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Gewichts-Verlust
durch kohlenhydratarme, fettarme, oder mediterrane
Ernährung
HINTERGRUND:
Studien, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von
Diäten zum Gewichtsverlust vergleichen, sind oft
eingeschränkt durch kurze Zeiten zum Follow-Up und
hohe Aussteiger-Quoten.
METHODEN:
In dieser 2-jährigen Studie wurden 322 moderat übergewichtige
Personen (durchschnittliches Alter 52 Jahre,
durchschnittlicher Body-Mass-Index 31, Männer-Anteil
86%) einer von drei Diäten zugeteilt: Fettarme Ernährung
bei beschränkter Kalorienmenge, mediterrane Ernährung
bei beschränkter Kalorienmenge, oder einer
kohlenhydratarmen Ernährung mit unbeschränkter
Kalorienmenge.
ERGEBNISSE:
Der Anteil der Personen, die an der durch die Studie
zugeteilten Ernährungsform festhielten, betrug nach
einem Jahr 95,4%, sowie nach zwei Jahren 84,6%. Die
Personen, welche eine mediterrane Diät einhielten,
nahmen die größte Menge an Ballaststoffen ein, und
hatten ebenfalls den größten Quotient von einfach
ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren, die sie
aufnahmen (P<0,05 für alle Vergleiche zwischen
den Behandlungs-Gruppen). Die Personen, die eine
kohlenhydratarme Diät einhielten, nahmen die
geringste Menge an Kohlenhydraten und die größte
Menge an Fett, Proteinen und Cholesterin ein und
hatten ebenfalls den höchsten Anteil an Teilnehmern
mit messbarer Ketonurie (P<0,05 für alle
Vergleiche zwischen den Behandlungs-Gruppen). Der
durchschnittliche Gewichts-Verlust betrug 2,9 kg bei
der Gruppe mit fettarmer Ernährung, 4,4 kg bei der
Gruppe die eine mediterrane Ernährung einhielt,
sowie 4,7 kg bei der Gruppe mit kohlenhydratarmer
Ernährung (P<0,001 für die Interaktion zwischen
der Ernährungsform-Gruppe und der Zeit). Bei den
272 Teilnehmern, die die Studie beendeten, betrug
der durchschnittliche Gewichtsverlust entsprechend
jeweils 3,3 kg, 4,6 kg, bzw. 5,5 kg. Die relative
Reduzierung des Verhältnisses des
Gesamt-Cholesterins zum HDL-Cholesterin betrug 20%
bei der Gruppe mit kohlenhydratarmer Ernährung,
sowie 12% bei der Gruppe mit fettarmer Ernährung.
Bei den 36 Patienten mit Diabetes, waren die Veränderungen
bei den nüchternen Blutzucker-Werten sowie den
Insulin-Spiegeln günstiger bei denjenigen Personen,
die der mediterranen Ernährung zugeteilt waren als
bei den Personen, die eine fettarme Ernährung
einhielten (P<0,001 für die Interaktion zwischen
Diabetes, der mediterranen Ernährung und der Zeit
bezogen auf nüchterne Blutzucker-Spiegel).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Eine mediterrane oder kohlenhydratarme Ernährung
kann eine wirksame Alternative zu einer fettarmen
Ernährung darstellen. Die günstigeren Auswirkungen
auf den Fettstoffwechsel (bei kohlenhydratarmer Ernährung)
sowie auf den Glukose-Haushalt (bei mediterraner Ernährung)
deuten an, dass persönliche Vorlieben und Überlegungen
bezüglich des Stoffwechsels hilfreich sind bei der
individuellen Planung einer Ernährungs-Umstellung.
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