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Das Multiple Sklerose-Risiko nach einer Optikusneuritis, 2008

Schlüsselwörter: Nervus Optikus, neuritis MRI, Gehirn, sehen, Läsionen, Multiple Sklerose-Risiko, MS, MRT, Optikusneuritis, multimodal evozierte Potentiale, CCT Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Das Vorhandensein von typischen Gehirn-Läsionen bei der MRT zum Zeitpunkt einer akuten Optikusneuritis ist ein starker Prädiktor für das MS-Risiko innerhalb von 15 Jahren.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Das Multiple Sklerose-Risiko nach einer Optikusneuritis

 

Das Ziel einer Studie der Optic Neuritis Study Group, die in den „Archives of Neurology“ erschien, war es, das Risiko der Entwicklung einer Multiplen Sklerose nach dem Auftreten einer Optikusneuritis abzuschätzen sowie die Faktoren für ein hohes bzw. niedriges Risiko zu bestimmen.  

 

Hierzu wurden 389 Probanden mit einer akuten Optikusneuritis, die zwischen dem 01. Juli 1988 und dem 30. Juni 1991 in die Optic Neuritis Treatment-Studie eingeschrieben worden waren, 15 Jahre lang nachbeobachtet und im Jahr 2006 abschließend untersucht.  Es wurden neurologische und ophtalmologische Untersuchungen an 13 verschiedenen Kliniken durchgeführt. Die Hauptzielparameter waren die Entwicklung einer MS und die Einteilung der neurologischen Behinderung. 

 

Die kumulative Wahrscheinlichkeit 15 Jahre nach dem Auftreten einer Optikusneuritis eine MS zu entwickeln, betrug 50% und hing eng mit dem Vorhandensein von typischen Läsionen (Entmarkungsherde) in der Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie) des Gehirns vor Therapiebeginn zusammen. 25 % der Patienten mit unauffälliger MRT entwickelten während der Nachbeobachtungszeit eine MS verglichen mit 72% der Patienten, die eine oder mehrere Läsionen aufwiesen. Nach 10 Jahren war das Risiko eine MS zu entwickeln für Patienten ohne Läsionen sehr gering, für diejenigen mit Läsionen blieb es jedoch beträchtlich. Bei den Patienten ohne Läsionen waren die Faktoren männliches Geschlecht, Papillenschwellung und bestimmte atypische Merkmale der Optikusneuritis assoziiert mit einem bedeutend niedrigeren Risiko eine MS zu entwickeln.

 

Das Vorhandensein von typischen Läsionen im Marklager des Gehirns bei der MRT zum Zeitpunkt einer akuten Optikusneuritis ist ein starker Prädiktor für das MS-Risiko innerhalb von 15 Jahren. Bei unauffälliger MRT sind männliches Geschlecht, Papillenschwellung und atypische klinische Merkmale der Optikusneuritis assoziiert mit einer geringen Wahrscheinlichkeit eine MS zu entwickeln. Diese Informationen aus der Vorgeschichte sind für die Indikation zu einer prophylaktischen MS-Therapie zum Zeitpunkt des erstmaligen Auftretens einer akuten Optikusneuritis von Bedeutung.    

  1. The Optic Neuritis Study Group. Multiple sclerosis risk after optic neuritis: Final optic neuritis treatment trial follow-up. Arch Neurol 2008 Jun; 65:727.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013