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COPD: Inhalationstherapie und Lungenfunktion-Verschlechterung, TORCH-Studie 2008

Schlüsselwörter: Inhalationstherapie, , chronisch obstruktive Krankheit, Kombinationsthherapie, COPD, COLD, AsthmaFEV, Vitalkapazität, Beta-Sympathomimetikum Formoterol, Oxis, Foradil, Salbutamol, Berotec, Anticholinergikum Tiotropiumbromid, Spiriva, Kombinationstherapie. langwirkende inhalative Substanzen, Aerosole, Sprays, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

Inhalative Beta-Agonisten und Korticosteroide sind die Basistherapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Es ist jedoch noch unklar. Ob inhalierte Kortikosteroide und langwirksame ß-Agonisten die Mortalität bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) reduzieren.

In der randomisierten TORCH-Studie (2) gingen die britischen Autoren der Frage nach, inwieweit eine Langzeitbehandlung mit 50 µg Salmeterol (Langzeit-Betamimetikum, in Deutschland Serevent®, Aeromax®) plus 500 µg Fluticasonpropionat (Kortison, in Deutschland Atemur®) zweimal täglich als Kombinationsspray appliziert im Vergleich mit Placebo und den beiden Einzelsubstanzen Salmeterol und Fluticason die Prognose der COPD zu bessern vermag.

Inzwischen liegen die Dreijahres-Daten der TORCH-Studie vor. Die Ergebnisse zeigen, dass inhalative Therapie mit Salmeterol (Langzeit- Betamimetikum) plus Fluticasonpropionat (Kortison), oder den Einzelstoffen, die  Lungenfunktion-Verschlechterung bei ca. 15ml jährlich (Abnahme von FEV(1)) verlangsamt. Ein weiteres Ergebnis der TORCH-Studie ist, dass die Kombitherapie mit Kortison und Betamimetika zwar die  Exazerbationen reduziert, aber nicht die Prognose (Mortalität) ändert (2). 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Wirkung einer Pharmakotherapie auf die Schnelligkeit der Verringerung der Lungenfunktion bei chronisch obstruktiver Lungenkrankheit: Ergebnisse der TORCH-Studie

RATIONALE: Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) ist durch eine beschleunigte Abnahme der Lungenfunktion gekennzeichnet. Für keines der eingesetzten Arzneimittel wurde nachgewiesen, dass diese die Abnahme der Lungenfunktion verlangsamen.

ZIELSTELLUNG: In einer früheren post-hoc-Analyse der “Toward a Revolution in COPD Health” (TORCH) -Studie, wurden die Wirkung einer kombinierten Gabe von Salmeterol 50 microg plus Fluticasonpropionat 500 microg, jede Komponente alleine oder Placebo, auf die Häufigkeit der post-Bronchodilator-Abnahme von FEV(1) bei Patienten mit moderater oder schwerer COPD untersucht. METHODEN: Diese randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie wurde von September 2000 bis November 2005 in 42 Ländern durchgeführt. Von 6.112 Patienten (Population für Wirksamkeitsanalyse) wurden 5.343 in diese Analyse eingeschlossen.

MESSERGEBNISSE UND HAUPTERGEBNISSE: Spirometrie wurde alle 24 Wochen über 3 Jahre durchgeführt. Es gab 26.539 Beobachtungen unter der Behandlung. Die Häufigkeit der Abnahme von FEV(1) betrug 55 ml/Jahr für Placebo, 42 ml/Jahr für Salmeterol, 42 ml/Jahr für Fluticasonpropionat, und 39 ml/Jahr für Salmeterol plus Fluticasonpropionate. Salmeterol plus Fluticasonpropionat reduzierte die Häufigkeit der FEV(1)-Abnahme um 16 ml/Jahr im Vergleich zu Placebo (95% Konfidenzintervall [KI], 7-25; P < 0,001). Der Unterschied war kleiner für Fluticasonpropionat und Salmeterol im Vergleich mit Placebo (13 ml/Jahr; 95% KI, 5-22; P = 0,003). Die Häufigkeiten der Abnahmen waren in den aktiven Behandlungsarmen ähnlich. FEV(1) sank schneller in Rauchern und Patienten mit einem niedrigeren Body Mass Index. Es bestanden Unterschiede zwischen einzelnen Weltregionen. Patienten mit häufigeren Exacerbationen hatten eine schnellere Abnahme von FEV(1).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine Pharmakotherapie mit Salmeterol plus Fluticasonpropionat, oder den Einzelstoffen, vermindert die  Häufigkeit der Abnahme von FEV(1) in Patienten mit moderat bis schwerer COPD und verlangsamt so die Progression der Erkrankung. Klinische Studie (GSK Study Code SCO30003) registriert unter www.clinicaltrials.gov (NCT00268216).

  1. Celli BR et al. Effect of pharmacotherapy on rate of decline of lung function in chronic obstructive pulmonary disease: Results from the TORCH study. Am J Respir Crit Care Med 2008 Aug 15; 178:332

  2. Torch-Studie zu COPD: Kombitherapie mit Kortison und Betamimetika reduziert zwar die  Exazerbationen, ändert aber nicht die Prognose, 2007

 

 

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Stand: 25. Mai 2013