eine doppelt-blinde, Placebo-kontrollierte
Studie
ZIEL:
Die Wirksamkeit von Alfuzosin als medikamentöse
Ausscheidungs-Therapie bei Harnsteinen im distalen
Ureter, sollte untersucht werden.
MATERIALIEN
UND METHODEN: Insgesamt stimmten 76 Patienten mit
einem Harnstein im distalen Ureter einer Teilnahme
an der Studie zu. Die Patienten erhielten
randomisiert entweder Placebo, oder die
Studien-Medikation. Untersucher und Patienten wurden
gegenüber dem Randomisierungs-Schema verblindet.
Kontrolluntersuchungen wurden wöchentlich durchgeführt
und fortgesetzt, bis der Patient als frei von
Steinen beurteilt wurde. Der Blutdruck des
Patienten, das Ausmaß des Unwohlseins, die Position
des Steins in der Bildgebung, die Zahl der
verbleibenden Tabletten, und alle ungünstigen
Ereignisse wurden erfasst. Die statistische Analyse
wurde durchgeführt mit einem t-Test, wobei p <
0,05 als signifikant angesehen wurde.
ERGEBNISSE:
Der allgemeine Anteil der spontanen Stein-Passage
war 75%, davon 77,1% bei Placebo und 73,5% bei
Alfuzosin (p = 0,83). Die durchschnittliche (+/-
Standardabweichung) Zeit, die verstrich, bis der
Stein abging, war 8,54 Tage +/- 6,99 bei Placebo
bzw. 5,19 Tage +/- 4,82 bei Alfuzosin (p = 0,003).
Es gab zwischen dem Placebo- und dem Alfuzosin-Arm
keinen Unterschied bei den Steinen, die spontan
abgingen, bezüglich der Größe oder des Volumens,
welche jeweils zu Beginn durch eine
Computer-Tomographie (4,08 mm +/- 1,17 im
Placebo-Arm bzw. 3,83 mm +/- 0,95 im Alfuzosin-Arm,
p = 0,46) sowie nach Stein-Ausscheidung durch einen
digitalen Messschieber (3,86 mm +/- 1,76 bzw. 3,91
mm +/- 1,06, p = 0,57) bestimmt wurden. Im
Alfuzosin-Arm wurde eine größere Verbesserung im
Schmerz-Score, in den Tagen zwischen der initialen
Konsultation des Arztes und dem Abgang des Steins,
festgestellt (p = 0,0005).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Alfuzosin verbessert das Unwohlsein des Patienten,
welches mit der Steinpassage assoziiert ist, und
verringert die Zeit bis zum Abgangs eines Harnsteins
im distalen Ureter. Es erhöht nicht den Anteil der
spontan abgehenden Steine.
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