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Uretersteine: Alfuzosin-Therapie zum Steinabgang im distalen Ureter, 2008

Schlüsselwörter: Ureterstein, Harnsteine, Alfuzosin, Operaton, Ureteroskopie, Niere, Stein, Stoßwellenlithotripsie, Diabetes, Uretersteine, Hypertonie, Lithotripsie, ESWL, Nierensteine, Krankheit, Studie, alpha-blocker Tamsulosin, Omnic, Alna, Calcium-Antagonist Nifedipin, Adalat, Harnstein, ureter, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Neue Studien haben gezeigt (2), dass bestimmte Medikamente (alpha-blocker oder  Calcium-Antagonisten),  die Passage und Abgang von Steinen im unteren Harnleiterabschnitt beschleunigen können. Die angenommene Mechanismus ist eine medikamentös verursachte Erweiterung der Muskeltonus und Spasmus des Ureters. Es fehlten bisher jedoch doppel-blind randomisierte Studien zu Bestätigung dieser Ergebnisse.

Eine aktuelle doppel-blind randomisierte Studie aus den USA zeigt, dass medikamentöse Therapie mit dem alpha-blocker Alfuzosin eine gute Option bei der Therapie-Management der Patienten mit klein bis mittelgroßen Uretersteinen ( ≤8 mm / im Mittel 4mm) sind. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Alfuzosin-Therapie zur Ausscheidung eines Harnsteins im distalen Ureter: Eine doppelt-blinde, Placebo-kontrollierte Studie

ZIEL: Die Wirksamkeit von Alfuzosin als medikamentöse Ausscheidungs-Therapie bei Harnsteinen im distalen Ureter, sollte untersucht werden.

MATERIALIEN UND METHODEN: Insgesamt stimmten 76 Patienten mit einem Harnstein im distalen Ureter einer Teilnahme an der Studie zu. Die Patienten erhielten randomisiert entweder Placebo, oder die Studien-Medikation. Untersucher und Patienten wurden gegenüber dem Randomisierungs-Schema verblindet. Kontrolluntersuchungen wurden wöchentlich durchgeführt und fortgesetzt, bis der Patient als frei von Steinen beurteilt wurde. Der Blutdruck des Patienten, das Ausmaß des Unwohlseins, die Position des Steins in der Bildgebung, die Zahl der verbleibenden Tabletten, und alle ungünstigen Ereignisse wurden erfasst. Die statistische Analyse wurde durchgeführt mit einem t-Test, wobei p < 0,05 als signifikant angesehen wurde.

ERGEBNISSE: Der allgemeine Anteil der spontanen Stein-Passage war 75%, davon 77,1% bei Placebo und 73,5% bei Alfuzosin (p = 0,83). Die durchschnittliche (+/- Standardabweichung) Zeit, die verstrich, bis der Stein abging, war 8,54 Tage +/- 6,99 bei Placebo bzw. 5,19 Tage +/- 4,82 bei Alfuzosin (p = 0,003). Es gab zwischen dem Placebo- und dem Alfuzosin-Arm keinen Unterschied bei den Steinen, die spontan abgingen, bezüglich der Größe oder des Volumens, welche jeweils zu Beginn durch eine Computer-Tomographie (4,08 mm +/- 1,17 im Placebo-Arm bzw. 3,83 mm +/- 0,95 im Alfuzosin-Arm, p = 0,46) sowie nach Stein-Ausscheidung durch einen digitalen Messschieber (3,86 mm +/- 1,76 bzw. 3,91 mm +/- 1,06, p = 0,57) bestimmt wurden. Im Alfuzosin-Arm wurde eine größere Verbesserung im Schmerz-Score, in den Tagen zwischen der initialen Konsultation des Arztes und dem Abgang des Steins, festgestellt (p = 0,0005).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Alfuzosin verbessert das Unwohlsein des Patienten, welches mit der Steinpassage assoziiert ist, und verringert die Zeit bis zum Abgangs eines Harnsteins im distalen Ureter. Es erhöht nicht den Anteil der spontan abgehenden Steine.

  1. Pedro RN et al. Alfuzosin stone expulsion therapy for distal ureteral calculi: A double-blind, placebo controlled study. J Urol 2008 Jun;179:2244.

  2. Metaanalyse - Uretersteine: Beschleunigt medikamentöse Therapie den Abgang der Uretersteine?, 2006, 2007

 

 

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Stand: 25. Mai 2013