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Primäre Hyperaldosteronismus: Prävalenz bei resistenter Hypertonie, 2008

Schlüsselwörter:  Resistente Hypertonie, Normokaliämische primäre Hyperaldosteronismus, Bluthochdruck, Hypertonie, Niere, Normokaliämie, Hyperaldosteronismus, Hypokaliämie und PHA, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studie: Das Vorkommen eines primären Hyperaldosteronismus ist in einer allgemein nicht-selektierten Hypertonie-Population viel geringer, als es bisher berichtet wurde. Wenn ca. 10% der Hypertonie-Fälle therapieresistent sind, und primäre Hyperaldosteronismus für ca. 10% der Fälle davon für die Therapieresistenz verantwortlich ist, dann wäre der allgemeine Inzidenz der primären Hyperaldosteronismus bei etwa 1%.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Prävalenz eines primären Hyperaldosteronismus bei resistenter Hypertonie: Eine retrospektive, beobachtende Studie.  

HINTERGRUND: Die Ergebnisse verschiedener Studien, die seit 1999 veröffentlicht wurden, deuten an, dass ein primärer Hyperaldosteronismus (auch bekannt als Conn-Syndrom) mehr als 10% der Menschen mit Hypertonie betrifft; eine solch hohe Prävalenz ist jedoch ebenfalls umstritten. Experten stimmen allgemein darin überein, basierend auf kleinen Untersuchungen, dass bei resistenten Hypertonie-Fällen die höchste Prävalenz eines primären Hyperaldosteronismus besteht. Die Forscher hatten zum Ziel, die Prävalenz eines primären Hyperaldosteronismus bei einer großen Patienten-Gruppe mit resistenter Hypertonie zu bestimmen.

METHODEN: Patienten mit resistenter Hypertonie (Blutdruck > 140/90 mmHg trotz einer dreifachen medikamentösen Therapie, inklusive eines Diuretikums) in ambulanter Behandlung, wurden auf einen primären Hyperaldosteronismus untersucht. Aldosteron im Serum und die Renin-Aktivität im Plasma wurden bestimmt und ihr Quotient berechnet. Patienten mit einem positiven Testergebnis (Aldosteron/Renin-Quotient >65,16 und eine Aldosteron-Konzentration >416 pmol/L) wurden einem Kochsalzbelastungstest mit intravenöser Kochsalzlösung und Fludrocortison unterzogen. Die Diagnose eines primären Hyperaldosteronismus wurde weiterhin bestätigt durch die Reaktion auf eine Behandlung mit Spironolacton.

ERGEBNISSE: Über 20 Jahre hinweg wurden 1616 Patienten mit resistentem Bluthochdruck untersucht. 338 Patienten (20,9%) hatten einen Aldosteron/Renin-Quotienten >65,16 und eine Aldosteron-Konzentration >416 pmol/L. Auf der Basis des Kochsalzbelastungstests hatten 182 (11,3%) Patienten einen primären Hyperaldosteronismus, die Reaktion auf Spironolacton bestätigte die Diagnose weiterhin. Eine Hypokaliämie wurde nur bei 83 Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus beobachtet (45,6%).

INTERPRETATION: Obwohl die Prävalenz des primären Hyperaldosteronismus bei Patienten mit resistenter Hypertonie hoch ist, ist sie dennoch bedeutend geringer als vorhergehend berichtet. Auf der Basis dieser Ergebnisse können wir annehmen, dass die Prävalenz eines primären Hyperaldosteronismus in einer allgemein nicht-selektierten Hypertonie-Population viel geringer ist, als momentan berichtet wird. Daher wird die Vorstellung einer Epidemie des primären Hyperaldosteronismus nicht unterstützt.

  1. Douma S et al. Prevalence of primary hyperaldosteronism in resistant hypertension: A retrospective observational study. Lancet 2008 Jun 7; 371:1921.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013