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COPD: Vergleich der inhalativen Kombinationstherapien, 2009

Schlüsselwörter: Tiotropium, COPD, COLD, Asthma, chronisch obstruktive Krankheit, FEV, Vitalkapazität, Beta-Sympathomimetikum Formoterol, Oxis, Foradil, Salbutamol, Berotec, Anticholinergikum Tiotropiumbromid, Spiriva, Kombinationstherapie. langwirkende inhalative Substanzen, Atemur ,Aerosole, Sprays, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

Therapie mit zwei langwirksamen Bronchodilatoren (LABA) mit unterschiedlichem Wirkmechanismus könnte ein möglicher Weg sein, um inhalierte Kortikosteroid-Gabe bei Patienten mit mäßiger COPD zu vermeiden.

Für Patienten mit chronisch obstruktive Krankheite können die langwirkende Inhalative Therapien  in unterschiedlichen Kombinationen verwendet werden: wie z.B. langwirksame Beta-2-Agonisten (LABA), anticholinergische Substanzen und Kortikosteroide.

In einer aktuellen Studie  (1) wurden zwei Bronchodilatoren mit unterschiedlichen Mechanismen, das anticholinergische Aerosol Tiotropium (Spiriva®) plus das LABA Formoterol (Oxis®, Foradil®) einerseits, und das inhalierbares Kortison Fluticason (Atemur®) plus das  LABA Salmeterol (Serevent®, Aeromax®) andererseits eingesetzt. In der Studie wurde der spirometrische Effekt dieser zwei Kombinationstherapien bei 605 Patienten mit mittelschwerer COPD untersucht. Die Studie wurde vom Tiotropium (Spiriva®)-Hersteller gesponsort.

Nach 6 Wochen war der mittlere Einsekundenausatemkapazität (FEV1) in der  Tiotropium+Formoterol-Gruppe signifikant höher, als in der Fluticason+Salmeterol-Gruppe (etwa 100mL). Der Effekt hielt ca. 12 Stunden nach Inhalation an. Neben der FEV1 zeigte auch die forcierte Vitalkapazität (FVC) grössere Verbesserungen in der Fluticason+Salmeterol-Gruppe.

Fazit: Die Patienten mit mittelschwerer COPD hatten unter der Kombination langwirksamer Beta-2-Agonist plus langwirksames Anticholinergikum (Tiotropium+Formoterol) eine verbesserte Bronchodilation, als unter inhalativem Kortikosteroid plus Beta-2-Agonist (Fluticason+Salmeterol).

Die Kürze der Studiendauer, das Fehlen von klinischen Endpunkten, sowie das Verwenden von unterschiedlichen Beta-Agonisten in verschiedenen Studien-Armen sind die Schwachpunkte der Studiendesign, die die Aussagen der Studie limitieren. Trotzdem zeigen die Ergebnisse, dass Therapie mit zwei langwirksamen Bronchodilatoren mit unterschiedlichem Wirkmechanismen ein möglicher Weg sein könnte, um inhalierte Kortikosteroid-Gabe bei Patienten mit mäßiger COPD zu vermeiden. 

Es fragt sich nur, ob es unbedingt erstrebenswert ist, bei COPD-Patienten die inhalative Kortikosteroid-Therapie nicht einzusetzen. Eine aktuelle Studie (3) hatte  kürzlich gezeigt, dass die Mortalität unter der Kombinationstherapie Salmeterol/Fluticason  (LABA/Kortison) signifikant geringer war, als unter Tiotropium (Anticholinergikum).

  1. Rabe KF et al. Comparison of a combination of tiotropium plus formoterol to salmeterol plus fluticasone in moderate COPD. Chest 2008 Aug; 134:255

  2. Siehe auch: COPD: Kombination der langwirkenden inhalativen Substanzen Spiriva® und Oxis®

  3. Jadwiga A. Wedzicha et al: The Prevention of Chronic Obstructive Pulmonary Disease Exacerbations by Salmeterol/Fluticasone Propionate or Tiotropium Bromide. American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine Vol 177. pp. 19-26, (2008)

  4. Siehe auch Pressemitteilung von von Boehringer Ingelheim zu der Studie: Kopf-an-Kopf Vergleichsstudie zeigt, dass COPD-Patienten eine significant höhere Lungenfunktionsverbesserung mit der Kombination von Spiriva(R) und Formoterol erreichen als mit der Kombination von Salmeterol und Fluticason-propionat

 

 

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Stand: 25. Mai 2013