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Therapie-Management bei ungeklärter Kinderlosigkeit: Clomifen, unstimulierte intrauterine Insemination und abwartendes Verhalten im Vergleich, 2008

Schlüsselwörter: unstimulierte intrauterine Insemination, Clomifen, Kinderlosigkeit, ICSI-Kinder, Entwicklung, Fehlbildungs-Häufigkeit, Schwangerschaft, Kinderwunsch, Schwangerschaft, intrazytoplasmische Spermieninjektion, Nebenwirkungen, Kind, Babys, Reproduktionsmedizin, In-vitro-Fertilisation, Infertilität, ICSI, Intrazytoplasmatischer Spermieninjektion, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

Studie (1): Die Ediotarialisten vermerken, dass die In-vitro-Fertilisation (Reagenzglasbefruchtung) laut Evidenzlage die kosten-effektivste Intervention bei der Therapie der ungeklärten Kinderlosigkeit ist.

Kinderlosigkeit (Infertilität) wird bei Paaren als ungeklärt betrachtet, wenn die Samen-Analyse, zyklische Ovulation (Eisprung) und die Untersuchung des weiblichen Genitaltraktes unauffällig ist. Wie sollten solche Paare dann therapiert werden? Dieser Frage ging eine Studie aus England nach, bei der 580 Paare mit ungeklärter Kinderlosigkeit von mindestens 2 Jahren für folgende Maßnahnahmen für 6 Monate randomisiert:

  1. orale Clomifencitrat-Gabe (synthetisches Östrogen) um die normale Ovulation anzuregen,

  2. oder eine intrauterine Insemination ohne hormonelle Vorbehandlung um mögliche Zervikale-Barrieren zu überspringen,

  3. oder abwartendes Verhalten

Diese drei Strategien wurden getestet, bevor die In-vitro-Fertilisation (IVF) als weitere Therapiemöglichkeit in Erwägung gezogen wurde.  Die Studienergebnisse zeigten, dass bei Paaren mit einer ungeklärten Kinderlosigkeit die existierenden Behandlungsmethoden wie die empirische Clomifengabe und die unstimulierte intrauterine Insemination keine höheren Lebendgeburtenraten im Vergleich zum abwartenden Verhalten bieten.

Anhand dieser Ergebnisse vermerken die Editorialisten, dass die In-vitro-Fertilisation (Reagenzglasbefruchtung) laut Evidenzlage die kosten-effektivste Intervention bei der Therapie der ungeklärten Kinderlosigkeit ist. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Therapie der ungeklärten Kinderlosigkeit: Clomifen, unstimulierte intrauterine Insemination und abwartendes Verhalten im Vergleich

Eine schottische Studie, die im „British Medical Journal“ erschien, verglich die Wirksamkeit einer Clomifencitrat-Gabe und einer intrauterinen Insemination ohne hormonelle Vorbehandlung mit abwartendem Verhalten bei der Behandlung der Kinderlosigkeit aus ungeklärter Ursache.

 

An der  randomisierten kontrollierten Studie (pragmatic trial) mit drei parallelen Armen nahmen Paare mit länger als zwei Jahre dauerndem Kinderwunsch teil, bei denen ein Eisprung nachgewiesenermaßen stattfand, die Eileiter intakt und die Spermien mobil waren.

 

Die Interventionen waren abwartendes Verhalten, Verabreichung von Clomifen sowie eine unstimulierte intrauterine Insemination. Das primäre Endereignis war eine Lebendgeburt. Die sekundären Endereignisse waren klinisch festgestellte Schwangerschaft, wiederholte Schwangerschaft, Abort und Akzeptanz der Methode.

 

580 Frauen wurden zu abwartendem Verhalten (n = 193), oralem Clomifencitrat (n= 194) oder zu einer unstimulierten intrauterinen Insemination (n= 193) über einen Zeitraum von sechs Monaten randomisiert. Die drei Gruppen waren bezüglich des Alters, des Body Mass Index, der Infertilitätsdauer sowie der Spermienkonzentration und –motilität vergleichbar. Die Lebendgeburtenraten lagen bei 32/193 (17%), 26/192(14%) bzw. 43/191 (23%). Verglichen mit dem abwartenden Verhalten betrug der Odds Ratio für eine Lebendgeburt nach Clomifen 0,76 und nach unstimulierter intrauteriner Insemination 1,46. In der Clomifen-Gruppe (159/170, 94%) und in der Gruppe mit der unstimulierten intrauterinen Insemination (155/162, 96%) fanden mehr Frauen die Behandlungsmethode akzeptabel als in der Gruppe mit abwartenden Verhalten (123/153, 80%).

 

Fazit:

Bei Paaren mit einer ungeklärten Kinderlosigkeit bieten die existierenden Behandlungsmethoden wie die empirische Clomifengabe und die unstimulierte intrauterine Insemination keine höheren Lebendgeburtenraten im Vergleich zum abwartenden Verhalten.     

  1. Bhattacharya S et al. Clomifene citrate or unstimulated intrauterine insemination compared with expectant management for unexplained infertility: Pragmatic randomised controlled trial. BMJ 2008 Aug 7; 337:a716

 

 

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Stand: 25. Mai 2013