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Die
Prävalenz eines primären Hyperaldosteronismus bei
resistenter Hypertonie: Eine retrospektive,
beobachtende Studie.
HINTERGRUND:
Die Ergebnisse verschiedener Studien, die seit 1999
veröffentlicht wurden, deuten an, dass ein primärer
Hyperaldosteronismus (auch bekannt als Conn-Syndrom)
mehr als 10% der Menschen mit Hypertonie betrifft;
eine solch hohe Prävalenz ist jedoch ebenfalls
umstritten. Experten stimmen allgemein darin überein,
basierend auf kleinen Untersuchungen, dass bei
resistenten Hypertonie-Fällen die höchste Prävalenz
eines primären Hyperaldosteronismus besteht. Die
Forscher hatten zum Ziel, die Prävalenz eines primären
Hyperaldosteronismus bei einer großen
Patienten-Gruppe mit resistenter Hypertonie zu
bestimmen.
METHODEN:
Patienten mit resistenter Hypertonie (Blutdruck >
140/90 mmHg trotz einer dreifachen medikamentösen
Therapie, inklusive eines Diuretikums) in ambulanter
Behandlung, wurden auf einen primären
Hyperaldosteronismus untersucht. Aldosteron im Serum
und die Renin-Aktivität im Plasma wurden bestimmt
und ihr Quotient berechnet. Patienten mit einem
positiven Testergebnis (Aldosteron/Renin-Quotient
>65,16 und eine Aldosteron-Konzentration >416
pmol/L) wurden einem Kochsalzbelastungstest mit
intravenöser Kochsalzlösung und Fludrocortison
unterzogen. Die Diagnose eines primären
Hyperaldosteronismus wurde weiterhin bestätigt
durch die Reaktion auf eine Behandlung mit
Spironolacton.
ERGEBNISSE:
Über 20 Jahre hinweg wurden 1616 Patienten mit
resistentem Bluthochdruck untersucht. 338 Patienten
(20,9%) hatten einen Aldosteron/Renin-Quotienten
>65,16 und eine Aldosteron-Konzentration >416
pmol/L. Auf der Basis des Kochsalzbelastungstests
hatten 182 (11,3%) Patienten einen primären
Hyperaldosteronismus, die Reaktion auf Spironolacton
bestätigte die Diagnose weiterhin. Eine Hypokaliämie
wurde nur bei 83 Patienten mit primärem
Hyperaldosteronismus beobachtet (45,6%).
INTERPRETATION:
Obwohl die Prävalenz des primären
Hyperaldosteronismus bei Patienten mit resistenter
Hypertonie hoch ist, ist sie dennoch bedeutend
geringer als vorhergehend berichtet. Auf der Basis
dieser Ergebnisse können wir annehmen, dass die Prävalenz
eines primären Hyperaldosteronismus in einer
allgemein nicht-selektierten Hypertonie-Population
viel geringer ist, als momentan berichtet wird.
Daher wird die Vorstellung einer Epidemie des primären
Hyperaldosteronismus nicht unterstützt.
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