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Perioperative Antibiotika-Prophylaxe ist ein Risikofaktor für Clostridium-difficile-Infektion, 2008

Perioperative antibakterielle Prophylaxe (PAP) ist ein wichtiger Bestandteil der Infektionsprophylaxe bei Operationen, andererseits steigen überall das Virulenz, Inzidenz und Resistenzen von Clostridium-difficile-Infektionen (CDI).

Bekanntlich kommt es in der Regel nach einer Antibiotika-Therapie zu einer Störung der Darmflora, die eine Vermehrung von C. difficile zur Folge haben kann. Die Toxine A und B von C. difficile schädigen die Darmschleimhaut, und es kommt zur pseudomembranösen Colitis, die mit Diarrhoe (Durchfälle) und abdominalen Schmerzen einhergeht.  

Auf diesem Hintergrund hat eine aktuelle Studie (1) das Risiko-Nutzen-Verhältnis (risk-benefit ratio) einer perioperativen Antibiotika-Prophylaxe bei großen Operationen untersucht.

Die Ergebnisse zeigten, auch wenn die Patienten keine weitere Antibiotika als die perioperative Gabe erhalten, kann sich eine pseudomembranöse Kolitis entwickeln.

Die Autoren folgern daraus: In Situationen, in denen der einzige Zweck der perioperativen Antibiotika-Prophylaxe die Prävention seltener und relativ gutartiger Infektionen ist, würden die Risiken den Nutzen in einigen älteren Patienten überwiegen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Das Risiko einer Clostridium-difficile-Infektion nach perioperativer antibakterieller Prophylaxe vor und während eines Ausbrechens der Infektion durch einen hypervirulenten Stamm. 
HINTERGRUND: Perioperative antibakterielle Prophylaxe (PAP) ist ein wichtiger Bestandteil der Infektionsprophylaxe bei Operationen, PAP kann aber mit Nebenwirkungen assoziiert sein wie z.B. eine Infektion mit Clostridium difficile (CDI). Nach dem Erscheinen eines hypervirulenten Stammes von C. difficile wurde das Risiko der Entwicklung einer CDI nach PAP noch nicht evaluiert. Der Zweck dieser Studie war es das Risiko der PAP-induzierten CDI nach ausgewählten Operationen zu untersuchen und das Risiko vor und nach dem Auftreten des hypervirulenten Stammes von C. difficile zu vergleichen. METHODEN: Es wurde eine retrospektive Kohortenstudie mit Patienten >oder = 18 Jahren durchgeführt, die sich entweder einer abdominalen Hysterektomie oder einer Hüft-Arthroplastie, Craniotomie, oder Operationen von Kolon, Herz, oder Gefäßen von August 1999 bis Mai 2005 in einem Krankenhaus in Quebec, Kanada, unterzogen. ERGEBNISSE: Es wurden insgesamt 8373 Operationen durchgeführt und PAP wurde bei 7600 dieser Interventionen angwendet. Von 98 CDI-Episoden traten 40 auf nachdem die Patienten nur PAP erhalten hatten. Das Risiko einer CDI betrug 14,9 Fälle pro 1000 Operationen bei den Patienten, die nur PAP erhielten im Zeitraum von 2003-2005 im Vergleich mit 0,7 Fällen pro 1000 Operationen von 1999-2002 (P <,001). Unabhängige Risikofaktoren assoziiert mit CDI bei Patienten die nur PAP erhielten, waren höheres Alter, Gabe von Cefoxitin (eher als Cefazolin) alleine oder in Kombination mit einem anderen Pharmakon, und das Jahr der Operation. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Im Kontext einer großen Epidemie mit Clostridium-difficile-Infektion (CDI) assoziiert mit dem Auftreten eines neuen Stammes, entwickelten 1,5% der Patienten, die eine perioperative antibakterielle Prophylaxe (PAP) als einziges Antibiotikum erhielten, eine CDI. In Situationen, in denen der einzige Zweck der PAP die Prävention seltener und relativ benigner Infektionen ist, mögen die Risiken den Nutzen in einigen älteren Patienten überwiegen.  

  1. Carignan A et al. Risk of Clostridium difficile infection after perioperative antibacterial prophylaxis before and during an outbreak of infection due to a hypervirulent strain. Clin Infect Dis 2008 Jun 15; 46:1838.  

  2. Erhöhte Virulenz von Clostridium difficile - Resistenzen gegen Fluorochinolone

Schlüsselwörter: Perioperative Antibiotika-Prophylaxe, PAP, Risikofaktor für Clostridium-difficile-Infektion, CDI, operation, präoperative Vorsorge, Clostridium difficile, Epidemie, Pseudomembranöse Kolitis, Epidemien, Colits, Erhöhte Virulenz, Resistenzen gegen Antibiotika, Enterokolitis,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013