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Rivaroxaban
(Xarelto®) vs. Enoxaparin (Clexane) bei der Thromboseprophylaxe
nach einem totalen Knie- und Hüftgelenkersatz, 2008
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Rivaroxaban
(Xarelto®) ist ein neuer, oral verabreichter
Faktor-Xa-Hemmer. In zwei aktuellen Studien (1,2, 3)
wurde er mit dem niedermolekularen Heparin
Enoxaparin (Clexane®) bei Thromboseprophylaxe nach
einem totalen Knie- und Hüftgelenkersatz
verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass Rivaroxaban
(Xarelto®) dem Enoxaparin (Clexane®) bei
Thromboseprophylaxe überlegen war.
Die
Resultate dieser drei Studien könnte die
Thromboseprophylaxe mit einem oralen
Faktor-Xa-Hemmer in fixer Dosierung
etablieren.
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Ausführlichere
Daten der ersten Studie (1):
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Rivaroxaban
im Vergleich mit Enoxaparin bei der
Thromboprophylaxe nach einer totalen
Knie-Gelenksplastik.
HINTERGRUND:
Die Forscher untersuchten die Wirksamkeit von
Rivaroxaban, einem oral wirksamen, direkten Faktor
Xa-Hemmstoff, in der Prophylaxe venöser Thrombosen
nach einer totalen Knie-Gelenksplastik.
METHODEN:
In dieser randomisierten, doppelt-blinden Studie,
erhielten 2531 Patienten, die einer totalen
Knie-Gelenksplastik unterzogen werden sollten,
entweder Rivaroxaban, einmal täglich oral 10 mg,
beginnend 6-8 Stunden nach der Operation, oder
Enoxaparin, einmal täglich subkutan 40 mg,
beginnend 12 Stunden vor der Operation. Das primäre
Wirksamkeits-Outcome war eine Zusammensetzung aus
einer tiefen Venen-Thrombose, einer nicht-tödlichen
Lungenembolie, oder Tod ungeachtet der Todesursache
innerhalb von 13 bis 17 Tagen nach der Operation.
Sekundäre Wirksamkeits-Outcomes beinhalteten u.a.
große venöse Thromboembolien (z.B. proximale tiefe
Venen-Thrombose, nicht-tödliche venöse
Thromboembolien, oder Tod in Verbindung mit venösen
Thromboembolien) und symptomatische venöse
Thromboembolien. Als primäres Sicherheits-Outcome
wurde eine größere Blutung definiert.
ERGEBNISSE:
Das primäre Wirksamkeits-Outcome trat bei 79 von
824 Patienten (9,6%) ein, die Rivaroxaban erhielten,
sowie bei 166 von 878 Patienten (18,9%), die
Enoxaparin erhielten (absolute Risiko-Reduktion:
9,2%; 95% Konfidenzintervall von 5,9 bis 12,4;
P<0,001). Große venöse Thromboembolien traten
bei 9 von 908 Patienten (1,0%) unter Rivaroxaban,
sowie bei 24 von 925 Patienten (2,6%) unter
Enoxaparin ein (absolute Risiko-Reduktion: 1,6 %;
95% Konfidenzintervall von 0,4 bis 2,8%; P=0,01).
Symptomatische Ereignisse kamen unter Rivaroxaban
seltener vor als unter Enoxaparin (P=0,005). Große
Blutungen kamen bei 0,6% der Patienten der
Rivaroxaban-Gruppe sowie bei 0,5% der Patienten der
Enoxaparin-Gruppe vor. Das Häufigkeit von mit den
Medikamenten assoziierten ungünstigen Ereignissen,
hauptsächlich gastrointestinaler Natur, war 12,0%
in der Rivaroxaban-Gruppe und 13,0% in der
Enoxaparin-Gruppe.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Rivaroxaban war Enoxaparin überlegen in der
Thromboprophylaxe nach einer totalen
Knie-Gelenksplastik, bei einer ähnlichen Häufigkeit
von Blutungen.
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Studie:
Lassen
MR et al. Rivaroxaban versus enoxaparin for
thromboprophylaxis after total knee
arthroplasty. N Engl J Med 2008 Jun 26;
358:2776.
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Studie:
Kakkar
AK et al. Extended duration rivaroxaban versus
short-term enoxaparin for the prevention of
venous thromboembolism after total hip
arthroplasty: A double-blind, randomised
controlled trial. Lancet 2008 Jul 5; 372:31.
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Studie:
Eriksson
BI et al. Rivaroxaban versus enoxaparin for
thromboprophylaxis after hip arthroplasty. N
Engl J Med 2008 Jun 26; 358:2765
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| Schlüsselwörter:
Hüft-TEP, Knie-TEP, Xarelto, Medikament, Arzneimittel, Rivaroxaban,
Therapie, Behandlung, BAY 59-7939, Faktor-Xa-Hemmer,
Thrombose-Prophylaxe Prävention, Thrombininhibitor Ximelagatran,
Knieersatz, Hüftgelenk, Operation, Embolien, Thrombosen, Todesfall,
Enoxaparin, Marcumar und Warfari, Akutes Koronares Syndrom, ACR,
Enoxaparin, Clexane, Heparin, KHK, Herzinfarkt, Instabile Angina
Pectoris, Herzkatheter, PTCA, PCI, niedermolekulares Heparin, LMWH,
Kniegelenkersatz, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und
Studien. |
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