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Bieten Notfall-Ambulanzen umfassende medizinische Versorgung für Opfer sexueller Gewalt? 2008

Schlüsselwörter: Opfer sexuelle Gewalt, Frauen, Hepatitis B, C, Gonokokken, Vergewaltigung, Sex, Rape, Schlagen, HIV, AIDS, sexuell Intensivstation, übertragbare Krankheiten, STD, Versorgung in Notfall-Ambulanz, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie (1) bieten Notfall-Ambulanzen der Krankenhäuser in den USA keine umfassende Versorgung.  Die forensische Beweissicherung anhand eines sog. Rape-Kit (2) zur medizinischen Versorgung von Opfern sexueller Gewalt, das in den USA nach mittlerweile in der Behandlung zu Standards zählt, wird in der Studie nicht erwähnt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Umfassende medizinische Versorgung für Opfer sexueller Gewalt: Eine Umfrage in Notfallabteilungen in Krankenhäusern in Illinois  

HINTERGRUND: Sexuelle Gewalt ist ein großes gesellschaftliches Gesundheits-Problem und betrifft in den Vereinigten Staaten 17 Millionen Frauen. Die Notfallabteilungen (engl. ED) der Krankenhäuser sind oft der erste Anlaufpunkt für diese Frauen. Die Autoren schlagen das Konzept des “vollständigen medizinischen Versorgungs-Management” (engl. CMCM), an diesem ersten Anlaufpunkt für Opfer sexueller Gewalt, vor. Die Ziele dieser Studie waren a) die medizinische Versorgung, welche Opfern sexueller Gewalt in den EDs der Krankenhäuser in Illinois angeboten wird, zu beschreiben, und b) den Prozentsatz der Krankenhäuser zu bestimmen, welche alle 10 Elemente des CMCM zu jedem Zeitpunkt anbieten.

STUDIEN-DESIGN: Es handelt sich um eine Prävalenz-Untersuchung im Querschnitt. Eine Telefon-Befragung über 14 Punkte wurde bei 187 passenden EDs an Krankenhäusern in Illinois, von Juli bis September 2004, durchgeführt. Die Outcome-Messpunkte waren jeweils die Prozentzahlen der EDs, welche die folgenden Elemente des CMCM anboten: a) akute medizinische Versorgung, b) Anamnese und körperliche Untersuchung, c) und d) akute und langfristige Beratung zur Krise nach einer Vergewaltigung, e) und f) prophylaktisches und therapeutisches Management von sexuell übertragbaren Krankheiten, g) und h) prophylaktisches und therapeutisches Management von HIV,  und i) und j) die Beratung zur, und Durchführung einer notfallmäßigen, kontrazeptionellen Behandlung.

ERGEBNISSE: Die Antwortquote der ausgewählten EDs betrug 83%. Alle EDs bieten eine akute medizinische Versorgung bei Aufnahme einer Patientin an, zwei Drittel bieten eine Beratung zur Krise nach einer Vergewaltigung an, zwei Drittel bieten auch das Management von sexuell übertragbaren Krankheiten an. 40% der EDs berichten, dass sie Beratung und Durchführung notfallmäßiger Kontrazeption durchführen, aber nur 28,2% bieten ein HIV-Management an. Ungefähr eine von zehn EDs (9,6%) bietet alle zehn Elemente des CMCM an.

SCHLUSSFOLGERUNG: Obwohl von verschiedenen medizinischen Organisationen alle zehn Elemente des CMCM für Opfer sexueller Gewalt empfohlen werden, bieten nur wenige Krankenhäuser CMCM an. Es müssen Verbesserungen vorgenommen werden, um Opfern sexueller Gewalt eine vollständige medizinische Versorgung anzubieten.

  1. Patel A et al. Comprehensive medical care for victims of sexual assault: A survey of Illinois hospital emergency departments. Contraception 2008 Jun; 77:426

  2. Rape-Kit or Sexual Offense Evidence Collection (SOEC) kit

 

 

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Stand: 25. Mai 2013