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Schlechte Therapie-compliance bei Einmal-Täglich-Antihypertensiva, 2008

Schlüsselwörter: Blutdruck, Hypertonie, Therapie-compliance, Einmal-Täglich-Antihypertensiva, Bluthochdruck, Therapietreue, monotherapie, versagen, Therapietreue, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studie (1): Nach einem Jahr hatten fast die Hälfte der Patienten aufgehört, das verschriebene Einmal-Täglich-Antihypertensiva einzunehmen. Daher sollten die Ärzte bei Patienten mit schlecht eingestellter Hypertonie, zunächst sich nach Therapietreue erkundigen, bevor sie neue Antihypertensiva zusätzlich zu der bestehenden Therapie verordnen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Therapietreue in der Hypertonie-Behandlung: Langzeitstudie mit elektronischer Erfassung der eingenommenen Medikamentendosis.

ZIEL: Bei Patienten, die einmal täglich Antihypertensiva einnehmen sollten, wurde die tatsächlich eingenommene Dosis bestimmt. DESIGN: Langzeitstudie mit Datenbankanalyse. STUDIENBASIS: Klinische Studien aus einer Datenbank von 1989-2006. TEILNEHMER: Patienten, bei denen die tatsächlich eingenommene Dosis elektronisch erfasst wurde. HAUPT-OUTCOME: Therapietreue in der angeordneten antihypertensiven Therapie, insbesondere die Einnahme der täglichen Medikamentendosis.

ERGEBNISSE: Die Datenbank enthielt die tatsächlich eingenommene Medikamentendosis von 4783 Hypertonie-Patienten. Die Daten stammten aus 21 klinischen Phase-IV-Studien mit einer Dauer von 30 bis 330 Tagen. 43 verschiedene Antihypertensiva wurden eingesetzt, darunter Angiotensin-II-Rezeptorblocker (n = 2088), Kalziumkanalblocker (n = 937), ACE-Inhibitoren (n = 665), Betablocker (n = 195) und Diuretika (n = 155). Etwa die Hälfte der Patienten beendete die Medikamenteneinnahme innerhalb von einem Jahr nach Verordnung. Die Therapie fortführende Patienten ließen im Laufe der Studie etwa 10% der verordneten Dosen aus. Dabei wurde in 42% der Fälle die Dosis an einem Einzeltag ausgelassen und in 43% über mehrere aufeinander folgende Tage hinweg (Medikamentenpause über mindestens drei Tage). Fast die Hälfte der Patienten legte jährlich mindestens eine Medikamentenpause ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient die Behandlung frühzeitig abbrach, war umgekehrt proportional zur täglichen Therapietreue.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Patienten, die einmal täglich Antihypertensiva einnehmen sollten, war eine schlechte Therapietreue am häufigsten durch einen frühen Behandlungsabbruch und eine suboptimale tägliche Medikamenteneinnahme gekennzeichnet. Der hierdurch bewirkte Medikamentenmangel könnte ein weit verbreiteter Grund für die nur selten erfolgreiche Blutdruckkontrolle und große Variabilität im Ansprechen auf verordnete Antihypertensiva sein. 

  1. Vrijens B et al. Adherence to prescribed antihypertensive drug treatments: Longitudinal study of electronically compiled dosing histories. BMJ 2008 May 17; 336:1114.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013