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Metabolisches Syndrom zur Vorhersage von Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, 2008

Schlüsselwörter: Metabolisches Syndrom, hypertonie, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Übergewicht, Adipositas, Vorhersage, Diabetes, Herzkreislauferkrankunge, Herzinfarkt, Schlaganfall, Cholesterin, Prävention, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Die Komponente vom metabolisches Syndrom bestehen aus Body-Mass-Index, Triglyzerid-, HDL- und Cholesterin-Spiegel sowie Nüchtern-Blutzucker und Blutdruck.

Eine aktuelle Studie (1), die den Stellenwert vom metabolischen Syndrom als Prädiktor für Herzkreislauferkrankungen und Diabetes mellitus untersuchte, kam zu folgenden Ergebnissen:

--Nüchtern-Hyperglykämie ( ≥110 mg/dL) alleine war ein besseres und praktischeres Prädiktor für das Auftreten von Diabetes, als die kombinierten Komponente vom metabolischen Syndrom.

--Der  Framingham-Risiko-Score, der auch nicht-metabolische Komponente wie Rauchen, beinhaltet, war ebenfalls bei der Voraussage der Herzkreislauferkrankungen dem metabolischem Syndrom überlegen.

Was bedeutet die Ergebnisse dieser Studie für die Praxis?: 

Bei der klinischer Entscheidungsfindung in der ärztlichen Praxis sollte man besser den direkten Weg wählen, und für Diabetes-Risikovoraussage den Nüchtern-Blutzucker-Test und für Herzkreislauf-Risiko den Framingham-Risiko-Score verwenden. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Das metabolische Syndrom als Prädiktor für Herzkreislauferkrankungen und Diabetes mellitus?  

Ob die Kriterien des metabolischen Syndroms klinisch von Nutzen sind, um das Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung sowie gleichzeitig eine Diabeteserkrankung vorherzusagen, ist unklar. Eine Studie im „Lancet“ untersuchte, in welchem Ausmaß das metabolische Syndrom und seine einzelnen Komponenten in Beziehung zu diesen beiden Erkrankungen bei älteren Menschen stehen. Das metabolische Syndrom und seine fünf einzelnen Komponenten (definiert durch die Kriterien des Third Report of the National Cholesterol Education Program) wurden zum Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und zum Risiko für Typ II-Diabetes bei 4812 nicht-diabeteskranken Individuen im Alter von 70 bis 82 Jahren aus der Prosoective Study of Pravastatin in the Elderly at Risk (PROSPER) in Bezug gesetzt. Die Daten wurden in einer zweiten prospektiven Studie (the British Regional Heart Study [BRHS]) bei 2737 nicht-diabeteskranken Männern im Alter von 60 bis 79 Jahren bestätigt.

 

Bei PROSPER traten 772 Fälle von Herzkreislauferkrankungen und 287 Fälle von Diabetes im Laufe von 3,2 Jahren auf. Das metabolische Syndrom war bei zuvor gesunden Probanden nicht mit einem erhöhten Risiko für eine Herzkreislauferkrankung assoziiert, jedoch mit einem erhöhten Risiko für eine Diabeteserkrankung. Das traf für jede Komponente des metabolischen Syndroms zu, insbesondere für den Nüchternblutzucker. Die Ergebnisse waren ähnlich bei den Teilnehmern mit einer vorbestehenden Herzkreislauferkrankung. Bei BRHS traten im Laufe von 7 Jahren 440 Fälle von Herzkreislauferkrankungen und 105 Fälle von Diabetes auf. Das metabolische Syndrom war, trotz eines starken Zusammenhangs mit einem Diabetes, nur gering mit einer Herzkreislauferkrankung assoziiert.. Bei beiden Studien waren der Body Mass Index oder der Taillenumfang, Triglyceridwerte sowie Glucosegrenzwerte nicht mit einem Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung verknüpft. Alle fünf Komponenten waren jedoch mit dem Risiko für einen neuaufgetretenen Diabetes assoziiert.

 

Fazit:

Das metabolische Syndrom und seine Komponenten sind assoziiert mit einem Typ II-Diabetes, nicht jedoch bzw. nur wenig mit dem Gefäßrisiko bei älteren Personen. Daher sind die Versuche, Kriterien zu definieren, die beide Erkrankungen gleichzeitig vorhersagen, nicht hilfreich. Der klinische Fokus sollte auf der Etablierung optimaler Risikoalgorithmen für jede einzelne Krankheit bleiben.

  1. Sattar N et al. Can metabolic syndrome usefully predict cardiovascular disease and diabetes? Outcome data from two prospective studies. Lancet 2008 Jun 7; 371:1927.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013